Andreas Neumeister

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Andreas Neumeister (* 16. September 1959 in Starnberg) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Neumeister studierte nach dem Abitur Ethnologie an der Universität München. Er lebt heute in München. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit betreibt er mit Christos Davidopoulos den mobilen Club „Medley“.

Der Autor Andreas Neumeister ist Vertreter einer Spielart der Popliteratur, die formal in der Nachfolge von Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann steht, allerdings auch neuere Entwicklungen wie die Rap Poetry verarbeitet. In seinen collagenhaften Texten zeichnet Neumeister ein eigenwilliges Bild der deutschen Gegenwartsrealität; breiten Raum nimmt im Werk des passionierten Musikkonsumenten Neumeister auch die Medienrezeption ein.

Sein jüngstes Werk „Könnte Köln sein“ untersucht den Zusammenhang von Architektur, Politik und Geschichte: Mit einer sprachspielerischen Technik, die an den Roman „Gut laut“ anknüpft, beschreibt Neumeister Metropolen wie Berlin, Rom, Paris, New York oder Moskau – immer auf der Suche nach den Machtspuren, die sich den umgebauten, verfallenden oder rundum erneuerten Gebäuden noch ablesen lassen.

Andreas Neumeister erhielt 1993 den Förderpreis zum Alfred-Döblin-Preis sowie 1996 den Bayerischen Förderpreis für Literatur. 1999 wurde ihm ein Literaturstipendium in der Villa Massimo in Rom zuerkannt.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Äpfel vom Baum im Kies, Frankfurt am Main 1988
  • Salz im Blut, Frankfurt am Main 1990
  • Ausdeutschen, Frankfurt am Main 1994
  • Gut laut, Frankfurt am Main 1998
  • Angela Davis löscht ihre Website, Frankfurt am Main 2002
  • Könnte Köln sein. Städte. Baustellen. Roman, Frankfurt am Main 2008

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ... und die Sirenen heulten lichterloh, BR 1992
  • Prima Leben Und Sparen, BR 1998 zusammen mit 'Dolores' (d. i. Ronald und Robert Lippok)
  • Angela Davis löscht ihre Website, BR 2004
  • MYA – über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt, BR 2010

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungskataloge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Neumeister, In dubio pro disco, Roma 1999
  • Aylin Langreuter: Function Follows Fairytale, mit Texten von Andreas Neumeister, Blumenbar Verlag, Munich, 2010, ISBN 978-3936738735

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Villa Massimo | Andreas Neumeister. Abgerufen am 21. August 2019.