Andreas Brandhorst

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Andreas Brandhorst (* 26. Mai 1956 in Sielhorst, Rahden) ist ein deutscher Schriftsteller, der auch als Übersetzer tätig gewesen ist und unter anderem die meisten Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett ins Deutsche übertragen hat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984 wanderte er nach Italien aus, wo er verheiratet mit einer Italienerin in der Nähe von Venedig lebte. Nach der Scheidung kehrte er 2013 nach Deutschland zurück. Er lebt seit Oktober 2022 in Haselünne im Emsland.[1]

Sein Werk als Autor lässt sich in zwei Phasen einteilen. Während der ersten Phase von 1975 (Verkauf des ersten Romans, erschienen als Die Unterirdischen im Zauberkreis Verlag) bis 1988 schrieb Andreas Brandhorst hauptsächlich Heftromane. In dieser Zeit gehörte er dem Autorenteam der Terranauten-Serie an. Es entstanden auch der gemeinsam mit Horst Pukallus verfasste Roman In den Städten, in den Tempeln, die Akasha-Trilogie (ebenfalls mit Horst Pukallus) und die Feuerstraßen-Trilogie.

Es folgte eine etwa 15 Jahre lange Pause als Autor, in der Andreas Brandhorst vor allem übersetzte. Seine zweite Phase als Autor begann 2003 mit der Arbeit an Diamant, dem ersten Kantaki-Roman, der 2004 erschien. Seine sechs Romane um die außerirdischen Kantaki (bekannt als Diamant-Trilogie und Graken-Trilogie) verschafften ihm den Durchbruch und seither sind breit angelegte Zukunftsvisionen, oft gepaart mit einem Thrillerplot, zu seinem Markenzeichen geworden. Die Reihe Das Erwachen, Die Eskalation und Mars Discovery beschäftigt sich mit dem Thema künstliche Intelligenz (in den Romanen als Maschinenintelligenz bezeichnet).[2]

Die Planktonfischer wurde 1983 als beste Kurzgeschichte mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet.[3] Ebenfalls den Kurd-Laßwitz-Preis erhielten seine Romane Das Schiff 2016[4] und Omni 2017[5]. Für seine Romane Das Artefakt und Das Schiff erhielt er 2013 und 2016 den Deutschen Science Fiction Preis.[6] Hinzu kommen zahlreiche Nominierungen für verschiedene Preise der fantastischen Literatur.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akasha-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(mit Horst Pukallus)

  1. Die Renegatin von Akasha, 1986, ISBN 3-548-31130-X
  2. Der Attentäter, 1986, ISBN 3-548-31131-8
  3. Das Exil der Messianer, 1986, ISBN 3-548-31135-0

Im-Zeichen-der-Feuerstraße-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dürre, 1988, ISBN 3-404-22108-7
  2. Flut, 1988, ISBN 3-404-22109-5
  3. Eis, 1988, ISBN 3-404-22110-9

Kantaki-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diamant-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diamant, 2004, ISBN 3-453-87901-5
  2. Der Metamorph, 2004, ISBN 3-453-52009-2
  3. Der Zeitkrieg, 2005, ISBN 3-453-52102-1

Graken-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Feuervögel, 2006, ISBN 3-453-52206-0
  2. Feuerstürme, 2007, ISBN 3-453-52236-2
  3. Feuerträume, 2008, ISBN 3-453-52299-0

Omniversum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschinenintelligenz-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Erwachen, 2017, ISBN 978-3-492-06080-6
  2. Die Eskalation, 2020, ISBN 978-3-492-06185-8
  3. Mars Discovery, 2021, ISBN 978-3-492-70513-4

Die Terranauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Andreas Weiler, siehe Die Terranauten

Perry Rhodan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Exodus der Generationen (Lemuria, Band 3), Heyne Taschenbücher (2004)
  • Die Trümmersphäre (PAN-TAU-RHA, Band 2), Heyne Taschenbücher (2006)
  • Wiege der Menschheit (Perry-Rhodan-Heftroman Nr. 3005), Pabel-Moewig (2019)

Weitere Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://twitter.com/andbrandhorst/status/1600754743617687552. Abgerufen am 20. Dezember 2022.
  2. Eine große Geschichte. In: Andreas Brandhorst. 21. Februar 2021, abgerufen am 24. März 2021 (deutsch).
  3. KLP 1983. Abgerufen am 24. März 2021.
  4. KLP 2016. Abgerufen am 24. März 2021.
  5. KLP 2017. Abgerufen am 24. März 2021.
  6. Die Preisträger | Deutscher Science-Fiction-Preis (DSFP). Abgerufen am 24. März 2021 (deutsch).