Andrea Winkler (Autorin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andrea Winkler (2009)

Andrea Winkler (* 1972 in Freistadt) ist eine österreichische Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrea Winkler studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien. Sie war beruflich in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung sowie in einem germanistischen Forschungsprojekt an der Universität Salzburg tätig.[1]

Ihr Prosa-Debüt gab sie 2006 mit Arme Närrchen. Selbstgespräche. Das Selbstgespräch als letzte Konsequenz aus bestätigter Kommunikations- und Sprachskepsis bildet das verbindende Stilelement der 19 Kurztexte.

Der Roman König, Hofnarr und Volk (2013) ist eine „Abrechnung mit dem literarischen Leben und seinen Eitelkeiten sowie mit Geisteswissenschaften, die jeglichen Geist durch schematisches Denken vernichtet und durch Karriere- und Geltungsstreben ersetzt haben“.[2]

In Die Frau auf meiner Schulter von 2018 schildert eine Frau in tagebuchähnlichen Aufzeichnungen, die sich über ein halbes Jahr erstrecken, ihren zeitlich begrenzten Ausstieg aus dem Üblichen. „Was sie dazu veranlasst hat, sich in das Haus des verstorbenen Herrn Friedrich zurückzuziehen, bleibt im Vagen. Ihr Landaufenthalt hat weder Programm noch Ziel. Vermutlich sucht sie Distanz zum gewohnten Leben. Spontan folgt Martha ihren Impulsen, begibt sich auf Wanderungen und Spaziergänge, auf denen sie ihre Umgebung mit geradezu Stifter’scher Genauigkeit wahrnimmt“.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Winklers Debütband honoriert wurde „das feine Gespür der hochtalentierten Autorin für den Schindluder, der allerorten mit Klischees getrieben wird und die eigene Achtsamkeit, diese im Schreiben zu vermeiden, doch war [...] die Lektüre der sich immer wieder in einsamen Monologen ergehenden Ich-Figuren dann mitunter doch recht mühsam.“[4]

Die Kritik bescheinigte ihr, „außergewöhnliche Erzähltexte, inhaltlich verschroben, hintergründig humorvoll, stilistisch schön und makellos“ zu verfassen.[3] Sie pflege „eine Sprache, die den Dingen ein beinahe magisches Eigenleben verleiht, und bedient sich in ihren skurrilen Dialogen auf fast Beckett‘sche Weise des absurden Humors“.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webpräsenz des Literaturverlags Droschl
  2. Geistlose Wissenschaften. Neue Zürcher Zeitung, 10. August 2013
  3. a b Drei Frauen und ein Landaufenthalt an der Grenze zum Surrealen. Oberösterreichische Nachrichten, 23. Auguste 2018
  4. Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2006. perlentaucher.de, abgerufen 13. Januar 2019
  5. Wolfgang Popp, ORF Ö1 Kulturjournal, 31. Juli 2018
  6. Webpräsenz des Ingeborg-Bachmann-Preises
  7. in: Online-Standard vom 13. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andrea Winkler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien