Andrew Ng

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Andrew Ng

Andrew Ng (* 1976 in London, Großbritannien) ist ein chinesisch-US-amerikanischer Informatiker, bekannt für Arbeiten zur Künstlichen Intelligenz, Robotik und massives Online-Lernen.

Die Eltern von Ng stammten aus Hongkong und er wuchs dort und in Singapur auf. Er besuchte die Raffles Institution in Singapur mit dem Abschluss 1992 und studierte Informatik an der Carnegie Mellon University mit dem Bachelor-Abschluss 1997 und am Massachusetts Institute of Technology mit dem Master-Abschluss 1998. Ng hat 2003 bei Michael I. Jordan an der University of California, Berkeley promoviert (mit der Dissertation „Shaping and Policy Search in Reinforcement Learning“).[1] Danach lehrte er an der Stanford University, wo er bis zum Associate Professor aufstieg (später war er dort Adjunct Professor) und sich mit Maschinenlernen und Data Mining befasste. Unter anderem leitete er ein Projekt für einen autonomen Helikopter in Stanford und STAIR (Stanford Artificial Intelligence Robot), was zum Open Source Software-Paket für Robotik Robot Operating System (ROS) führte. 2011/12 war er bei Google, wo er mit Jeff Dean und anderen das Google Brain-Projekt für Deep Learning-Techniken gründete und mit leitete. Dabei greifen künstliche neurale Netzwerke auf verteilte Datenbanken von Google zu. Ein Beispiel dafür ist Google Cat, in dem ein massives neuronales Netzwerk mit 1 Milliarde Parametern aus nicht geordneten Youtube-Videos lernte, Katzen zu entdecken.[2][3]

Ab 2014 war er bei der chinesischen Suchmaschinenfirma Baidu, wo er Projekte zu Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) bei Big Data leitete. Er war dort Chief Scientist, Leiter der KI-Gruppe und Vizepräsident. Seine Gruppe führte zwei neue Geschäftsfelder bei Baidu ein: autonomes Fahren und die DuerOS Conversational Computing Platform. Im März 2017 kündigte er an Baidu zu verlassen.[4]

Er ist ein Pionier der Massive Open Online Courses. 2012 gründete er mit Daphne Koller Coursera als Plattform für Online-Lernen. Zuvor startete er schon 2008 in Stanford das Stanford Engineering Everywhere (SEE) Programm, das Kurse kostenlos Online stellte. In die Stanford-Kurse schrieben sich über 100.000 Studenten ein.

2003 veröffentlichte er mit David Blei und Michael Jordan einen einflussreichen Aufsatz über Latent Dirichlet Allocation (LDA), ein einfaches System für Topic Modelling.

2008 wurde er vom MIT Technology Review unter die weltweiten 35 „Top Innovators“ gewählt. 2009 erhielt er den IJCAI Computers and Thought Award. 2007 wurde er bei der Alfred P. Sloan Foundation Stipendiat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew Ng im Mathematics Genealogy Project (englisch) Vorlage:MathGenealogyProject/Wartung/id verwendet
  2. John Markoff: In a Big Network of Computers, Evidence of Machine Learning. In: nytimes.com. 25. Juni 2012, abgerufen am 30. September 2017 (englisch).
  3. Google-Hirn entwickelt Vorliebe für Katzenfotos. In: derstandard.at. 27. Juni 2012, abgerufen am 30. September 2017.
  4. Peter High, AI Influencer Andrew Ng Plans The Next Stage In His Extraordinary Career, Forbes, 5. Juni 2017