Andreas Mattner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Andreas Mattner (* 27. Mai 1960 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Manager, Lobbyist der Immobilienwirtschaft, ehemaliger Politiker (CDU) und Sportfunktionär (Eishockeyclub Hamburg Freezers).

Andreas Mattner (2014)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mattner arbeitete mit 17 Jahren für die Ruhr Nachrichten und studierte nach dem Abitur 1980 Jura und Politische Wissenschaften an der Universität Münster. 1985 legte er das erste juristische Staatsexamen ab und promovierte 1987 zum Thema Sonn- und Feiertagsrecht. 1989 folgte das zweite Staatsexamen. Er arbeitete zu der Zeit bei der Münsterschen Zeitung. Von 1987 bis 1989 folgten Lehraufträge an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen mit Veröffentlichungen.

1989 wurde Mattner persönlicher Referent von Jürgen Echternach (CDU), dem parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.[1] Er war von 1991 bis 1997 und erneut von 2001 bis 2008 CDU-Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Zwischenzeitlich war er Vorsitzender der CDU-Fraktion der Deputation der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung. In seiner ersten Periode in der Bürgerschaft war er Fachsprecher der CDU-Fraktion für das Bauwesen, 1991/92 Vorsitzender des parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Klärung von politischen Verantwortlichkeiten und Untersuchungen der Geschäftstätigkeit städtischer Unternehmen im Zusammenhang mit der Verwaltung und Vermietung von Wohnungen im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg oder städtischen Unternehmen (PUA SAGA)“[2] und später als wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion sowie im Sportausschuss tätig.

Seit 1993 ist Mattner Mitglied der Geschäftsführung des Großimmobilienunternehmens ECE Projektmanagement in Hamburg, welches Alexander Otto gehört, einem Halbbruder von Michael Otto.[3] Außerdem ist er tätig für das „IIM Immobilien Management“ in Frankfurt.

2002 initiierte er als stellvertretender Vorsitzender den Verein „Lebendiger Jungfernstieg“, der das Zentrum an der Alster in Hamburg umbaute. 2006 entwickelte der Theatermacher und Lichtkünstler, Michael Batz („Hamburger Jedermann“) gemeinsam mit Andreas Mattner für die Stadt Hamburg ein Lichtkunst-Projekt, das im Sommer 2006 als Kulturereignis durchgeführt wurde: 175 Blue Goals tauchten die Hansestadt bei Dunkelheit in blaues Licht.

Zur Bürgerschaftswahl 2008 stellte sich Andreas Mattner nicht zur Wiederwahl. Sein Engagement galt danach dem Wirtschaftsrat der CDU. Von 2001 war er Mitglied des Landesvorstandes des Wirtschaftsrats der CDU und seit 2006 Mitglied des Bundesvorstandes sowie des Bundespräsidiums des Wirtschaftsrats. 2009 bis 2013 war er Schatzmeister des Wirtschaftsrats.

Mattner ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hamburg.[4]

Ämter und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sonn- und Feiertagsrecht. Diss. 1987. Heymann, Köln 1988, ISBN 3-452-21097-9
  • Andreas Mattner u. a.: Rechtliche Grundlagen und Möglichkeiten zur Finanzierung von Maßnahmen zur beruflichen Qualifikation sozialhilfebeziehender Arbeitsloser. In: Zeitschrift für Sozialhilfe (ZfsH/SGB) 1988.
  • Sonntagsruhe im Spiegel des Grundgesetzes und der Feiertagsgesetze der Länder. In: NJW 1988, S. 2207–2213.
  • Ayke-Michael Hillmann, Andreas Mattner: Die Errichtung von Gesamtschulen am Beispiel von NRW. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens (RdJB), 36 (1988) 3, S. 284–300.
  • Andreas Mattner, Thomas Hoeren: Sonn- und Feiertagsgesetze, Ladenschluss, Beschäftigungsverbot, Arbeitsverbot, Autowaschanlage. In: Der Städtetag 1988, S. 623–624.
  • Sonntagsarbeit und Freizeitgesellschaft – Grund- und feiertagsgesetzliche Perspektiven. In: Sonntags nie?. Die Zukunft des Wochenendes. Hrsg. von Karl Wilhelm Dahm u. a. Frankfurt a. M. [u. a.]: Campus-Verl., 1989, S. 85–111.
  • Sonn- und Feiertagsrecht. Zweite Auflage, Köln 1991.
  • ECE-Projektmanagement (Hrsg.): Faktor Einzelhandel in Deutschland. Festschrift für Werner Otto zum 90. Geburtstag. Redaktion Andreas Mattner, Frankfurt (Main) 1999.
  • Die menschliche Marktwirtschaft. Unternehmer übernehmen Verantwortung. Festschrift zum 95. Geburtstag von Prof. Dr. h. c. Werner Otto. Andreas Mattner. Frankfurt am Main : Societäts-Verl., 2004. Schriftenreihe Lebendige Stadt ; 3.
  • Ein Leben für den Sport. Festschrift zum 50. Geburtstag von Alexander Otto, Redaktion und Beiträge. Frankfurt am Main: Societäts-Verl., 2017. Schriftenreihe Lebendige Stadt 10

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Huber: Die Reform einer Großstadtpartei. Dissertation, Universität Hamburg 1999. Abgerufen am 15. August 2018
  2. Parlamentarische Untersuchungsausschüsse seit 1946, hamburgische-buergerschaft.de (Parlamentsdokumentation)
  3. Konzernabschluss der Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co., siehe www.bundesanzeiger.de.
  4. mac: Bauen wie geschmiert: CDU-Mattner unter Filzverdacht. In: Die Tageszeitung: taz. 20. September 2004, ISSN 0931-9085, S. 21 (taz.de [abgerufen am 25. Juni 2018]).
  5. Auflösung der Freezers beschlossen. In: Welt Online. 24. Juni 2016 (welt.de [abgerufen am 24. Juni 2016]).
  6. Andreas Mattner bleibt das Sprachrohr des ZIA. Abgerufen am 25. Juni 2018.
  7. Management-Board - ECE. Abgerufen am 27. Oktober 2018 (deutsch).
  8. https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/reformkommission-bau-von-grossprojekten.html
  9. Management-Board - ECE. Abgerufen am 21. Juli 2017.
  10. Andreas Mattner steigt ins BDI-Präsidium auf. In: m.immobilien-zeitung.de. Abgerufen am 28. November 2016.