Andreas G. Weiß

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Andreas G. Weiß, Vortrag in Salzburg, 2019.

Andreas Georg Weiß (* 25. September 1986 in Schwarzach im Pongau) ist ein österreichischer römisch-katholischer Theologe, Philosoph, Erwachsenenbildner und Autor.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Reifeprüfung (Matura) am Missionsprivatgymnasium St. Rupert in Bischofshofen (Land Salzburg) studierte Weiß an der Universität Salzburg Katholische Theologie, Religionspädagogik und Philosophie. Dem Abschluss des Philosophiestudiums in Salzburg (2010) folgte ein Auslandsstudienjahr an der US-amerikanischen Missouri State University in Springfield (Missouri). Nach seiner Rückkehr 2012 und dem Abschluss des Theologiestudiums folgte eine Projektmitarbeit bei Gregor Maria Hoff an der Universität Salzburg (bis Ende 2015).[2] Seit dieser Zeit befasst sich Weiß mit den Themenfeldern und Wechselbeziehungen von Theologie, Religionen, Gesellschaft und Politik. Ebenfalls seit 2012 ist er freier Autor für die österreichische Wochenzeitung Die Furche,[3] insbesondere zur US-amerikanischen Religionspolitik und religiösen Gegenwartsfragen, und als Erwachsenenbildner an der Volkshochschule Salzburg[4] sowie in lokalen Einrichtungen tätig. Weiß schreibt regelmäßig Beiträge für die Salzburger Nachrichten[5] sowie online-Medien.[6]

Zwischen 2012 und 2016 folgten weitere, längere Forschungs- und Lehraufenthalte in den Vereinigten Staaten, besonders am US-amerikanischen „Bible Belt“, im Mittleren Westen und an weiteren Hochschulen. 2013 erhielt Weiß einen Lehrauftrag an der Missouri State University für Religion in America.

Seit 2016 ist Weiß im Katholischen Bildungswerk Salzburg als Fachreferent für theologische und religiöse Bildung, für Bildungsmanagement sowie als Ansprechpartner für lokale Bildungseinrichtungen der Erzdiözese Salzburg angestellt[7] und als Vortragender und Autor im ganzen deutschsprachigen Raum aktiv.[8]

2018 promovierte Weiß mit der Dissertation Der politische Raum der Theologie an der Universität Salzburg (Fundamentaltheologie und Dogmatik).[9] Seine Abschlussarbeit wurde 2019 im Aschendorff Verlag publiziert[10] und fand äußerst positive Resonanz.[11] Weite mediale Beachtung fand sein 2019 veröffentlichtes Buch Trump. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben,[12] in dem sich Weiß mit der Rolle der US-amerikanischen Zivilreligion bei der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten 2016 auseinandersetzt.[13]

2020 erschien sein neuestes Buch Glaubensdämmerung,[14] in dem er das Phänomen menschlichen Glaubens im 21. Jahrhundert behandelt.[15]

Mitgliedschaften und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Preisträger des Würdigungspreises des österreichischen Bundesministers für Wissenschaft und Forschung für außerordentliche Studienerfolge
  • 2012: 1. Platz und Preisträger des Publikumspreises für wissenschaftliche Kommunikation der Salzburger Hochschulwochen

Andreas G. Weiß ist Mitglied der American Academy of Religion (AAR) sowie der Görres-Gesellschaft.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien:

  • Person und Geist. Historische, methodische und konzeptionelle Implikationen der philosophischen Anthropologie von Max Scheler, VDM Verlag, Saarbrücken 2010. ISBN 978-3639319675 (= Diplomarbeit f. Philosophie)
  • Der unliebsame Gesprächspartner. Das "Religiöse" als Teil gesellschaftlicher und politischer Identitätsdiskurse des 21. Jahrhunderts (JBW Arbeitspapiere Nr. 35), Salzburg 2018. ISBN 978-3902876287
  • Trump. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Was wir nie für möglich hielten, hat uns schon verändert, Patmos Verlag, Ostfildern 2019. ISBN 978-3843611398
  • Der politische Raum der Theologie. Entwurf einer inkarnationstheologischen Ereignistheologie als Antwort auf Radical Orthodoxy, Aschendorff Verlag, Münster 2019. ISBN 978-3402134252 (= Dissertation)
  • Glaubensdämmerung. Was wir glauben, wenn wir glauben, Verlag Klöpfer, Narr, Tübingen 2020. ISBN 978-3749610235

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas G. Weiß. Abgerufen am 16. September 2020.
  2. Curriculum Vitae an der Uni Salzburg. 2012, abgerufen am 13. September 2020.
  3. Artikel in der Furche seit 2012. Abgerufen am 13. September 2020.
  4. VHS Salzburg, Studienzirkel. Abgerufen am 26. August 2020.
  5. Salzburger Nachrichten: "Trump hat keine Ideale". Abgerufen am 16. September 2020.
  6. dr. andreas g. weiß, Autor bei y-nachten.de. In: y-nachten.de. Abgerufen am 17. September 2020 (deutsch).
  7. Andreas G. Weiß im Team des KBW Salzburg. Abgerufen am 8. September 2020.
  8. Pegnitz-Zeitung: Ein Prediger prägte Trump. In: N-LAND. 8. Dezember 2019, abgerufen am 18. September 2020 (deutsch).
  9. Dissertationen - Universität Salzburg. Abgerufen am 16. September 2020.
  10. Der politische Raum der Theologie | Entwurf einer inkarnationstheologischen Ereignistheologie als Antwort auf Radical Orthodoxy | Weiß, Andreas G. | Aschendorff Verlag Online-Shop - Bücher & Fachzeitschriften. Abgerufen am 16. September 2020.
  11. Patrick Becker: Weiß, Andreas G.: Der politische Raum der Theologie. Entwurf einer inkarnationstheologischen Ereignistheologie als Antwort auf Radical Orthodoxy. In: Theologische Revue. Band 116, 20. Juli 2020, ISSN 2699-5433, doi:10.17879/thrv-2020-2839 (uni-muenster.de [abgerufen am 17. September 2020]).
  12. Trump und die Zivilreligion der USA. Abgerufen am 16. September 2020.
  13. Buch: Trump als Gefahr für US-Zivilreligion. 24. April 2019, abgerufen am 16. September 2020.
  14. Bernd Sonneck: Glaubensdämmerung. Abgerufen am 16. September 2020 (deutsch).
  15. Die FURCHE: Auf der Suche nach dem Glauben. Abgerufen am 16. September 2020.