Andrija Anković

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Andrija Anković (* 16. Juli 1937 in Gabela bei Metković; † 28. April 1980 in Split) war ein jugoslawischer Fußballspieler und -trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Der aus der kroatischen Teilrepublik stammende Anković kam 1958, nachdem er zuvor für kleinere Vereine gespielt hatte, zu Hajduk Split. In 146 Liga-Spielen erzielte er 64 Tore. 1966 wechselte er in die Bundesliga zum 1. FC Kaiserslautern. In zwei Spielzeiten wurde er 21 Mal eingesetzt, wobei er vier Mal traf. Sein Debüt in der Bundesliga gab er am zweiten Spieltag der Saison 1966/67, den 27. August 1966, beim 1:1-Remis auf dem Bökelberg gegen Borussia Mönchengladbach. Er wurde als Mittelstürmer von Trainer Gyula Lóránt eingesetzt. Die "Roten Teufel" belegten den fünften Rang und der Mann aus Split hatte in 12 Ligaspielen vier Tore erzielt. Die mannschaftsinternen Konkurrenten um die Angriffsplätze waren Harald Braner, Willy Reitgaßl und Gerhard Kentschke gewesen. In seinem zweiten Jahr auf dem "Betzenberg" war Otto Knefler der verantwortliche Trainer, er wurde aber am 5. März 1968 durch Egon Piechaczek abgelöst. Nur knapp auf dem 16. Rang konnte Lautern den Abstieg verhindern. Anković war in neun Spielen aufgeboten worden - im Angriff stürmten in der Regel Gerd Roggensack und Bernd Windhausen und aus dem Mittelfeld sorgten Heinz-Dieter Hasebrink (34/7) und Helmut Kapitulski (20/10) für Schwung und Tore in der Offensive - und konnte dabei aber keinen weiteren Treffer erzielen. Am Ende seiner Laufbahn wechselte er noch für ein Jahr zu Schwarz-Weiß Bregenz.

Für die Nationalmannschaft spielte er acht Mal. Unter anderem nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 teil. Er stürmte im Angriff beim Gruppenspiel am 7. Juni in Arica beim 5:0-Erfolg gegen Kolumbien an der Seite von Dragoslav Šekularac, Dražan Jerković, Milan Galić und Vojislav Melić. Zuvor hatte er beim Qualifikationsspiel am 25. Juni 1961 gegen Polen (1:1) mitgewirkt, als das Schlussdreieck mit Milutin Šoškić, Vladimir Durković und Fahrudin Jusufi den Halt der Defensive bildeten.

Weitere Leben[Bearbeiten]

Nach der Karriere widmete er sich dem Scouting. Am 28. April 1980 erlag er einem Herzinfarkt.

Gedenken[Bearbeiten]

Alljährlich findet in seinem Geburtsort Gabela zu seinen Ehren ein Gedenkturnier statt.

Weblinks[Bearbeiten]