Andreas Knieriem

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Andreas Knieriem mit Eisbärin Giovanna, Tierpark Hellabrunn 2011

Andreas Knieriem (* 26. August 1965) ist ein deutscher Veterinärmediziner und Zoodirektor. Seit April 2014 ist er Direktor des Zoologischen Gartens sowie des Tierparks in Berlin. Von 2009 bis 2014 war er Direktor und Vorstand der Münchener Tierpark Hellabrunn AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1988 bis 1989 arbeitete Knierim als wissenschaftlicher Assistent in der Zoo Duisburg AG. Während seines Studiums der Tiermedizin, u. a. in Berlin, arbeitete Knieriem als tierärztlicher Hospitant in verschiedenen Zoos. Seine Doktorarbeit verfasste er zum Thema Vergleichende histopathologische Untersuchungen an Atlantischen Weißseitendelphinen – ein Beitrag zur Todesursache von Delphinen beim sogenannten Beifang. Im Rahmen einer Promotionsarbeit über vergleichende Delphinpathologie arbeitete Knieriem als Doktorand am Institut Pathologie, Bethesda Krankenhaus, in Duisburg.

Von 1995 bis 1996 arbeitete Andreas Knieriem als stellvertretender Tierarzt der Zoo Duisburg AG. Von 1996 bis Oktober 2009 war er Leitender Tierarzt und stellvertretender Zoologischer Leiter im Zoo Hannover. Als Kurator für Elefanten, Nashörner, Primaten, Raubtiere und wasserlebende Säugetiere war er außerdem EEP-Koordinator und Internationaler Zuchtbuchführer für den Drill (Mandrillus leucophaeus). In der Zoo Hannover GmbH arbeitete er maßgeblich am Umbau zum Erlebnis-Zoo mit.[1]

Seit 2009 war Knieriem bei der Münchener Tierpark Hellabrunn AG tätig:[2] Von November 2009 bis Januar 2011 fungierte er als Zoologischer Direktor und Vorstandsvorsitzender im Münchner Tierpark Hellabrunn. Von Juli 2011 bis März 2014 war er Direktor/CEO und alleiniger Vorstand in Hellabrunn. Unter seinem Management konnte sich der Münchner Zoo in Anthony Sheridans europaweitem Zooranking von Platz 12 (2011) auf Platz 4 (2013) verbessern.[3] Federführend hat Knieriem in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Tierpark-Architekten und Zoologen innerhalb eines Jahres den Ziel- und Entwicklungsplan für Hellabrunn erstellt.

Am 19. September 2013 gab der Aufsichtsrat der Zoologischer Garten Berlin AG bekannt, dass Knieriem zum Nachfolger des scheidenden Direktors Bernhard Blaszkiewitz benannt worden ist.[4] Am 1. April 2014 trat er die Position als Direktor von Zoo und Tierpark Berlin an.[5]

Andreas Knieriem ist verheiratet und hat eine Tochter.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

  • Vergleichende histopathologische Untersuchungen an Atlantischen Weißseitendelphinen. Dissertation, Freie Universität Berlin, Berlin 1997, DNB 950510823.
  • mit Manuel García Hartmann: Comparative histopathology of lungs from by caught Atlantic White Sided Dolphins (Leucopleurus acutus). In: Aquatic Mammals, 27. Jg., Nr. 2, 2001, S. 73–81 (PDF; 1,1 MB).
  • mit M. Peters, P. Wohlsein, G. Schares: Neospora caninum infection associated with stillbirths in captive antelopes (Tragelaphus imberbis). In: Veterinary Parasitology, 97. Jg., Nr. 2, 22. Mai 2001, PMID 11358631, S. 153–157.
  • International Studbook for Drill. Mandrillus leucophaeus. Zoo Hannover, Hannover 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Astrid Becker: Tierarzt wird Chef von Hellabrunn. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010. Abgerufen am 1. März 2014.
  2. Johannes Welte: Der neue Chef von Hellabrunn. In: tz, 20. Februar 2010. Abgerufen am 1. März 2014.
  3. Top-Wertung für Hellabrunn bei europaweitem Zooranking. Pressemitteilung des Tierparks Hellabrunn auf der Website Parkscout.de, 13. August 2013. Abgerufen am 1. März 2014.
  4. Fatina Keilani, Christoph Stollowsky: Der mit den Elefanten tanzt. In: Der Tagesspiegel, 19. September 2013. Abgerufen am 1. März 2014.
  5. „Berlin hat einen neuen Zoodirektor“. rbb-online, April 2014.