Angela Gossow

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Gossow (2007)

Angela Nathalie Gossow (* 5. November 1974 in Köln) ist eine deutsche Death-Metal-Sängerin. Bevor sie die Frontsängerin der schwedischen Band Arch Enemy wurde, war sie bei Asmodina und Mistress aktiv. Angela Gossow ist eine der wenigen erfolgreichen Death-Metal-Sängerinnen; ihr Stil kennzeichnet sich ausschließlich durch gutturalen Gesang. Ihre Stimmlage ist grundsätzlich Mezzosopran, allerdings verwendet sie keinen Klargesang.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Gossow ist eine der wenigen international bekannten Musikerinnen im Death Metal.[2]

Von 1991 bis 1997 war Gossow bei Asmodina und zwischen 1998 und 2000 bei Mistress aktiv. 2001 interviewte die Amateur-Journalistin Gossow den Gitarristen der Musikgruppe Arch Enemy, Michael Amott, für ein deutsches Webzine und übergab ihm währenddessen ein Demo-Tape, welches sie selbst als „qualitativ schlecht“ bezeichnete. Nachdem Johan Liiva Arch Enemy verlassen hatte, wurde Angela Gossow Sängerin der Band.[3] Das erste gemeinsame Album Wages of Sin wurde zunächst unter Geheimhaltung ihrer Identität und damit ihres Geschlechts aufgenommen. Als die neue Besetzung schließlich bekannt gegeben wurde, löste es großes Erstaunen aus, dass die Lieder von einer Frau gesungen wurden. Mit Gossow als Sängerin konnten Arch Enemy ihren Erfolg deutlich steigern, was sich auch in den Verkaufszahlen der Folgealben Anthems of Rebellion und Doomsday Machine spiegelte.

Am 17. März 2014 teilte die Band mit, dass Alissa White-Gluz, frühere Sängerin der kanadischen Melodic-Death-Metal-Band The Agonist, Gossows Platz bei Arch Enemy einnimmt. Diese blieb der Band als Business Manager erhalten.[4]

Im September 2018 wurde bekanntgegeben, dass Gossow das Management der Metal-Band Amaranthe übernommen hat.[5] Im Februar 2020 kam es mit der Veröffentlichung der Single Do Or Die auch zu einer musikalischen Zusammenarbeit mit Amaranthe.[6]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gossow bekennt sich zum Veganismus und setzt sich für den Tierschutz ein.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asmodina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Your Hidden Fear (Demo)
  • 1994: The Story of the True Human Personality (Demo)
  • 1996: Promo 1996 (Demo)
  • 1997: Inferno

Mistress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Promo (Demo)
  • 1999: Worship the Temptress (Demo)
  • 2000: Party in Hell (Demo)

Arch Enemy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kalisia – Cybion (2009)
  • Never – Questions Within (2009)[8]
  • AstarteBlack at Heart (2007)
  • AmasefferSlaves for Life (2008)
  • AnnihilatorCouple Suicide (2007)
  • Rise – Pentagramnation (2009)
  • Amaranthe – Do Or Die (2020)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arch Enemy – Interview with Angela Gossow – Enslain Magazine. enslain.net. 20. Juni 2009. Abgerufen am 19. Dezember 2018.
  2. Florian Heesch, Extreme Metal und Gender in: Sabine Meine, Nina Noeske, Musik und Popularität, Waxmann, 2011, ISBN 978-3830922636, Seite 169
  3. Angela Gossow: Interview mit Underground Empire. underground-empire.com. Abgerufen am 20. Dezember 2018.
  4. Angela Gossow verlässt Arch Enemy - Nachfolgerin bekannt
  5. Amaranthe announce Angela Gossow as their new manager, metalgoddesses.com, 26. September 2018 (englisch)
  6. AMARANTHE – 'Do Or Die'-Video feat. Angela Gossow veröffentlicht, rockhard.de, 14. Februar 2020
  7. Neues Album, neue Sängerin – Die Heavy-Metal-Band Arch Enemy setzt weiter auf Frauen-Power, welt.de, 4. Juni 2014
  8. Arch Enemy frontwoman to guest on Never album, Blabbermouth.net. 27. Februar 2009. Abgerufen am 20. Dezember 2018. 

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Angela Gossow – Sammlung von Bildern