Andreas Malessa

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Andreas Malessa, 2016

Andreas Malessa (* 10. Juli 1955) ist ein deutscher Hörfunkjournalist in der ARD, evangelisch-freikirchlicher Theologe, Buchautor satirischer Kurzgeschichten, Referent und Moderator auf Veranstaltungen mit religiös-kulturellen, kirchlichen und sozialethischen Themen. 2015 hat er mit Hier stehe ich, es war ganz anders. Irrtümer über Luther einen Bestseller über den deutschen Reformator Martin Luther geschrieben und populäre Aussagen und Ereignisse korrigiert.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malessa ist der älteste Sohn eines Baptistenpastors, er hat zwei jüngere Schwestern und ist in verschiedenen Städten Deutschlands aufgewachsen, wo sein Vater jeweils Pastor war. 1970 entschied er sich nach einem Vortrag des CVJM-Sekretärs Wolfgang Dyck, einen Beruf zu wählen, der der Kommunikation des Evangeliums dienen soll. 1972 im Alter von 17 Jahren moderierte er seine erste wöchentliche Radiosendung. Von 1972 bis 1991 bildete er mit Arno Backhaus das Duo Arno & Andreas und veröffentlichte sechs LPs/CDs unter der musikalischen Leitung des Produzenten Dieter Falk. Nach dem Abitur 1974 studierte er am Theologischen Seminar Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und an der Universität Hamburg Theologie, unter anderem bei Helmut Thielicke. 1980 wurde er ordinierter Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, wo er für Jugendarbeit, Hörfunk und Fernsehen freigestellt wurde.

Er war 1982 bis 2013 als Hörfunkjournalist für Deutschlandradio Kultur und den Hessischen Rundfunk tätig und von 1991 bis 2015 als Dokumentarfilmer beim SWR Stuttgart tätig. Als TV-Moderator bekannt wurde er durch Talk-Formate und Magazinsendungen wie „Um Himmels Willen“, „Um Elf“, „Lebensfragen“ und „Südwest Extra“. Daneben moderierte er 12 Jahre lang live an jedem Sonn- und Feiertag die „Songs um Acht“ auf SDR 3. Für verschiedene Zeitschriften schreibt er Reportagen aus der Dritten Welt und Satiren, tritt als Referent für religiös-kulturelle, sozialethische und kirchliche Themen in rund 100 Veranstaltungen pro Jahr auf. Seine bekanntesten Bücher sind „Kleines Lexikon religiöser Irrtümer“, „Mein Herz in Afrika“ und „Was gibt`s da zu lachen?“ 2013 schrieb er zusammen mit dem norwegischen Komponisten Tore W. Aas das Gospelchor-Musical „Amazing Grace“. 2019 folgte das Musical "Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt" (mit Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken).

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malessa ist seit 1978 mit Edeltraud Malessa verheiratet, er hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Hochdorf bei Stuttgart.[2][3]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der neue Sound. Christliche Popmusik – Geschichte und Geschichten, R. Brockhaus, Wuppertal 1980, ISBN 3-417-20297-3
  • Freudigkeit und Glaubensfrucht. Ein frommdeutsches Wörterbuch, Oncken-Verlag, Kassel 1992. – Überarbeitete und erweiterte Ausgabe: Das frommdeutsche Wörterbuch. Jetzt verstehe ich die Christen!, ebd. 2002.
  • Kleines Lexikon religiöser Irrtümer, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2006, ISBN 978-3-579-06513-7.
  • Altherrensommer. Männer in der Drittlife-Krise, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2012, ISBN 978-3-579-06663-9.
  • Hier stehe ich, es war ganz anders. Irrtümer über Luther (Illustrator: Thees Carstens), Hänssler Verlag, Witten 2015, ISBN 978-3-775156103 (mehrere Auflagen).
  • Als Christ die AfD unterstützen?, Brendow Verlag, Moers 2017, ISBN 978-3-86506-980-1.
  • Einen Airbag für die Seele, bitte! Was tun gegen die Angst?, Brunnen Verlag, Gießen 2020, ISBN 978-3-7655-2098-3.
  • 111 Bibeltexte, die man kennen muss, Deutsche Bibelgesellschaft, Köln 2021, ISBN 978-3-438-04836-3.
als Mitautor
  • mit Ulrich Giesekus: Vergeben kann man nicht müssen. Weiterleben, wenn Unverzeihliches passiert. Reale Fälle, Brunnen Verlag, Gießen 2005, ISBN 3-7655-1352-0.
  • mit Hanna Schott: Warum sind Sie reich, Herr Deichmann?, SCM R. Brockhaus, Wuppertal 2006, ISBN 3-417-24953-8.
  • mit Ulrich Giesekus: Männer sind einfach, Brunnen Verlag, Gießen 2007.
  • mit Nick Page: Lobpreis wie Popcorn?, SCM R. Brockhaus, Wuppertal 2008, ISBN 978-3-417-26233-9.
  • mit Harald Orth: Kompliziert sind nur die anderen. 49 Impulse für heile Beziehungen, Brunnen Verlag, Gießen 2018, ISBN 978-3-7655-2089-1.

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Täglich vierfach balancieren. In: Die schnellen Botschafter, hrsg. von Klaus Wölfle, R. Brockhaus, Wuppertal 1989.
  • Machtworte des Zeitgeistes: Spaß. In: Machtworte des Zeitgeistes, hrsg. von Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse, Echter Verlag, Würzburg 2001.
  • Geil und geizig: Der Stolz. In: Todsünden als Gebot der Stunde, hrsg. von Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse, Echter Verlag, Würzburg 2004.
  • Warum hat Lisa Krebs? In: Kinder brauchen Religion, hrsg. von Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse, Echter Verlag, Würzburg 2006.
  • Es rauschten leis’ die Wälder: Heimattümelei. In: Wissen, wo man hingehört, hrsg. von Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse, Echter Verlag, Würzburg 2006.
  • So kann ich glauben, dass ich geschaffen bin. In: Wie kann ich glauben?, hrsg. von Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse, Claudius Verlag, München 2009.
  • Größe und Reife statt Sack und Asche. In: Beffchen, Bibel, Butterkuchen. Expedition ins evangelische Leben, hrsg. von Petra Schulze, Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-938704-85-1 (Edition Chrismon).
  • Gott als Schöpfer. Bibel und Evolutionslehre? In: Religion und Gesellschaft. Zur Aktualität einer unbequemen Beziehung, hrsg. von Volker Bernius, Klaus Hofmeister und Peter Kemper, Verlag der Weltreligionen bei Insel-Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-458-72017-1.

Erzählungen und Satiren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wir jungen Alten. Die Abenteuer des Franz Rudolf Frührentner, Kreuz-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-7831-1802-6.
  • Rette sich, wer Rente kriegt, Kreuz-Verlag Stuttgart 2005, ISBN 3-7831-2615-0.
  • Babylon ist überall. Pfarrer Gotthelfs gesammelte Sprachverwirrungen, Kreuz-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-7831-2384-4.
  • Von Reklamationstag bis Frohenleichnam. Kalendersatiren, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-07011-7.
  • Was gibt’s da zu lachen? Advent und Weihnachten, mal so gesehen, Brunnen Verlag, Gießen 2009, ISBN 978-3-7655-1726-6.
  • Mein Herz in Afrika. Ole Ronkei – Begegnung mit einem Massai, Gerth Medien, Aßlar 2010, ISBN 978-3-86591-406-4.
  • Was gibt’s da zu feiern?!, Brunnen Verlag, Gießen 2015, ISBN 978-3-7655-0936-0.
  • Eine Blume für Zehra: Liebe bis zu den Pforten der Hölle, bene! Verlag, München 2019, ISBN 978-3-9634-0036-0.
  • Jede Falte hart erlacht. Humorgeschichten für die besten Jahre, Gerth Medien, Aßlar 2019, ISBN 978-3-95734-586-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.andreas-malessa.de/
  2. http://www.andreas-malessa.de/page-2/
  3. Catharina Conrad: Der Wort-Liebhaber. Lebenslauf, Witten Nr. 6, 2016, S. 6–11