Andrej Michnewitsch

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Andrej Michnewitsch bei den WM 2011 in Daegu

Andrej Michnewitsch (weißrussisch Андрэй Міхневіч; engl. Transkription Andrei Mikhnevich; * 12. Juli 1976 in Babrujsk) war ein weißrussischer Kugelstoßer.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michnewitsch wurde bei den Hallenweltmeisterschaften 1999 mit 19,44 m Achter im Kugelstoßen. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney belegte er mit 19,48 m den neunten Platz. In seinem ersten Wettkampf nach dem Ende seiner ersten Dopingsperre 2003, stieß er die Kugel auf 21,66 m. Vierzehn Tage später gewann er mit persönlicher Bestleistung von 21,69 m bei den WM 2003 in Paris/Saint-Denis. Im gleichen Jahr gewann er auch die Universiade.

2004 wurde er mit 20,50 m Sechster bei den Hallenweltmeisterschaften in Budapest. Bei den Olympischen Spielen 2004 belegte er mit 20,60 m Platz fünf. 2005 wurde Michnewitsch zum zweiten Mal nach 2000 Weißrussischer Meister.

Andrej Michnewitsch ist 2,02 m groß und wog zu Wettkampfzeiten 127 kg. Seit dem 17. März 2007 ist er mit der Europameisterin im Kugelstoßen von 2006, Natallja Michnewitsch (vormals Charaneka), verheiratet. Mit ihr und einem gemeinsamen Sohn lebt er in Wizebsk.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton wurde Michnewitsch erstmals des Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt.

Anfang März 2013 wurden bei einem nachträglichen Dopingtest in einer Probe von der WM 2005 Spuren der verbotenen Substanzen Clenbuterol, Metandienon & Oxandrolon gefunden.[1][2] Die IAAF bestätigte im Juli eine lebenslange Sperre, die daraufhin von der Disziplinar-Kommission der weißrussischen Anti-Doping-Agentur verhängt worden war und annullierte alle Resultate seit dem August 2005 einschließlich der Bronzemedaille von Peking.[3][4]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kugelstoßen: 21,69 m, 23. August 2003, Saint-Denis
    • Halle: 20,85 m, 30. Januar 2004, Minsk

Die 2011 erzielte Weite von 22,10 m wurde ebenso annulliert wie die 2010 in der Halle aufgestellte von 21,81 m.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Matthews (Hrsg.): Athletics 2006. The international Track and Field Annual. SportsBooks, Cheltenham 2006, ISBN 1-899807-34-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrei Mikhnevich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IAAF: Helsinki 2005 re-tests reveal six adverse findings. 8. März 2013
  2. leichtathletik.de: Positive Dopingtests von WM 2005 bestätigt. 8. März 2013
  3. thestar.com: Canada’s Dylan Armstrong finally gets 2008 Beijing Olympics bronze medal after doping DQ (englisch)
  4. IAAF: Andrei Mikhnevich (BLR) – results annulled from August 2005. 31. Juli 2013