Andreas Kraß

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Andreas Kraß (* 2. Oktober 1963 in Schermbeck) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler mit Schwerpunkt auf germanistischer Mediävistik und Queer Theory bzw. Gender Studies.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraß wurde 2004 als Professor für Ältere Deutsche Literatur an die Goethe-Universität in Frankfurt am Main berufen. Dort war er Mitglied des Cornelia Goethe Centrums für die Erforschung der Geschlechterverhältnisse. Seit dem Wintersemester 2012/13 ist er Professor für Ältere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort ist er Mitglied des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterforschung. Kraß leitet seit 2012 die Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Kraß gab 2003 den Sammelband Queer Denken heraus, der erstmals Basistexte der amerikanischen Queer Theory (u.a. von Eve Kosofsky Sedgwick, David Halperin, Teresa de Lauretis und Gayle Rubin) in deutscher Übersetzung publizierte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien:

  • Stabat mater dolorosa. Lateinische Überlieferung und volkssprachliche Übertragungen im deutschen Mittelalter. Fink, München 1998, ISBN 3-7705-3240-6 (Dissertation, Universität München, 1994; online).
  • Geschriebene Kleider. Höfische Identität als literarisches Spiel. Francke, Tübingen 2006, ISBN 3-7720-8129-0 (Habilitationsschrift, Universität München, 2002/03).
  • Meerjungfrauen. Geschichten einer unmöglichen Liebe. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2010, ISBN 978-3-10-038195-8.
  • "Meine erste Geliebte". Magnus Hirschfeld und sein Verhältnis zur schönen Literatur. Wallstein Verlag, Göttingen, 2013, ISBN 978-3-8353-1263-0.
  • Ein Herz und eine Seele. Geschichte der Männerfreundschaft. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2016, ISBN 978-3-10-397206-1.

Herausgeberschaften:

  • (mit Alexandra Tischel) Bündnis und Begehren. Ein Symposium über die Liebe. Erich Schmidt, Berlin 2002, ISBN 3-503-06146-0.
  • Queer denken. Gegen die Ordnung der Sexualität. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-12248-7.
  • (mit Thomas Frank) Tinte und Blut. Politik, Erotik und Poetik des Martyriums. Fischer, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-596-18019-6.
  • Queer Studies in Deutschland. Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Heteronormativitätsforschung. Trafo, Berlin 2009, ISBN 978-3-89626-725-2.
  • (mit Judith Klinger) Tiere: Begleiter des Menschen in der Literatur des Mittelalters. Böhlau, Köln 2016, ISBN 978-341-250582-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]