Andrej Grabrovec

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Andrej Grabrovec vor einer seiner Plastiken (2016)

Andrej Grabrovec, Pseudonym Gaberi (* 26. Mai 1959 Maribor, SFR Jugoslawien) ist ein slowenischer Künstler, Ingenieur, Bildhauer und Fotograf.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrej Grabrovec Gaberi wurde 1959 in Maribor geboren, wo er am Drauufer und in der Tischlerei seines Großvaters eine glückliche Jugend verbrachte. In Maribor absolvierte er das Gymnasium und die Technische Hochschule für Bauwesen. Als Projektant arbeitete er mit dem Projektierungsbüro der Technischen Hochschule unter der Leitung von Borut Pečenko und Vukašin Ačanski zusammen und entwarf Pläne und Maketten für eine “Forma-Viva-Skulptur” in Beton. In dieser Zeit begann die langjährige Kooperation mit der Kunstgießerei der Akademie der bildenden Künste in Zagreb, wo er in Zusammenarbeit mit Universitätsprofessoren neue bildhauerische Techniken kennenlernte. Seit 1990 arbeitet er als freier Künstler, indem er sich in seinem Atelier dem Projekt der Herstellung großer Plastik in Ton und Gips widmet. Im Jahre 1993 gründete er die Zivilinitiative “Harfistisches Forum”. In der Zeit zwischen 2001 und 2007 war er als Herausgeber der Monatsschrift “ga BERI” tätig, wo er auch selbst kurze Reflexionen veröffentlichte. Im Jahr 2005 errichtete er vor der Jagellionen-Universität in Krakau die bildhauerische Komposition “Die Brücke” und legte so den Grundstein für das Projekt der Zusammenarbeit mit den alten europäischen Universitäten: “Europäische Universitätsbrücken”. Er lebt und arbeitet in Ljubljana, Maribor und Zagreb.[2]

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaberi konzipiert und entwirft Maketten für bildhauerische Kompositionen und erarbeitet Problemlösungen für ihre öffentliche Realisation. Bei seiner Arbeit verbindet er Ingenieurwissenschaft, Mathematik, Design und transzendente Dimension. In Ateliers in Maribor und Zagreb entwirft er große Kompositionen in Ton, Gips und Holz, die er in Zagreber Kunstgießerei der Akademie der bildenden Künste in Bronze gießen lässt. Das grundlegende Motiv seiner schöpferischen Tätigkeit ist das Motiv der Frau. Als Meister der Kampfsportarten studiert er die Körperbewegung und -haltung in Verbindung mit fernöstlicher Weisheit. In seiner Mariborer Galerie organisiert er Diskussionsrunden, feierliche Sitzungen des Harfistischen Forums, Ausstellungen und Konzerte.[3]

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harfistisches Forum (s. Beilage)
  • Europäische Universitätsbrücken (s. Beilage)
  • Zeitschrift „ga BERI“ (s. Beilage)

Öffentliche Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992 “Schlafende Muse”, Graz
  • 1994 “Knez Kocelj-Denkmal”, Maribor
  • 1995 “Miroslav Krleža-Büste”, Kroatisches Nationaltheater, Zagreb
  • 1996 bildhauerische Komposition “Die Feen von der Drau”, Maribor
  • 1997 Fontane “Der Tanz der Feen”, Maribor
  • 2000 “Prager Muse” vor Karls Universität, Prag
  • 2001 Relief "Die Europäerin", Europa-Symposium Kaisersteinbruch
  • 2001 “Stuhl des Rektors”, Technische Universität Wien
  • 2002 Relief “Porträt Europas”, Europa-Park bei Wien
  • 2004 “Themis und Dike”, Rechtswissenschaftliche Fakultät Maribor
  • 2005 “Die Brücke” vor der Jagiellonen-Universität, Krakau
  • 2006 Die Wasser-Skulptur „Mutter Erde“, Ljubljana
  • 2007 bildhauerische Komposition “Omega” im Botanischen Garten der Universität Vilnius
  • 2007 “Der Gekreuzigte”, Kirche der Heiligen Maria, Zadar
  • 2008 Relief “Ein Sommernachtstraum”, Ljubljana
  • 2009 Relief “Die Engelchen singen so schön”, Universitätsklinik Ljubljana
  • 2012 “Kapelle der universellen Liebe”, Maribor
  • 2013 bildhauerische Komposition “Historica” vor Corvinus-Universität Budapest

Selbstständige Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989 Universitätsbibliothek Maribor
  • 1990 Ausstellungsraum Vama, Varaždin
  • 1992 Galerie Otto Haase, Graz
  • 1993 Republik Slowenien, Regierungsgebäude, Ljubljana
  • 1993 Nova Ljubljanska banka, Ljubljana
  • 1996 Museum Mimara, Zagreb
  • 2001 Korotan, Wien

Öffentliche Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989 Denkmal des Bischofs Anton Martin Slomšek, Maribor
  • 1990 Denkmal “Miroslav Krleža”, Zagreb
  • 2004 Fontane, Poreč

Bewertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr. Wilhelm Steinbuk dir. Museum Graz (1992)
  • Prof. Dr. Sergej Vrišer, umetnostni zgodovinar (1994)
  • Dr. Maja Vetrih, umetnostna zgodovinarka (1997)
  • Aleksander Bassin, umetnostni zgodovinar (1993)
  • Dr. Damjan Prelovšek, umetnostni zgodovinar (1999)
  • Prof. Oswald Miedl, Akademija likovnih umetnosti Univerze v Passau (2003)
  • Prof. Richard Vakaj, Akademija likovnih umetnosti Univerze na Dunaju (2003)
  • Dr. Marjan Žnidarič, dir. Muzeja novejše zgodovine (2008)
  • Attila Zsigmond, dir. galerije Budapest Galeria (2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andrej Grabrovec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STA: Slovenski kipar Grabrovec-Gaberi razstavlja v zagrebškem muzeju Mimara (slowenisch) Abgerufen am 26. Februar 2016.
  2. Svečana predaja skulpture 'Križani' u Zadru (slowenisch) In: Culturenet.hr. 13. März 2008. Abgerufen am 26. März 2016.
  3. Predaja skulpture 'Križani' Zadarski nadškofiji (slowenisch) In: Rrepublike Slovenije Ministrstvo za zunanje zadeve - Veleposlaništvo Republike Slovenije v Zagrebu. Abgerufen am 26. Februar 2016.