Andreas Stoch

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Andreas Stoch, 2013

Andreas Stoch (* 10. Oktober 1969 in Heidenheim an der Brenz) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker der SPD. Er ist seit 1. April 2009 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg und war vom 23. Januar 2013 bis Mai 2016 baden-württembergischer Kultusminister.[1] Seit Mai 2016 ist er Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stoch besuchte das Margarete-Steiff-Gymnasium in Giengen an der Brenz. Nach dem Abitur 1989 studierte er von 1990 bis 1995 Rechtswissenschaften an den Universitäten in Tübingen und Heidelberg. Stoch erhielt ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er war als Referendar am Landgericht Ellwangen und besuchte dabei unter anderem die Verwaltungshochschule Speyer. Stoch legte 1997 seine zweite juristische Staatsprüfung ab und war von 1998 an als selbstständiger Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Zivil- und Wirtschaftsrecht in Heidenheim tätig. Die Anwaltstätigkeit ruht, seitdem er Landtagsabgeordneter geworden ist.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stoch war von 1987 bis 1991 Juso-Kreisvorsitzender. Im Jahr 1990 trat er in die SPD ein. Er wurde Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein Heidenheim. Seit 2001 ist er Vorsitzender des Heidenheimer Kreisverbands der SPD. Stoch war Mitglied des Kreistags des Landkreises Heidenheim. Am 1. April 2009 wurde Stoch während der 14. Wahlperiode Abgeordneter des baden-württembergischen Landtags. Er rückte für den ausscheidenden Abgeordneten Wolfgang Staiger nach, der bei der Landtagswahl 2006 ein Zweitmandat für die SPD im Wahlkreis Heidenheim errang. Stoch war dann im Landtag als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Datenschutz und Medienpolitik tätig.

Bei der Landtagswahl 2011 gewann er im Wahlkreis Heidenheim mit 29,8 % der Stimmen ein Zweitmandat und schaffte so den Wiedereinzug in den Landtag.[2] In dieser Legislaturperiode war Stoch bis Januar 2013 Parlamentarischer Geschäftsführer und Rechts- und Medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Ferner trat er als Mitglied im Untersuchungsausschuss EnBW-Deal sowie zum Stuttgart-21-Polizeieinsatz am sogenannten „Schwarzen Freitag“ in Erscheinung.[3]

Nach dem Rücktritt von Gabriele Warminski-Leitheußer am 7. Januar 2013 wurde Stoch zum neuen Kultusminister im Kabinett Kretschmann I designiert; die Vereidigung erfolgte am 23. Januar 2013.[4]

Nachdem die SPD bei der Landtagswahl 2016 hohe Verluste erlitt und die grün-rote Koalition ihre Mehrheit verlor, bildete Ministerpräsident Kretschmann eine grün-schwarze Landesregierung. Stoch schied – wie auch die anderen SPD-Minister – aus der Landesregierung aus und wurde daraufhin im Landtag zum Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt.

Durch die vom 6. Juli bis Oktober 2016 erfolgte Spaltung der AfD-Fraktion, rückte die SPD vom Platz der viertstärksten Fraktion auf den der drittstärksten Fraktion nach Bündnis 90/Die Grünen und CDU auf. Somit übernahm Stoch während dieser Zeit vom bisherigen AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen die Rolle des Oppositionsführers.

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Stoch ist evangelisch, verheiratet und Vater von vier Kindern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Stoch als Kultusminister vereidigt, stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 23. Januar 2013
  2. Vorläufige Ergebnisse der Landtagswahl am 27. März 2011: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber (Memento des Originals vom 23. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011. Abgerufen am 3. April 2011.
  3. Andreas Stoch wird erster Minister aus dem Kreis Heidenheim, Südwest Presse vom 7. Januar 2013. Abgerufen am 8. Januar 2013.
  4. Stoch wird Kultusminister, Südwest Presse vom 8. Januar 2013. Abgerufen am 8. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas Stoch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien