Andreas Brehme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andreas Brehme
Andreas Brehme.jpg
Andreas Brehme im Jahre 2005
Personalia
Geburtstag 9. November 1960
Geburtsort Hamburg-BarmbekDeutschland
Größe 176 cm
Position Linksverteidiger, Defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1965–1978 Barmbek-Uhlenhorst
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1978–1980 Barmbek-Uhlenhorst 66 (10)
1980–1981 1. FC Saarbrücken 36 0(3)
1981–1986 1. FC Kaiserslautern 154 (34)
1986–1988 FC Bayern München 59 0(7)
1988–1992 Inter Mailand 116 (11)
1992–1993 Real Saragossa 24 0(1)
1993–1998 1. FC Kaiserslautern 120 0(9)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1980–1981 Deutschland U-21 3 0(0)
1983–1984 Olympia-Auswahlmannschaft 10 0(2)
1984–1994 Deutschland 86 0(8)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2000–2002 1. FC Kaiserslautern
2004–2005 SpVgg Unterhaching
2005–2006 VfB Stuttgart (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Andreas „Andi“ Brehme (* 9. November 1960 in Hamburg-Barmbek) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Sein größter Erfolg während seiner aktiven Zeit war der Gewinn der Weltmeisterschaft 1990, bei der er im Finale den Elfmeter zum Siegtreffer verwandelte.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brehme hatte seine Laufbahn beim Hamburger Amateurverein HSV Barmbek-Uhlenhorst begonnen, bevor er 1980 zum Profiklub 1. FC Saarbrücken und ein Jahr später zum 1. FC Kaiserslautern wechselte. Danach war er als Abwehr- und Mittelfeldspieler für den FC Bayern München, Inter Mailand, Real Saragossa und wiederum für Kaiserslautern aktiv.[1] Die Ablösesumme in Höhe von 2 Millionen DM, die Bayern München 1986 an Kaiserslautern zahlte, um Brehme zu verpflichten, war die bis dahin höchste Summe für einen deutschen Spielertransfer innerhalb der Bundesliga.[2]

Erfolge als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem FC Bayern gewann Brehme 1987 die deutsche Meisterschaft, mit dem FC Kaiserslautern sowohl 1996 den DFB-Pokal als auch als Bundesligaaufsteiger 1998 die deutsche Meisterschaft. 1998 beendete er seine Karriere als Fußballspieler.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der A-Nationalmannschaft spielte er von 1984 bis 1994 in 86 Länderspielen und erzielte dabei acht Treffer.[3] Fünf davon schoss er bei Welt- (4) und Europameisterschaften (1), darunter drei bei WM-Halbfinal- und Finalspielen. Brehme nahm an den Weltmeisterschaften 1986, 1990 und 1994 teil. Der Höhepunkt seiner Laufbahn war der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1990, bei der er im Finale gegen Argentinien mit seinem Elfmetertor fünf Minuten vor Ende des Spiels den entscheidenden Treffer erzielte. Damit ist er der einzige Spieler, der ein WM-Finale durch einen Strafstoß in der regulären Spielzeit entschieden hat.

Seine besondere Stärke war seine Beidfüßigkeit. Schoss er beispielsweise 1986 bei der WM im Viertelfinale gegen Mexiko seinen Elfmeter mit links, so verwandelte er den Elfmeter im WM-Finale 1990 in Rom mit seinem rechten Fuß flach ins linke Eck (nach einem umstrittenen Foul von Roberto Néstor Sensini an Rudi Völler im Strafraum).

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1999 erwarb er an der Sportschule Hennef in einem Sonderlehrgang für besonders verdiente Nationalspieler die A-Trainerlizenz (Teilnehmerliste: Doris Fitschen, Bettina Wiegmann, Krassimir Balakow, Andreas Brehme, Guido Buchwald, Dieter Eilts, Bernd Hölzenbein, Eike Immel, Manfred Kaltz, Jürgen Klinsmann, Andreas Köpke, Jürgen Kohler, Stefan Kuntz, Pierre Littbarski, Joachim Löw, René Müller, Stefan Reuter, Matthias Sammer und Andreas Zachhuber).

Vom 6. Oktober 2000 bis zum 25. August 2002 war Brehme Teammanager beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. In seiner zweiten Saison bei Kaiserslautern egalisierte die Mannschaft den Start-Rekord des FC Bayern München (aus der Saison 1995/96) von sieben Siegen in Folge. In der Folge eines Steuerskandals im Verein wurde Brehme nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Friedrich entlassen. In der Saison 2004/05 trainierte er den Zweitligisten SpVgg Unterhaching. Dort trat er am 11. April 2005 zurück.

Beim VfB Stuttgart begann Brehme am 24. Juni 2005, als Co-Trainer unter Giovanni Trapattoni zu arbeiten. Aufgrund eines schlechten Rückrundenstartes wurde er mit dem gesamten Trainerstab am 9. Februar 2006 von seinen Aufgaben freigestellt.

Nach der Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brehme war für den DFB als Botschafter tätig und leitete die Aktion 1000 Mini-Spielfelder für Kinder und Jugendliche.[4] Andreas Brehme lebt in München und Kitzbühel.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Andreas Brehme – Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 16. Juli 2015. Abgerufen am 24. Juli 2015.
  2. Hinweis in: Toni Schumacher, Anpfiff, München 1987, S. 219.
  3. Matthias Arnhold: Andreas Brehme – Goals in International Matches. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 16. Juli 2015. Abgerufen am 24. Juli 2015.
  4. Hinweis in: RevierSport 10/2013, S. 25.
  5. Elf Fußball-Legenden und eine Trainer-Ikone (Memento des Originals vom 23. November 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fr.de