Andruschiwka

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Andruschiwka
Андрушівка
Wappen von Andruschiwka
Andruschiwka (Ukraine)
Andruschiwka
Andruschiwka
Basisdaten
Oblast: Oblast Schytomyr
Rajon: Rajon Andruschiwka
Höhe: 219 m
Fläche: 68,08 km²
Einwohner: 9.092 (1. Januar 2011)
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 13400
Vorwahl: +380 4136
Geographische Lage: 50° 1′ N, 29° 1′ OKoordinaten: 50° 1′ 2″ N, 29° 1′ 3″ O
KOATUU: 1820310100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Wolodymyr Bojko
Adresse: пл Леніна 7
13401 м. Андрушівка
Statistische Informationen
Andruschiwka (Oblast Schytomyr)
Andruschiwka
Andruschiwka
i1

Andruschiwka (ukrainisch Андрушівка; russisch Андрушёвка/Andruschjowka, polnisch Andruszówka) ist eine Stadt in der Oblast Schytomyr in der Ukraine am Fluss Hujwa, etwa 36 Kilometer südöstlich der Oblasthauptstadt Schytomyr gelegen.

Der Ort wurde 1683 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, bis 1793 war das damalige Andruszówka unter polnischer Herrschaft, lag in der Woiwodschaft Kiew und kam ab 1797 unter russischer Herrschaft zum Gouvernement Kiew. Seit 1859 hieß der Ort Andruschowka (Андрушовка). Während des Zweiten Weltkrieges war Andruschiwka vom 10. Juli 1941 bis zum 27. Dezember 1943 von Deutschen besetzt. Unter deutscher Besetzung wurden 460 Einwohner der Stadt gefoltert und ermordet, darunter 216 Kinder und 84 alte Männer. 84 Personen wurden zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich deportiert.[1] Das von den Deutschen eingerichtete Ghetto wurde im Mai 1942 liquidiert; 220 seiner jüdischen Einwohner in der Nähe des städtischen Krankenhauses erschossen[2]. Andruschiwka wurde am 27. Dezember 1943 von sowjetischen Truppen zurückerobert. 1975 erhielt die Ortschaft, bis dahin eine Siedlung städtischen Typs, zusammen mit der Zuerkennung des Stadtstatus, ihren heutigen Namen. Ein vom Observatorium Andruschiwka am 18. September 2003 entdeckter Asteroid wurde zu Ehren der Stadt (133293) Andrushivka benannt.[3]

Das Observatorium Andruschiwka im Nachbarort Haltschyn (2012)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtregierung von Andruschiwka (Hg.), „Geschichte“ (auf Ukrainisch), http://andruchivka.at.ua/index/history/0-7 , eingesehen am 10. November 2011.
  2. Yahad-In Unum Interactive Map, Execution Sites of Jewish Victims Investigated by Yahad-In Unum, http://yahadmap.org/#village/andrushivka-zhytomyr-ukraine.2%7Cwebsite=Execution Sites of Jewish Victims Investigated by Yahad-In Unum ; eingesehen am 20. Januar 2015
  3. (133293) Andrushivka in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).Vorlage:JPL Small-Body Database Browser/Wartung/Alt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]