Andreas Bourani

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Andreas Bourani, live (2014)

Andreas Bourani (* 2. November 1983 in Augsburg geboren und aufgewachsen als Andreas Stiegelmair[1]) ist ein deutscher Liedermacher.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bourani ist Sohn vermutlich nordafrikanischer Eltern, der adoptiert wurde und seine leiblichen Eltern nie kennenlernte.[2][3] In seine neue Familie kam er eine Woche nach seiner Geburt.[4] Er wuchs im Augsburger Stadtteil Bergheim mit zwei Schwestern[5] auf und wurde am musischen Zweig des Gymnasiums bei St. Stephan unterrichtet. Seine Mutter ist Lehrerin.[6] In seiner Kindheit war er Ministrant.[7] Inzwischen ist er jedoch aus der katholischen Kirche ausgetreten.[7] Die Schulzeit beendete er vor dem Abitur[8] in der 12. Klasse.[9] Neben dem Gymnasium besuchte er die private Augsburger Musikschule Downtown Music Institute, wo er unter anderem Gesangsunterricht bekam.[10] Er lebte zeitweise in München und zog 2007[11] nach Berlin in den Ortsteil Prenzlauer Berg.[12]

2003 nahm er unter dem Namen Andreas Stiegelmair an der ZDF-Castingshow Die Deutsche Stimme 2003 teil.[13][14]

Nachdem er mehrere Jahre auf kleinen Bühnen gespielt hatte, erhielt er 2010 einen Plattenvertrag bei Universal Music. Er trat im Vorprogramm der Touren des Sängers Philipp Poisel und der Musikgruppe Culcha Candela auf. Radiosender wie Bayern 3, Fritz, 1 Live oder SWR3 nahmen Bouranis Lieder in ihr Programm auf.

Im Mai 2011 spielte Andreas Bourani im Vorprogramm von Aura Dione auf dem 33. Evangelischen Kirchentag. Am 20. Mai 2011 erschien Bouranis Debütsingle Nur in meinem Kopf. Am 10. Juni 2011 folgte die Veröffentlichung seines Debütalbums Staub & Fantasie, dessen Musik er zusammen mit Gitarrist Julius Hartog schrieb. Das Studioalbum spielten neben Bourani und Hartog der Bassist Ralph Rieker und der Schlagzeuger Jürgen Stiehle, beide von der Band Die Happy, sowie der Pianist Arne Augustin ein.

Im September 2011 trat Bourani beim Bundesvision Song Contest für Bayern an. Er sang das Lied Eisberg, das als zweite Single aus dem Album Staub & Fantasie ausgekoppelt wurde, und belegte den zehnten Platz. Im Oktober 2011 und im März 2012 ging Bourani mit seinem Debütalbum auf Deutschlandtournee. Im Dezember 2011 erhielt die Single Nur in meinem Kopf für 150.000 verkaufte Einheiten eine Goldene Schallplatte in Deutschland.[15]

Am 30. März 2012 veröffentlichte Bourani den Titel Wunder als dritte und letzte Singleauskopplung seines Debütalbums. 2012 trat Bourani im Vorprogramm der Lichter der Stadt Tour 2012 der Band Unheilig auf, mit der er am 31. August 2012 das Lied Wie wir waren veröffentlichte.

Im April 2013 war Bourani für den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie Text Pop nominiert.[16]

Am 25. April 2014 erschien seine fünfte Single Auf uns als Vorabveröffentlichung des Albums Hey, das am 9. Mai 2014 erschien. Das Lied stieg auf Platz eins der deutschen Single-Charts ein. Die ARD machte das Lied im Juni zum WM-Song für ihre Berichterstattung von der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.[17] Nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Finale wurde das Lied im Maracanã-Stadion gespielt und beim Empfang der Spieler nach der Rückkehr auf der Fanmeile in Berlin trat Bourani damit live auf.[18] Auf uns untermalt außerdem den TV- und Kino-Werbespot für 50 Jahre Aktion Mensch.[19][20]

Am 21. September 2014 startete Bourani mit dem Lied Auf anderen Wegen zum zweiten Mal als Teilnehmer für Bayern beim Bundesvision Song Contest. Er belegte den sechsten Platz. Bouranis bislang letzte Singleauskopplung Ultraleicht erschien am 3. Juli 2015. Im August 2015 erschien eine gemeinsame Single mit Sido. Mit der Kollaboration Astronaut erreichte Bourani zum zweiten Mal Position eins der deutschen Charts. Am 30. Oktober 2015 erschien mit Hey (Live) das erste Livealbum von Bourani.

Im Jahr 2015 war Bourani als Coach in der fünften Staffel der TV-Casting-Show The Voice of Germany zu sehen. Teilnehmer aus seinem Team belegten nach Telefonabstimmung den zweiten und dritten Platz der Sendung. 2016 gewann er mit Tay Schmedtmann, einem Kandidaten aus seinem Team, die 6. Staffel der Sendung.[21]

Tourneen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2011 Staub & Fantasie 23 Gold
(20 Wo.)
27
(10 Wo.)
22
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juni 2011
Verkäufe: + 100.000
2014 Hey 3 3-fach-Platin
(… Wo.)
3 Doppelplatin
(81 Wo.)
3
(105 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2014
Verkäufe: + 630.000

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Synchronsprecher

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ECHO Pop
    • 2015: in der Kategorie Radio-ECHO (Auf uns)
    • 2016: in der Kategorie Künstler national Rock/Pop (Hey)
  • Radio Regenbogen Award
    • 2011: in der Kategorie Newcomer des Jahres
    • 2015: in der Kategorie Song des Jahres (Auf uns)
  • Bambi
    • 2015 für Musik National

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas Bourani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Andreas Bourani. Der Sommer seines Lebens. Bonner General-Anzeiger vom 11. August 2014
  2. Martina Kausch: Wie Andreas Bourani den Hit der Fußball-WM landete. In: Die Welt, 13. Juli 2014, abgerufen am 7. September 2015: „Alter, Lebensumstände, Nationalität der Eltern – alles ist unbekannt. ‚Nubien, Ägypten, Tunesien kommen als Heimatgebiete infrage, aber es gibt keine Details.‘“
  3. Volker Tackmann: „Meine leibliche Mutter hat für mich kein Gesicht“. In: Bild, 1. Juni 2014, abgerufen am 7. September 2015: „Da gab es bei mir nur einen vagen Hinweis auf Nordafrika, mehr nicht.“
  4. Katrin Schwarze-Reiter, "Ich hatte extrem viel Glück", in: Magazin Schule Nr. 1, Februar/März 2015, S. 16.
  5. http://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/579034/andreas-bourani-vom-oben-ohne-model-zum-wm-star-10-fakten
  6. http://www.ardmediathek.de/tv/Inas-Nacht/Andreas-Bourani-bei-Inas-Nacht/Das-Erste/Video?documentId=31284368&bcastId=3411450
  7. a b Interview mit Andreas Bourani, auf www.speektable.de, abgerufen am 12. Juli 2016
  8. http://www.ardmediathek.de/tv/Inas-Nacht/Andreas-Bourani-bei-Inas-Nacht/Das-Erste/Video?documentId=31284368&bcastId=3411450
  9. Katrin Schwarze-Reiter, "Ich hatte extrem viel Glück", in: Magazin Schule Nr. 1, Februar/März 2015, S. 16.
  10. Katrin Schwarze-Reiter, "Ich hatte extrem viel Glück", in: Magazin Schule Nr. 1, Februar/März 2015, S. 16.
  11. http://www.jupa-paderborn.de/meldung/andreas-bourani.php
  12. http://www.jupa-paderborn.de/meldung/andreas-bourani.php
  13. Musik-Album „Die Deutsche Stimme 2003“ mit dem Lied „König für eine Nacht“ von Andreas Stiegelmair
  14. Wiebke Brauer: Casting-Show im ZDF: Der Güte-Siegel. In: Spiegel Online, 19. September 2003.
  15. Liste Schallplattenauszeichnungen
  16. Kategorien und Nominierte. musikautorenpreis.de, abgerufen am 27. Mai 2013.
  17. Andreas Bourani: „Auf uns“ wird WM-Song der ARD, Renzo Wellinger, Musikmarkt, 6. Juni 2014
  18. Fußball-WM 2014: Meisterfeier mit Andreas Bourani und Helene Fischer, Gunnar Leue, Musikmarkt, 15. Juli 2014
  19. YouTube: Aktion Mensch TV-Spot: 50 Jahre Aktion Mensch
  20. Aktion Mensch: Interview mit Andreas Bourani
  21. The Voice of Germany. In: www.the-voice-of-germany.de. 23. Mai 2013 (the-voice-of-germany.de [abgerufen am 19. Dezember 2016]).