Andreaskirche (Krakau)

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Andreaskirche
Blick von der ul. Grodzka

Blick von der ul. Grodzka

Baujahr: 1079
Einweihung: 1098
Stilelemente: Romanik, Barock
Bauherr: Katholische Kirche
Lage: 50° 3′ 23,8″ N, 19° 56′ 17,8″ OKoordinaten: 50° 3′ 23,8″ N, 19° 56′ 17,8″ O
Anschrift: ul. Grodzka 54
Krakau
Kleinpolen, Polen
Zweck: Römisch-katholische Klarissenkirche
Bistum: Krakau
Innenraum
Innenraum

Die Andreaskirche (polnisch: Kościół Świętego Andrzeja) befindet sich in der polnischen Stadt Krakau in der Grodzkastraße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1080 wurde die auch als Wehrkirche dienende Andreaskirche aus massivem Haustein im romanischen Stil errichtet. Sie besteht aus einem Korpus, aus dem zwei oktogonale Türme mit schmalen gekuppelten Rundbogenfenstern wachsen.

Ihren Zweck als militärische Verteidigungsanlage erfüllte die Kirche im Jahr 1241, als Krakau bei einem Angriff der Tataren zerstört, die Andreaskirche hingegen die Angreifer abwehren konnte.

Im Jahre 1320 wurde die Andreaskirche an den Orden der Klarissen übergeben. Aus dieser Zeit stammt das gotische Oratorium aus Backstein. Heute wird es als Sakristei genutzt.

Architektur und Innenausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Innenraum der Kirche befinden sich eine reiche Barockausstattung und üppige Stuckdekorationen, welche bei einem Umbau nach 1700 angebracht wurden. Besonders auffällig sind die Kanzel in Form eines Schiffs und die Chorempore, welche bereits in Rokokomanier gestaltet sind. Der barocke Hauptaltar wird dem polnischen Architekten Francesco Placidi (1710/15–1783) zugeschrieben.

Im Jahre 1639 wurden auf die beiden Türme neue Hauben aufgesetzt, welche reich verziert sind. Diese bilden seither einen barocken Kontrast zur romanischen Fassade.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andreaskirche Krakau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien