Andreas Zülow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Andreas Zülow (links) gewinnt am 16. April 1989 in Bangkok den King’s Cup durch einen Finalsieg über den Kenianer Patrick Waweru

Andreas Zülow (* 23. Oktober 1965 in Ludwigslust) ist ehemaliger deutscher Amateurboxer.

Zülow begann im Alter von neun Jahren mit dem Boxen. Er gewann in seiner Laufbahn sieben nationale Meistertitel: 1984 bis 1986 wurde er DDR-Meister im Federgewicht, 1987 bis 1989 im Leichtgewicht, 1992 gewann er außerdem den Deutschen Meistertitel im Halbweltergewicht.

Bei den Weltmeisterschaften 1986 in Reno belegte er einen dritten Platz, bei der WM 1989 in Moskau wurde er Zweiter. Dabei gewann er im Halbfinale gegen Kostya Tszyu (UdSSR), verlor jedoch das Finale gegen den Kubaner Julio Gonzalez. 1991 in Sydney schied er im Achtelfinale gegen Peter Richardson aus.

Er nahm für die DDR an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul teil und gewann dort die Goldmedaille. Dabei schlug er auf dem Weg zum Turniersieg im Viertelfinale erneut Tszyu. Bei den Spielen 1992 in Barcelona unterlag er in der zweiten Turnierrunde dem späteren Sieger Héctor Vinent aus Kuba.

Seine Teilnahmen an Europameisterschaften waren weniger erfolgreich: 1985 in Budapest kam er über die zweite Runde nicht hinaus und 1987 in Turin verlor er gar schon im ersten Kampf. 1991 in Göteborg erreichte er dann das Finale. Dort traf er wiederum auf Tszyu, war ihm aber diesmal unterlegen und belegte somit den zweiten Platz.

Zülow absolvierte als Amateur 322 Kämpfe mit 273 Siegen (1 KO). Mitte der 1990er Jahre erhielt er von Universum Box-Promotion ein Angebot über einen Profivertrag, lehnte jedoch aus Altersgründen und fehlender Motivation ab und beendete schließlich 1995 seine Karriere. Andreas Zülow hat eine Tochter und führt ein Box- und Kickboxstudio in Gadebusch.

Für den Olympiasieg 1988 in Seoul wurde Zülow mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehrung für die Olympiamannschaft der DDR - Hohe staatliche Auszeichnungen verliehen. In: Neues Deutschland. Zeitungsarchiv der Staatsbibliothek zu Berlin, 12. November 1988, S. 4, abgerufen am 15. Februar 2014 (kostenloser Zugang nach Anmeldung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]