Andreas Behm

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Andreas Behm
Andreas Behm (GDR) 1985.jpg

Andreas Behm (1985)

Nationalität: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR (bis 1990)
Deutschland Deutschland
Verein: TSV 1860 Stralsund
Geburtsdatum: 28. November 1962
Geburtsort: Stralsund, DDR
Sterbedatum: 27. Dezember 2021
Sterbeort: Stralsund, Deutschland
Größe: 1,64 m
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 8 × Silbermedaille 4 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 5 × Goldmedaille 6 × Silbermedaille 8 × Bronzemedaille

Andreas Behm (* 28. November 1962 in Stralsund; † 27. Dezember 2021 ebenda[1]) war ein deutscher Gewichtheber in der Leichtgewichtsklasse.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann 1971 seine sportliche Laufbahn im Alter von 8 Jahren als Turner und wurde als 13-Jähriger wie sein Zwillingsbruder Mario Gewichtheber. Während sein Zwillingsbruder Mario verletzungsbedingt den Sport aufgab, gelang Andreas Behm bis zum Alter von 18 Jahren der Durchbruch.[2] Bis 2000 nahm er an zahlreichen sportlichen Wettkämpfen teil und stellte in diesem Zeitraum 21 Landesrekorde in der DDR und drei Weltrekorde auf. Andreas Behm startete für die BSG Motor Stralsund und den TSV 1860 Stralsund.

Nach einer OP im Jahr 1988 stand seine sportliche Karriere auf der Kippe.[3]

Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. Dafür erhielt er am 23. Juni 1993 das Silberne Lorbeerblatt.[4]

Eine Vizeweltmeisterschaft im Zweikampf und zwei Europameistertitel ergänzen seine Erfolgsliste. Letzter bedeutender Titelgewinn war die Deutsche Meisterschaft 1998 in Regen.[5] Andreas Behm gewann bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften 38 Medaillen und ist damit der erfolgreichste deutsche Gewichtheber.[6][7] Im Jahr 2000 verabschiedete sich Behm vom aktiven Leistungssport.

Andreas Behm lebte in Stralsund und trainierte die Jugendmannschaft des TSV 1860 Stralsund. Behm war verheiratet und Vater des Gewichthebers Robby Behm, den er trainierte. Andreas Behm starb Ende Dezember 2021 im Alter von 59 Jahren nach mehrjähriger Krebserkrankung in Stralsund.[1]

Erfolge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andreas Behm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stralsunder Gewichtheber-Legende Andreas Behm ist tot. In: Ostsee-Zeitung. 29. Dezember 2021, abgerufen am 30. Dezember 2021: „Tapfer hatte er sich mehrere Jahre gegen den Krebs in seinem Körper gewehrt, hat gekämpft, wie man es von ihm gewohnt war, hat sich selbst immer wieder Mut gemacht. … Er starb am Montagmorgen zu Hause bei seiner Frau in Garbodenhagen.“
  2. Andreas Behm im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Andreas Behm im Fokus / Statement aus dem Jahr 2010 zu seinem olympischen Wettkampf 1992 – Erstveröffentlichung im damaligen Sport-Online-Magazin für M-V „rostock-sport.de“
  4. Landesspoertbund Niedersachsen e. V., VIBSS: Der Bundespräsident und seine Aufgaben im Bereich des Sportes; „[…] am 23. Juni 1993 zeichnete Bundespräsident von Weizsäcker […] behinderte und nicht behinderte Sportler, und zwar die Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele 1992, mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus […]“
  5. Datenbank Gewichtheben des Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, Stand: 16. April 2012.
  6. TSV 1860 Stralsund – ein erfolgreicher Traditionsverein im Norden. (Memento vom 31. Juli 2012 im Internet Archive), abgerufen am 1. Mai 2012.
  7. Die Selbstveredelung des Andreas Behm: Ein Heber vom Urgestein zum Bernstein, nd-aktuell.de, 22. November 1995
  8. Datenbank
  9. Neues Deutschland. 1./2. September 1984, S. 4.