Andreas von Weizsäcker

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Andreas Freiherr von Weizsäcker (* 25. Juni 1956 in Essen; † 13. Juni 2008 in Gauting) war ein deutscher Bildhauer und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Weizsäckers Arbeit Hangover, im Jahr 1991 angebracht unter der Raschplatz-Hochstraße in Hannover.[1]

Andreas von Weizsäcker entstammt der pfälzisch-württembergischen Familie Weizsäcker. Er war der zweite Sohn des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und dessen Ehefrau Marianne. Im Gegensatz zu vielen anderen der Familie Weizsäcker schlug er zunächst eine nichtakademische Laufbahn ein: Parallel zum Abitur an der Odenwaldschule erlernte er den Beruf des Bau- und Möbelschreiners, in dem er 1976 die Gesellenprüfung ablegte. Ab 1977 war er als Bühnenschreiner beim Westdeutschen Rundfunk in Köln tätig.

1978 engagierte er sich beim Deutschen Entwicklungsdienst in Thailand. Im gleichen Jahr stellte man ihm erstmals eine Krebsdiagnose: Malignes Lymphom. Die anschließende Therapie schien erfolgreich, und so konnte von Weizsäcker schon 1979 ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München aufnehmen, u. a. bei den Professoren Robert Jacobsen, Hubertus von Pilgrim und Eduardo Paolozzi, das er mit einem Diplom abschloss.

Es folgte von 1984 bis 1990 eine Assistenzzeit am Lehrstuhl für freie Bildhauerei bei Paolozzi, parallel dazu von 1986 bis 1989 ein Lehrauftrag für Papier und freie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Im Jahr 1988 war er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes u. a. in New York und San Francisco.

Es folgten Gastprofessuren an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg in den Bereichen Skulptur, Papier und Recycling. 2001 erhielt er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2007 wurde er zum Prorektor der Akademie ernannt, deren Präsidentschaft er 2010 antreten sollte. Andreas von Weizsäcker war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[2]

Am 13. Juni 2008 starb er an einem Lymphom. Er war mit der Künstlerin Sabrina Hohmann verheiratet.[3][4] Die Ehe blieb kinderlos.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas von Weizsäcker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kunst in der Stadt. 5: Zwischen Georgsplatz und Andreaeplatz., Faltblatt des Kulturbüros, Stadt Hannover. Redaktion: Anneke Schepke, Mona Windmann. Text: Thomas Kaestle. Hannover, 2010. Herunterzuladen von hannover.de
  2. kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Weizsäcker, Andreas von (abgerufen am 11. April 2017)
  3. Buchinformationen zu  „Andreas von Weizsäcker: Werkmonografien und Werkverzeichnis“. Verlag für moderne Kunst, abgerufen am 19. Januar 2017 (deutsch).
  4. sabrinahohmann.de