Andreaskirche (Bremen)

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Andreaskirche in Gröpelingen

Die Andreaskirche ist eine evangelische Kirche, die 1949 in Bremen-Gröpelingen, Ortsteil Lindenhof, Danziger Straße 20/Lütjenburger Straße errichtet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glockenturm
Gemeindehaus; Mitte 1950er Jahre

Von 1943 bis 1945 wurde im Zweiten Weltkrieg Bremen-Gröpelingen stark zerstört, so auch die zwei evangelischen Kirchen. Nach 1945 fand der Gottesdienst in Behelfsunterkünften statt. Die Evangelische Kirche in Deutschland linderte mit Hilfe des Weltrates der Kirchen diese Raumnot mit dem Kirchbauprogramm der Bartning-Notkirchen. Von 1949 bis 1950 wurde die erste bremische Notkirche nach Plänen von Otto Bartning (Darmstadt) unter weiterer Planung und Bauleitung von Friedrich Schumacher (Bremen) für die Bremische Evangelische Kirche gebaut.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Lindenhof stand ein zentrales Grundstück für das typisierte (Typ B) Bauwerk zur Verfügung. Die Fundamente bestehen aus geborgenen Trümmerbacksteinen und die Wände aus mit roten Steinen verklinkertem Mauerwerk. Über dem rechteckige Grundriss der St.-Andreas-Kirche befindet sich ein Satteldach, das durch sieben vorgefertigte Leimbinder aus Holz getragen wird. Ein seitlicher Anbau hat ein abgeschlepptes Dach. Über dem einfachen Eingang befindet sich in einer gotisierenden Nische ein Relief vom Bremer Bildhauer Kurt Lettow. Über den beiden abtrennbaren Eingangsjochen steht eine Empore, u. a. für die Orgel. Holzkonstruktion, Holzdecke und Backsteinwände prägen das Innere. Lediglich ein buntverglastes rundes Fenster mittig im Eingangsgiebel und das Relief schmücken die einfache Kirche.[1]

Die Kirche erhielt einen kleinen, freistehenden, gemauerten Glockenturm mit einem Satteldach und Rundbögen, in dem die erhaltenen Glocken der zerstörten Bremer Nikolaikirche Platz fanden.

Die Orgel mit zwei Manualen und 20 Registern stammt von Alfred Führer.

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchengebäude wurden 1993 unter Bremer Denkmalschutz gestellt.[2]

Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Andreaskirche gehört wie die Nikolaikirche Oslebshausen zur evangelischen Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Architekturführer Bremen Nr. 387
  2. Denkmaldatenbank des LfD

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreaskirche (Bremen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 6′ 58,4″ N, 8° 45′ 19,6″ O