Andreas Mattfeldt

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Andreas Mattfeldt (2013)

Andreas Mattfeldt (* 28. September 1969 in Völkersen) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Herkunft und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mattfeldt wurde als Sohn einer Deutschen und eines Franzosen geboren und wuchs in Langwedel bei seiner Mutter auf.[1]

Andreas Mattfeldt begann nach dem Abitur 1989 eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Buss in Ottersberg und war seither nahezu ausnahmslos als leitender Angestellter in der Lebensmittelbranche tätig. Seit 2016 ist er gemeinsam mit dem Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, und Daniel Hug geschäftsführender Gesellschafter der Königlich Preußischen Biermanufaktur GmbH.

Mattfeldt ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Mattfeldt ist seit 1990 Mitglied der CDU. Er ist Gründer der Jungen Union Langwedel. Von 1991 bis 2001 war er Fraktionsvorsitzender der CDU in Langwedel. Von 2001 bis 2009 war er hauptamtlicher Bürgermeister des Flecken Langwedel. Bei der Bürgermeisterwahl 2016 wurde er mit 65 % für die Periode von 2009 bis 2014 wiedergewählt. 2009 gewann Mattfeldt für die CDU erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik in heutigen Wahlkreis 34 das Direktmandat zur Wahl des Bundestages. Sein Bürgermeisteramt musste er deshalb laut Gesetz aufgeben. Auch 2013 und 2017 gewann er im Wahlkreis Osterholz – Verden erneut das Direktmandat. Seit 2011 ist er außerdem Mitglied im Kreistag Verden und dort Kreisausschussmitglied. Außerdem ist er Mitglied im CDU Bezirksvorstand. Im Deutschen Bundestag ist er Mitglied im Haushalts- und Petitionsausschuss (Obmann für die CDU/CSU-Fraktion). Darüber hinaus gehört er dem Unterausschuss Rechnungsprüfung des Haushaltsausschusses an und ist stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss.

Innerhalb der CDU/CSU-Fraktion ist Mattfeldt Initiator und Führer der „Mattfeldt-Gruppe“, eines Zusammenschlusses von Unions-Abgeordneten, deren Ziel die Verhinderung von Gesetzen ist, welche Hydraulic Fracturing in Deutschland ermöglichen.[2]

Mattfeldt gehörte bei der Abstimmung über die Erteilung eines Verhandlungsmandates an die Bundesregierung zur Aufnahme von Verhandlungen für ein drittes Hilfspaket im Zusammenhang mit der Griechischen Depression zu den Abgeordneten der Großen Koalition, die gegen ein solches Mandat stimmten.[3]

Im November 2015 kritisierte er die Asylpolitik der Bundesregierung beklagte in einem Interview, dass die CDU-Bundestagsfraktion versucht habe, ihn einzuschüchtern.[4]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Mattfeldt war 2005 bis 2011 Mitglied des Verwaltungsrates „Arbeit im Landkreis Verden“. Von 2006 bis 2013 war er Beiratsmitglied der Stiftung Waldheim, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Von 2001 bis 2010 war er im Vorstand des Schlossparkvereins Etelsen aktiv. Darüber hinaus ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, DLRG, Landjugend, diversen Sportvereinen, Schützenverein, Fährverein Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen, diversen Kultur- und Schulfördervereinen sowie Gründungsmitglied des Touristik-Vereins Langwedel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas Mattfeldt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Löwisch: CDU-Mann gegen Erdgasindustrie. Der AbFracker. In: cicero.de, 1. April 2015. Abgerufen am 19. Juli 2015.
  2. Georg Löwisch: CDU-Mann gegen Erdgasindustrie. Der AbFracker. In: cicero.de, 1. April 2015. Abgerufen am 19. Juli 2015.
  3. Die Abweichler. In: Weser-Kurier, 18. Juli 2015. Abgerufen am 19. Juli 2015.
  4. Kreiszeitung.de: „Ich lasse mich nicht mundtot machen“, 1. Dezember 2015