Angela Merkel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Merkel ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Merkel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Angela Merkel 2016
Unterschrift von Angela Merkel

Angela Dorothea Merkel (* 17. Juli 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner)[1] ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit dem 22. November 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

Merkel ist in der DDR aufgewachsen und war dort als Physikerin wissenschaftlich tätig. Bei der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 errang Merkel erstmals ein Bundestagsmandat; in allen darauffolgenden sechs Bundestagswahlen wurde sie in ihrem Wahlkreis in Vorpommern direkt gewählt.[2] Von 1991 bis 1994 war Merkel Bundesministerin für Frauen und Jugend im Kabinett Kohl IV und von 1994 bis 1998 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Kabinett Kohl V. Von 1998 bis 2000 amtierte sie als Generalsekretärin der CDU und ist seit dem 10. April 2000 deren Bundesvorsitzende.

Nach dem knappen Sieg der Unionsparteien bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 löste Merkel Gerhard Schröder als Bundeskanzler ab und führte eine große Koalition mit der SPD bis 2009 (Kabinett Merkel I). Nach der Bundestagswahl 2009 ging sie mit der FDP eine schwarz-gelbe Koalition ein (Kabinett Merkel II), die durch eine erneute große Koalition in der Folge der Bundestagswahl 2013 abgelöst wurde (Kabinett Merkel III).

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elternhaus und frühe Kindheit (1954–1960)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel wurde in Hamburg-Barmbek-Nord als erstes Kind des evangelischen Theologen Horst Kasner (1926–2011) und seiner Frau Herlind Kasner, geb. Jentzsch (* 8. Juli 1928), geboren. Horst Kasner hatte ab 1948 an den Universitäten Heidelberg und Hamburg sowie an der Kirchlichen Hochschule Bethel in Bielefeld Theologie studiert. Seine Frau war Lehrerin für Latein und Englisch.

Noch 1954, einige Wochen nach der Geburt der Tochter, siedelte die Familie von Hamburg in die DDR über. Für die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg trat Horst Kasner im Dorf Quitzow (heute ein Ortsteil von Perleberg) eine Pfarrstelle an. Angela Merkel ist ebenfalls evangelisch.

1957 wechselte Kasner dauerhaft nach Templin, um sich am Aufbau einer innerkirchlichen Weiterbildungsstelle zu beteiligen. Dort wuchs Angela Merkel auf. Merkels Mutter war aufgrund des Pfarrberufs des Vaters im Schuldienst der DDR unerwünscht.[3] Da sie sich stattdessen als Hausfrau betätigte, besuchte ihre Tochter weder Kinderkrippe noch Hort. Am 7. Juli 1957 wurde Angelas Bruder Marcus, am 19. August 1964 ihre Schwester Irene geboren.

In Polen erregte 2013 die Entdeckung ihrer polnischen Wurzeln Aufmerksamkeit: Ihr Großvater, der Polizeibeamte Ludwig Kasner, hatte als Ludwig Kazmierczak als Angehöriger der polnischen Bevölkerungsgruppe im Deutschem Kaiserreich in Posen gelebt und war später nach Berlin übergesiedelt.[4]

Schulzeit (1961–1973)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961 wurde Angela Kasner an der Polytechnischen Oberschule (POS) in Templin eingeschult.

Als Schulkind und Jugendliche wird sie von Lehrern und Mitschülern als eher unauffällig und als sozial gut integriert beschrieben. Auffallend waren ihre herausragenden schulischen Leistungen, insbesondere in Russisch und Mathematik. Sie gewann Russisch-Olympiaden bis hin zur DDR-Ebene.[5] Sie nahm nicht an der in der DDR üblichen Jugendweihe ihres Jahrgangs teil und wurde stattdessen am 3. Mai 1970 in der St.-Maria-Magdalenen-Kirche in Templin konfirmiert. In ihrer Schulzeit war sie Mitglied der Pionierorganisation Ernst Thälmann und später der Freien Deutschen Jugend (FDJ).[6] 1973 legte sie an der Erweiterten Oberschule (EOS) in Templin mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das Abitur ab.

Studium in Leipzig (1973–1978)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kasner hatte sich bereits während ihrer Schulzeit für das Studium der Physik an der damaligen Karl-Marx-Universität entschieden und begann 1973 ihr Studium in Leipzig. Sie gehörte nicht zu den opponierenden Kräften innerhalb der DDR, berichtet aber, in diesen Jahren den Autor Reiner Kunze getroffen zu haben, den sie als ihren Lieblingsschriftsteller bezeichnet. 1977 heiratete sie den Physikstudenten Ulrich Merkel, die Ehe wurde 1982 geschieden.

Angela Merkels Diplomarbeit aus dem Juni 1978 mit dem Titel Der Einfluß der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien[7] wurde mit „sehr gut“ bewertet. Die Arbeit war gleichzeitig auch ein Beitrag zum Forschungsthema Statistische und Chemische Physik von Systemen der Isotopen- und Strahlenforschung im Bereich statistische und physikalische Chemie am Zentralinstitut für Isotopen- und Strahlenforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW).[8]

Arbeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR (1978–1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem 1978 eine Bewerbung an der Technischen Hochschule Ilmenau gescheitert war, ging Merkel mit ihrem Mann nach Ost-Berlin. Hier nahm sie eine Stelle am Zentralinstitut für physikalische Chemie (ZIPC) der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof an.[8] 1986 konnte sie für mehrere Tage in die Bundesrepublik reisen. Auch nahm sie in Donezk an einem mehrwöchigen russischen Sprachkurs teil.[9]

Am Zentralinstitut arbeiteten rund 650 Personen, davon etwa 350 Wissenschaftler. Merkel arbeitete in der Abteilung Theoretische Chemie.

Am 8. Januar 1986 reichte sie ihre Dissertation Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden ein.[10] Die Arbeit wurde mit „sehr gut“ (magna cum laude, siehe Promotionsbewertungen) bewertet.[11][12] Nach der damaligen Promotionsordnung musste dem Antrag auf Promotion der Nachweis beigefügt werden, dass die während des Studiums erworbenen Kenntnisse des Marxismus-Leninismus („ML“) wesentlich vertieft und erweitert worden waren.[13] Merkel fertigte zum Nachweis eine schriftliche Arbeit mit dem Titel „Was ist sozialistische Lebensweise?“[14] an, die mit „genügend“ (rite) bewertet wurde.[11][15] Doktorvater war der Leiter der Abteilung Theoretische Chemie am ZIPC Lutz Zülicke. Nach der Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) wechselte Merkel innerhalb des Instituts in den Bereich Analytische Chemie, in dem Klaus Ulbricht ihr Abteilungsleiter wurde.

Merkel war weder Mitglied der SED noch einer der Blockparteien. Sie war nicht in der zivilen oder der kirchlichen Opposition aktiv. Während ihrer Tätigkeit für die Akademie der Wissenschaften engagierte sie sich in ihrer FDJ-Gruppe. Nach eigenen Angaben war Merkel dort als Kulturreferentin tätig. Zeitzeugen, die der Merkel-Biograf Gerd Langguth befragt hat, sprachen davon, sie sei für „Agitation und Propaganda“ zuständig gewesen.[16]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demokratischer Aufbruch (1989–1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Wende in der DDR im Herbst 1989 zeichnete sich ab, dass sich im Osten Deutschlands neue, demokratische Parteistrukturen herausbilden würden. Die Macht der SED über den Staat bröckelte, am 4. November 1989 fand die Alexanderplatz-Demonstration „gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ statt. Etwa einen Monat später begann Merkel beim neu gegründeten Demokratischen Aufbruch (DA) zu arbeiten, zunächst im Dezember 1989 unentgeltlich als provisorische Systemadministratorin, ab Februar 1990 dann hauptberuflich als Sachbearbeiterin in der persönlichen Arbeitsumgebung des Vorsitzenden Wolfgang Schnur in der Ost-Berliner Geschäftsstelle. Später folgten der Entwurf von Flugblättern, die Ernennung zur Pressesprecherin durch ihren Entdecker[17] Schnur und die Mitgliedschaft im Vorstand des DA.

Laut Merkels Biograf Gerd Langguth haben sich viele ihrer Freunde und Bekannten aus den 1970er und den 1980er Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten.[18]

Der Demokratische Aufbruch schwankte zunächst noch stark in den politischen Perspektiven und galt eine Zeitlang wie die anderen Vereinigungen der Bürgerbewegung (Neues Forum, Demokratie Jetzt) prinzipiell als links. Bald brach sich aber eine Haltung Bahn, die den Sozialismus grundsätzlich ablehnte. Dies verstärkte sich, als Anfang 1990 konservative westdeutsche Politiker auf die erste demokratische Volkskammerwahl am 18. März 1990 hinarbeiteten und Volker Rühe als Generalsekretär der westdeutschen CDU am 5. Februar 1990 das Wahlbündnis Allianz für Deutschland begründete. Der DA nahm darin als neu gegründete Bürgerbewegung eine Schlüsselstellung ein: Helmut Kohl, der damalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, wollte nicht allein auf die Ost-CDU (die als Blockpartei vorbelastet war) oder die der CSU nahestehende Deutsche Soziale Union (DSU) setzen.

Das Ansehen des DA wurde erheblich geschädigt, als wenige Tage vor der Volkskammer-Wahl bekannt wurde, dass Schnur von 1965 bis 1989 für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) tätig gewesen war. Merkel leitete die Pressekonferenz, auf der der DA-Vorstand seine Betroffenheit darüber äußerte.

Allianz für Deutschland (1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 endete für Merkels Demokratischen Aufbruch (DA) mit einem 0,9-Prozent-Desaster. Dank der unerwarteten 41 Prozent für den Bündnispartner Ost-CDU wurde die gemeinsame Allianz für Deutschland jedoch faktischer Wahlsieger. Unter dem CDU-Spitzenkandidaten Lothar de Maizière entstand innerhalb der folgenden Wochen eine Koalition, bestehend aus der Allianz, den Sozialdemokraten und den Liberalen. Am 12. April wählten die Volkskammerabgeordneten dieser Koalitionspartner Lothar de Maizière zum neuen Ministerpräsidenten der DDR. In der Regierung de Maizières erhielt Rainer Eppelmann mit dem Ressort Abrüstung und Verteidigung für den DA ein Ministeramt. Im Einklang mit der Koalitionsarithmetik, die bei der Verteilung weiterer Posten zu beachten war, wurde Merkel in der ersten und gleichzeitig letzten frei gewählten Regierung der DDR stellvertretende Regierungssprecherin.

In den Wochen nach der Volkskammerwahl rückte überraschend schnell die Frage der Deutschen Wiedervereinigung in den politischen Mittelpunkt. Merkel begleitete viele vorbereitende Gespräche, z. B. diejenigen zum Staatsvertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, der am 18. Mai 1990 in Bonn unterzeichnet wurde. Maßgeblicher Verhandlungsleiter auf Seite der DDR war der parlamentarische Staatssekretär beim Ministerpräsidenten der DDR, Günther Krause, der in den nächsten Monaten ein wichtiger Förderer von Merkel wurde. Am 31. August 1990 wurde schließlich in Bonn von Krause und dem Innenminister der Bundesrepublik, Wolfgang Schäuble, der Einigungsvertrag unterschrieben. Merkel begleitete Delegationen um Lothar de Maizière auf Auslandsreisen und war auch beim Abschluss des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September 1990 in Moskau anwesend.

Beitritt zur CDU (1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel mit dem letzten Ministerpräsidenten der DDR, Lothar de Maizière, im August 1990

Das schlechte Abschneiden des Demokratischen Aufbruchs bei der Volkskammerwahl und die Entwicklung der nächsten Monate nötigten zu einer Anlehnung des DA an die CDU, die von Merkel mitgetragen wurde. Am 4. August 1990 stimmte auf einem Sonderparteitag des DA eine Mehrheit für einen Beitritt zur westdeutschen CDU nach vorhergehender Fusion mit der Ost-CDU. Merkel war eine von drei Delegierten, die der DA zum Vereinigungsparteitag der CDU in Hamburg am 1. und 2. Oktober 1990 schickte. In einer Rede stellte sie sich dort als ehemalige „Pressesprecherin des Demokratischen Aufbruchs“ und als Mitarbeiterin de Maizières vor. Am Vorabend dieses 38. CDU-Bundesparteitages kam es zu einem ersten von Merkel initiierten persönlichen Gespräch mit Kohl.

Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erhielt Merkel die Planstelle einer Ministerialrätin (A 16) im Bundespresse- und Informationsamt (BPA). Eine Rückkehr an das Institut, an dem sie zwölf Jahre gearbeitet hatte, war nicht opportun, da im Einigungsvertrag die Abwicklung der Akademie der Wissenschaften festgeschrieben worden war. So wurden ihr Forschungsinstitut und alle anderen grundlegend umstrukturiert, neu eingegliedert oder teilweise aufgelöst, nur die Gelehrtengesellschaft wurde als Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin fortgeführt, neu gegründet wurde 1992/1993 die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Merkel bewarb sich daher mit der gesicherten beruflichen Position im BPA im Rücken um ein Bundestagsmandat. Durch die Vermittlung von Günther Krause, der in Mecklenburg-Vorpommern CDU-Landesvorsitzender war, trat sie im Bundestagswahlkreis Stralsund – Rügen – Grimmen als Direktkandidatin an. Ihre Nominierung erfolgte in der Kaserne Prora auf Rügen.[19] Gleichzeitig wurde sie auf Platz 6 der Landesliste als Listenkandidatin gesetzt.

Bundesministerin für Frauen und Jugend (1991–1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1991 (links, mit Hannelore Rönsch) beim Staatsakt für Detlev Rohwedder

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 gewann Merkel ihren neuen Wahlkreis mit 48,5 Prozent der abgegebenen Erststimmen. Mit der konstituierenden Sitzung am 20. Dezember 1990 wurde sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

Der Wahlsieger Kohl, der sie im November 1990 nochmals zu einem Gespräch ins Kanzleramt nach Bonn eingeladen hatte, nominierte sie überraschend für ein Ministeramt in seinem Kabinett. Das alte Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit wurde dreigeteilt in das Bundesministerium für Gesundheit (Gerda Hasselfeldt), das Bundesministerium für Familie und Senioren (Hannelore Rönsch) und das Bundesministerium für Frauen und Jugend (Angela Merkel). Merkel erhielt ein kleines Restministerium mit wenig Kompetenzen. Sie wurde am 18. Januar 1991 als Ministerin vereidigt. Als parlamentarischen Staatssekretär wählte sie Peter Hintze. Als beamteter Staatssekretär folgte später noch Willi Hausmann.

Merkel war aufgrund ihrer Vergangenheit als Bürgerin der DDR wenig vertraut mit den Gebräuchen in der Union. Ihr schneller Quereinstieg gründete sich ausschließlich auf die Gunst des Bundeskanzlers („Kohls Mädchen“), während ihre späteren Konkurrenten in Karrierenetzwerken wie dem Andenpakt zusammengeschlossen waren, gegen die sie zunächst keine eigene Hausmacht geltend machen konnte. Daher bemühte sie sich im November 1991 um den CDU-Landesvorsitz in Brandenburg, musste jedoch eine Abstimmungsniederlage gegen Ulf Fink hinnehmen. Im Dezember 1991 wurde sie auf dem CDU-Bundesparteitag in Dresden zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden und damit in das Amt gewählt, das vor ihr Lothar de Maizière innegehabt hatte. Von 1992 bis 1993 saß sie darüber hinaus dem Evangelischen Arbeitskreis (EAK) der Unionsparteien vor. Nach dem politischen Rückzug de Maizières und nachdem Günther Krause als Bundesverkehrsminister durch umstrittene Vergaben von Lizenzen für Autobahnraststätten in die Medien gekommen war, besaß sie eine der wenigen unbelasteten Ostbiografien innerhalb der CDU. Im Juni 1993 nahm sie die Chance wahr, ihre Macht in der Partei auszubauen, indem sie Krause nach seinem politischen Rückzug als CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern nachfolgte.

Bundesumweltministerin (1994–1998)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umweltministerin Angela Merkel im Juni 1995 am Stresemannufer in Bonn

Merkel erreichte bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 in ihrem Wahlkreis 48,6 Prozent der Erststimmen und wurde im Kabinett Kohl überraschend Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.[20]

Ihr Amtsvorgänger war der auch außerhalb der Union anerkannte Klaus Töpfer. Dessen umweltpolitische Positionen und Forderungen stießen jedoch innerhalb des Wirtschaftsflügels der CDU und insbesondere beim Koalitionspartner FDP auf zunehmenden Widerstand. Die Vereidigung Merkels am 17. November 1994 und der Wechsel Töpfers an die Spitze des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau können parteipolitisch als Töpfers Entmachtung betrachtet werden. Merkel entließ drei Monate nach Amtsantritt Töpfers langjährigen beamteten Staatssekretär Clemens Stroetmann und ersetzte ihn durch Erhard Jauck.

CDU-Generalsekretärin (1998–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl am 27. September 1998 endete für die Union und ihren Kanzlerkandidaten Kohl mit einem Debakel. CDU und CSU erzielten mit 35,2 Prozent das schlechteste Ergebnis seit 1949 – erstmals wurde eine amtierende Bundesregierung abgewählt. Merkels Erststimmenanteil sank um 11 Prozentpunkte auf 37,3 Prozent.

Wolfgang Schäuble, Kohls „ewiger Kronprinz“, hatte seit 1996/97 immer wieder die Frage aufgeworfen, welcher CDU-Spitzenpolitiker als Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl antreten solle. Bereits vor der Wahl des Kandidaten hatte er in Interviews Kritik daran erkennen lassen, dass Kohl erneut antrat. Er hatte sich gegen Kohl, den „ewigen Kanzler“, aber nicht durchsetzen können. Auf dem CDU-Bundesparteitag in Bonn am 7. November 1998 wurde Schäuble jetzt zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Auf seinen Vorschlag wurde Merkel Generalsekretärin der CDU. Damit gewann sie eine der Positionen, die in der Arbeit der CDU in ihrer neuen Rolle als Oppositionspartei noch am interessantesten waren. Kohl wurde Ehrenvorsitzender der CDU mit Sitz in deren Präsidium und Bundesvorstand.

Die CDU schaffte in den folgenden Monaten bei Landtagswahlen einige gute Ergebnisse und im Juni 1999 bei der Europawahl zusammen mit der CSU überragende 48,7 Prozent (1994: 38,8 Prozent). Hatte sich schon in der Ära Kohl die Tendenz gezeigt, dass die deutschen Wähler die auf Bundesebene in der Opposition befindlichen Parteien bei anderen Wahlen stärkten, wurde jetzt die neue Oppositionspartei CDU gestützt und damit auch deren Generalsekretärin Merkel.

CDU-Spendenaffäre (1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1999 wurde die CDU-Spendenaffäre öffentlich. Der CDU-Ehrenvorsitzende Helmut Kohl gab in einem ZDF-Interview am 16. Dezember 1999 bekannt, dass er während seiner Zeit als Bundeskanzler unter Bruch des Parteispendengesetzes Millionenbeträge entgegengenommen hatte. Kohl weigerte sich, den oder die Geldgeber zu nennen, da er ihnen sein Ehrenwort gegeben habe. Merkel veröffentlichte am 22. Dezember 1999 einen Gastbeitrag[21] in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in dem sie Kohls Haltung kritisierte und die Partei zur Abnabelung aufforderte:

„Die Partei muss also laufen lernen, muss sich zutrauen, in Zukunft auch ohne ihr altes Schlachtross, wie Helmut Kohl sich oft selbst gerne genannt hat, den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen. Sie muss sich wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen, eigene Wege gehen.“

Diese offene Kritik an Kohl, die bis dahin von der Parteiführung ungehört war, war nicht mit dem Parteivorsitzenden Schäuble abgesprochen, der Merkel daraufhin „eigentlich entlassen“ wollte; unter Funktionären wurde sie als „Vatermörderin“ und „Nestbeschmutzerin“ bezeichnet, erhielt aber auch viel Zuspruch für ihren riskanten Schritt, unter anderem von Christian Wulff. Da Schäuble ihr in der Sache Recht gab und Merkel, als unbelastet geltend, einen Neuanfang glaubwürdig vertreten konnte, beließ er sie im Amt.[22]

Am 18. Januar 2000 wurde Kohl vom CDU-Präsidium und vom Bundesvorstand der CDU aufgefordert, seinen Ehrenvorsitz bis zur Nennung der Spender ruhen zu lassen. Kohl reagierte mit seinem Rücktritt vom Ehrenvorsitz. Inzwischen hatte er mit Schäuble eine teilweise öffentlich geführte Auseinandersetzung begonnen.[23] Auch Schäuble selbst war inzwischen durch die Parteispendenaffäre angeschlagen: Er gab am 10. Januar 2000 in einem ARD-Interview zu, eine Spende des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber entgegengenommen zu haben, obwohl er dies im Bundestag am 2. Dezember 1999 bestritten hatte. Als Brigitte Baumeister, zur fraglichen Zeit Schatzmeisterin der CDU, in Aussagen zu den Details der Geldübergabe Schäuble widersprach, war dieser als CDU-Bundesvorsitzender nicht mehr zu halten.

CDU-Vorsitzende (seit 2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel als Parteivorsitzende auf dem 28. Parteitag der CDU Deutschlands am 14. Dezember 2015 in Karlsruhe

Am 16. Februar 2000 erklärte Schäuble vor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seinen Rücktritt als Partei- und Fraktionsvorsitzender. In den darauf folgenden Wochen war die Partei führungslos, Angela Merkel befand sich als Generalsekretärin in einer Schlüsselposition. In dieser Zeit fanden neun sogenannte „Regionalkonferenzen“ statt. Sie waren ursprünglich angesetzt worden, um die CDU-Spendenaffäre mit der Parteibasis zu diskutieren und aufzuarbeiten. Auf diesen lokalen Parteiversammlungen formierte sich Unterstützung für Merkel als Schäuble-Nachfolgerin. Ihr später Quereinstieg kam ihr nun zugute: Sie galt in der Öffentlichkeit und bei der Basis als in der Parteispendenangelegenheit unbelastet. Frühzeitig sprach sich der niedersächsische Oppositionsführer Christian Wulff für Merkel aus. Volker Rühe, Friedrich Merz und Edmund Stoiber dagegen sollen ihrer Kandidatur kritisch gegenübergestanden haben.[24]

Am 10. April 2000 wurde Angela Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag in Essen mit 897 von 935 gültigen Stimmen zur neuen CDU-Bundesvorsitzenden gewählt. Neuer CDU-Generalsekretär wurde, auf Merkels Vorschlag, Ruprecht Polenz. Den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion übernahm Friedrich Merz. Das neue Führungstrio erlebte am 14. Juli eine erste herbe politische Niederlage: Obwohl die rot-grüne Bundesregierung nicht über die notwendige Mehrheit im Bundesrat verfügte, war es ihr gelungen, in der Abstimmung über die geplante Steuerreform einige Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung auf ihre Seite zu ziehen. Bereits im November 2000 trennte sich Angela Merkel von dem in den Medien als moderat beurteilten Generalsekretär Ruprecht Polenz. Als seinen Nachfolger wählte sie den aggressiver auftretenden Laurenz Meyer, der wie Polenz Bundestagsabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen war.

Die Jahre 2000 und 2001 bescherten der CDU unter Merkel – auch als Folge der Spendenaffäre – keine großen Landtagswahlerfolge. Die rot-grüne Bundesregierung schien dagegen Tritt gefasst zu haben. Die Positionierung für die Bundestagswahl im September 2002 begann: Friedrich Merz hatte sich selbst bereits im Februar 2001 als Kandidat für das Amt des Bundeskanzlers ins Gespräch gebracht. Damit war die Diskussion um die Kandidatenfrage – in den Medien häufig als „K-Frage“ bezeichnet – eingeläutet. Angela Merkels Bereitschaft zur Kandidatur war bekannt. Sie verfügte in den Spitzen der Partei jedoch über wenig Rückhalt, da viele CDU-Ministerpräsidenten und Landesvorsitzende den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber favorisierten. Im Dezember 2001 war auf dem Bundesparteitag in Dresden eine Entscheidung vermieden worden, diese sollte am 11. Januar 2002 auf einer Sitzung von CDU-Präsidium und Bundesvorstand in Magdeburg fallen. Merkel ging der unmittelbaren Konfrontation mit Stoiber jedoch aus dem Weg: Im Vorfeld hatte sie ihn zum „Wolfratshauser Frühstück“ zu Hause besucht, bei dem sie ihm ihren Verzicht zu seinen Gunsten mitteilte. Angela Merkels Rückzug diente dabei auch dem eigenen Machterhalt, eine deutliche Abstimmungsniederlage gegen Stoiber hätte als Misstrauensvotum gegen ihre Person aufgefasst werden und eine Diskussion um den Parteivorsitz aufkommen lassen können.

Oppositionsführerin (2002–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl am 22. September 2002 endete mit einer knappen Wiederwahl der rot-grünen Regierungskoalition unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer. Angela Merkel hatte die erfolglose Stoiber-Kandidatur loyal mitgetragen. Zu Schröders Wahlsieg hatte auch dessen schnelle Reaktion auf das damalige Jahrhunderthochwasser beigetragen, als noch wichtiger wird indes seine ablehnende Haltung zum Irakkrieg betrachtet. Dem „Nein“ der amtierenden Bundesregierung stand ein Bekenntnis Merkels zu George W. Bushs Konfrontationskurs – von ihr damals als „Drohkulisse“ bezeichnet – gegenüber.

Unmittelbar nach der verlorenen Bundestagswahl beanspruchte Angela Merkel den CDU/CSU-Fraktionsvorsitz im Bundestag, das bisherige Amt von Friedrich Merz. Sie wollte der Regierung Schröder im Parlament als Oppositionsführerin gegenübertreten. Merz war nicht bereit, seine Position aufzugeben, und äußerte seinerseits Kritik an Merkel. Auf der entscheidenden CDU-Präsidiumssitzung soll das Votum Stoibers zugunsten Merkels den Ausschlag gegeben haben. Das Verhältnis zwischen Merkel und Merz galt bereits vorher als konfliktbelastete Konkurrenzkonstellation.

Bei der ersten Wiederwahl als Parteivorsitzende auf dem Bundesparteitag in Hannover am 11. November 2002 wurde Merkel mit 93,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt und seitdem sechsmal. Ihr bislang bestes Ergebnis erreichte Merkel 2012 in Hannover mit 97,94 Prozent der Stimmen,[25] 2014 erhielt sie in Köln 96,72 Prozent.[26]

2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jahr 2003 brachte der CDU und ihrer Vorsitzenden Erfolge bei den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen. Die stärker werdende Präsenz der CDU im Bundesrat ermöglichte Angela Merkel schließlich ein Mitregieren aus der Opposition heraus. Die CDU trug die Agenda 2010 der rot-grünen Bundesregierung mit und stimmte, nachdem sie im Vermittlungsausschuss noch weiter gehende Forderungen durchgesetzt hatte, den Gesetzesänderungen in Bundestag und Bundesrat zu. So war sie vor allem bei der Formulierung der zum 1. Januar 2004 wirksam gewordenen Gesundheitsreform und des Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) eingebunden. Im Fall des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, dessen Thesen zum „jüdischen Tätervolk“ scharf kritisiert wurden, zeigte sich Merkel jedoch wenig entschlussfreudig: Der erste Fraktionsausschluss eines Unionsabgeordneten in der Geschichte des Deutschen Bundestages, im November 2003, erfolgte erst nach längerer Bedenkzeit und unter öffentlichem Druck.

2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Februar 2004 trat der politisch angeschlagene Bundeskanzler Gerhard Schröder als SPD-Vorsitzender zurück, sein Nachfolger wurde Franz Müntefering. Im gleichen Monat gelang der CDU ein deutlicher Sieg bei der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft. Angela Merkel bereiste im Februar drei Tage lang die Türkei. Dort setzte sie sich für das Modell der „privilegierten Partnerschaft“ ein, als Alternative zu der von der Bundesregierung angestrebten Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union.

In einer Rede vom 20. November 2004 äußerte sich Angela Merkel mit den Worten „Die multikulturelle Gesellschaft ist gescheitert“ zur innenpolitischen Lage Deutschlands im Hinblick auf die Integrationsproblematik der muslimischen (vorwiegend türkischen) Bevölkerung. Dabei brachte Angela Merkel erneut den Begriff der deutschen Leitkultur in die Diskussion und kritisierte vor allem den aus ihrer Sicht mangelnden Integrationswillen der Muslime.

Das Ende der Amtszeit von Bundespräsident Johannes Rau bedeutete die Neubesetzung des formal höchsten politischen Amtes in der Bundesrepublik Deutschland. Wolfgang Schäuble hatte sich früh als Kandidat ins Gespräch gebracht und konnte auf Unterstützung innerhalb von CDU und CSU hoffen. Innerparteiliche Gegenspieler Angela Merkels wie Roland Koch und Friedrich Merz favorisierten Schäuble, ebenso wie Edmund Stoiber (CSU). Horst Köhler galt als Merkels Kandidat, und sein Wahlerfolg in der Bundesversammlung am 23. Mai 2004 wurde allgemein als ein weiterer Ausbau ihrer Machtposition gewertet.

Vorgezogene Bundestagswahl 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 brachte der SPD eine schwere Wahlniederlage, die eine Serie von Landtagswahlniederlagen der Jahre 2003 und 2004 fortsetzte. Als politisch-medialen Befreiungsschlag kündigten eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale zuerst SPD-Parteichef Franz Müntefering und kurze Zeit darauf Bundeskanzler Gerhard Schröder an, eine vorgezogene Neuwahl des Bundestages für den Herbst 2005 anzustreben.

Am 30. Mai bestimmten die Parteipräsidien von CDU und CSU in einer gemeinsamen Sitzung Angela Merkel zur Kanzlerkandidatin der Unionsparteien. Ihre Rolle war unumstritten, die innerparteilichen Gegenspieler marginalisiert. Merkels Schattenkabinett wurde angesichts der angestrebten Koalition mit der FDP als „Kompetenzteam“ vorgestellt. Insbesondere Paul Kirchhof und sein „Kirchhof-Modell“ (zur Besteuerung von Einkommen) sowie die CDU-Vorstellungen zur Krankenversicherung („Kopfpauschale“) galten später als „schwer vermittelbar“ und mitverantwortlich für ein unbefriedigendes Wahlergebnis.

Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 erreichten CDU/CSU mit der Spitzenkandidatin Angela Merkel 35,2 Prozent (2002: 38,5) vor der SPD mit 34,2 Prozent. Damit blieb die Union deutlich hinter ihren Prognosen zurück und konnte ihr Wahlziel, die absolute Mehrheit der Bundestagsmandate für CDU/CSU und FDP, nicht erreichen. Ihren eigenen Wahlkreis 15 (Stralsund, Landkreis Nordvorpommern und Landkreis Rügen) gewann Angela Merkel mit 41,3 Prozent der Erststimmen. Neben der Union mussten aber auch die Sozialdemokraten deutliche Stimmeneinbußen hinnehmen, so dass die bisherige Regierungskoalition aus SPD und Grünen ihre Parlamentsmehrheit verlor.

Bundeskanzlerin (seit 2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundeskanzlerin in der Großen Koalition (2005–2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koalitionsverhandlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Angela Merkel bei der Rede zur Eröffnung des Campus der ESMT 2006

In einer Fernsehdiskussion am Wahlabend, der so genannten „Elefantenrunde“, beanspruchte Gerhard Schröder trotz der eingebüßten Mehrheit von Rot-Grün überraschend die Regierungsbildung für sich – in einer Form, die heftige Diskussionen auslöste und die er selbst später als „suboptimal“ bezeichnete. Die nächsten Tage waren im politischen Berlin von der Frage bestimmt, ob der SPD, als im Bundestag größter Einzelfraktion einer Partei, oder der CDU/CSU, als größter Fraktionsgemeinschaft, das Amt des Bundeskanzlers – in einer wie auch immer gearteten Koalitionsregierung – gebühre.

Am 20. September wurde Angela Merkel von der erstmals nach der Wahl zusammengetretenen Unions-Bundestagsfraktion in geheimer Wahl mit 219 von 222 Stimmen zur Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt. Nach dem enttäuschenden Bundestagswahlergebnis war dies ein wichtiges Vertrauensvotum und Rückhalt für bevorstehende Koalitionsgespräche. Die Öffentlichkeit erlebte in den 14 Tagen bis zu einer notwendigen Nachwahl im Wahlkreis 160 (Dresden I) Gespräche Angela Merkels und Edmund Stoibers mit Bündnis 90/Die Grünen zwecks Sondierung einer möglichen schwarz-gelb-grünen „Jamaika-Koalition“ zusammen mit der FDP. Erst nach der Entscheidung in Dresden begannen die Gespräche mit der SPD zur Bildung einer Großen Koalition. Am 10. Oktober veröffentlichten SPD, CDU und CSU eine gemeinsame Vereinbarung, die die geplante Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin durch den 16. Deutschen Bundestag beinhaltete. Am 12. November stellte sie nach fünfwöchigen Verhandlungen der CDU/CSU mit der SPD den Koalitionsvertrag vor.

Am 22. November 2005 wurde Angela Merkel mit 397 der 611 gültigen Stimmen (Gegenstimmen: 202; Enthaltungen: 12) der Abgeordneten des 16. Deutschen Bundestages zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Dies waren 51 Stimmen weniger, als die Koalitionsparteien Mandate besaßen. Nach sieben männlichen Amtsvorgängern ist Angela Merkel die erste Frau im Amt des deutschen Bundeskanzlers, die erste Bundeskanzlerin. Gleichzeitig war sie mit 51 Jahren die jüngste Amtsinhaberin. Ebenfalls ist sie die erste Person aus den neuen Bundesländern und die erste Naturwissenschaftlerin, die dieses Amt bekleidet.

Regierungsbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch vor Beginn der Legislaturperiode verzichtete Merkels langjähriger Konkurrent Edmund Stoiber überraschend auf das für ihn vorgesehene Amt des Wirtschaftsministers, nach eigenem Bekunden wegen Franz Münteferings Rückzug vom Parteivorsitz der SPD.

In die Vertrauens- und Schlüsselstellung als Leiter des Bundeskanzleramtes berief Angela Merkel Thomas de Maizière, Cousin des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière.

Erste Hälfte der Amtsperiode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Amtsperiode traten Merkel und ihr Kabinett weder außen- noch innenpolitisch in besonderem Maße in Erscheinung. Lediglich Merkels Minister sorgten für einige Schlagzeilen, die sich aber mehr auf Kompetenzfragen oder die langfristige Ausrichtung der Regierungsarbeit als auf konkrete Sachfragen bezogen.

Ende März 2006 legte Merkel ein Acht-Punkte-Programm für die zweite „Etappe“ der Legislaturperiode vor. Darin wurden geplante Anstrengungen in den Bereichen Föderalismusreform, Bürokratieabbau, Forschung und Innovation, Energiepolitik, Haushalts- und Finanzpolitik, Familienpolitik, Arbeitsmarktpolitik und insbesondere Gesundheitsreform skizziert.

Merkel und weitere Regierungschefs auf dem G8-Gipfel 2007 im mecklenburgischen Seebad Heiligendamm

Ungeachtet des Fehlens nötiger einschneidender Reformen stieß Merkels eher sachlicher Regierungsstil[27] anfangs in der Bevölkerung, unter den Führungskräften der Wirtschaft und im Ausland überwiegend auf Zustimmung.

Am 27. November 2006 wurde sie auf dem Bundesparteitag der CDU mit 93 Prozent der Stimmen erneut zur Bundesvorsitzenden der Partei gewählt.

Merkel sorgte für einen kleineren außenpolitischen Eklat, als sie am 23. September 2007 den Dalai Lama Tendzin Gyatsho im Berliner Bundeskanzleramt empfing. Das Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter war von ihr als „privater Gedankenaustausch“ mit einem religiösen Führer bezeichnet worden und sollte nicht als politische Stellungnahme zu den Autonomiebestrebungen Tibets verstanden werden. Trotzdem zeigte sich die Volksrepublik China verstimmt und sagte mit dem Hinweis auf „technische Probleme“ mehrere offizielle Termine auf ministerieller Ebene ab. Merkels außenpolitischer Berater Christoph Heusgen konnte die Wogen wieder glätten, indem er dem chinesischen Botschafter Ma Canrong versicherte, dass Deutschland seine China-Politik nicht ändern werde und die territoriale Integrität Chinas außer Frage stehe.[28][29]

EU-Ratspräsidentschaft 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertreten durch Angela Merkel und den Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte die Bundesrepublik Deutschland vom 1. Januar bis 30. Juni 2007 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne. Der Vorsitz wurde turnusmäßig im Rahmen der Dreier-Präsidentschaft mit Portugal und Slowenien wahrgenommen.

Als wesentliche Bestandteile der politischen Agenda nannte Merkel unter anderem den Europäischen Verfassungsvertrag, die „Klima- und Energiepolitik“, die „Vertiefung der transatlantischen Wirtschaftspartnerschaft“ und eine „Nachbarschaftspolitik für die Schwarzmeerregion und Zentralasien“.[30]

Merkel drängte darauf, dass der Bezug auf Gott und den christlichen Glauben in der EU-Verfassung verankert wird.[31] Letztlich konnte sich diese Forderung, die unter anderem auch aus Polen, Irland und Italien erhoben wurde, nicht durchsetzen – im Vertrag von Lissabon wird nur auf das „kulturelle, religiöse und humanistische Erbe Europas“ Bezug genommen.

Angela Merkel auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei in Warschau, 2009
Zweite Hälfte der Amtsperiode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Finanzkrise und Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2008 wurde – unter anderem durch die Insolvenz zahlreicher großer Finanzinstitute – das historische Ausmaß der 2007 einsetzenden Finanzkrise deutlich. Die IKB, einige deutsche Landesbanken und auch private Institute mussten Abschreibungen in erheblicher Höhe vornehmen. Der Deutsche Bundestag reagierte im August zunächst mit dem Risikobegrenzungsgesetz, die BaFin untersagte bestimmte Leerverkäufe.

Am 8. Oktober 2008 gab die Regierung Merkel eine Garantieerklärung für die Spareinlagen in Deutschland ab. Diese Garantie galt für jedes Institut und für jeden Sparer eines Institutes, das Teil der deutschen Einlagensicherung ist.[32] Zuvor hatte Merkel noch die irische Regierung wegen einer eigenen Staatsgarantie scharf kritisiert, die sich allerdings allein auf einheimische Banken bezog. Merkels Vorgehen wurde von anderen europäischen Finanzministern als nationaler Alleingang kritisiert, von der EU-Kommission jedoch als nicht wettbewerbsverzerrend und damit unproblematisch eingestuft.[33] Die am 5. November 2008 und am 12. Januar 2009 beschlossenen Konjunkturpakete trug Angela Merkel als Kanzlerin mit. Sie sah dies als Chance, gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise hervorzugehen. Als Bundeskanzlerin setzte sie außerdem zusammen mit der SPD die Einführung der Umweltprämie zum 14. Januar 2009 trotz starker Kritik aus der Opposition durch. Damit wurde Käufern eines Neuwagens bei gleichzeitiger Verschrottung ihres mindestens 9 Jahre alten PKWs eine vom Staat gezahlte Prämie in Höhe von 2500 Euro gewährt. Dies sollte die durch die Weltwirtschaftskrise unter Druck geratene Automobilindustrie stützen.[34] Dem angeschlagenen Autobauer Opel sagte Merkel Ende März 2009 ihre Unterstützung bei der Suche nach einem Investor und staatliche Bürgschaften in Aussicht, lehnt es aber ab, Teile von Opel zu verstaatlichen. Beim geplanten Verkauf von Opel im Sommer 2009 plädierte Merkel für den Autozulieferer Magna als zukünftigen Eigentümer.[35]

Im April 2008 hatte Angela Merkel in ihrer Funktion als Kanzlerin den Bankier Josef Ackermann, damals Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, und 20 bis 30 weitere Personen zu seinem 60. Geburtstagsessen eingeladen und musste daraufhin – nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (OVG) aus dem Jahre 2012 – die Liste der geladenen Gäste veröffentlichen lassen. Es wurde unter anderem kritisiert, Merkel habe Politik und Lobby-Interessen miteinander vermischt.[36]

Weitere Politikfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratulierte Merkel ihm zu seinem „historischen Sieg“.[37] Bei ihren ersten Treffen betonten beide ihre gemeinsame Linie zum Beispiel in den Fragen der Erderwärmung oder der Atompolitik des Iran. Eine der wenigen Unstimmigkeiten betraf die Aufnahme von Häftlingen aus dem amerikanischen Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base. Obama drängte auf eine schnelle Entscheidung Merkels.[38] Bei den Beratungen zum Beitritt weiterer Länder, wie der Balkanstaaten, zur EU stieß Merkels konservativer Kurs bei der Außenministerkonferenz in Frauenberg im März 2009 auf Kritik. Der Regierungspartner SPD warf ihr vor, dass ihr Programm im Widerspruch zum Europawahlprogramm der CDU stehe.[39] Nach dem Amoklauf in Winnenden vom 11. März 2009 sprach sich die Bundeskanzlerin für stärkere Kontrollen von Waffenbesitzern aus. Außerdem müsse versucht werden, Waffen für Kinder und Jugendliche unzugänglich aufzubewahren.[40]

Wahlkampf 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des im Vorfeld zur Bundestagswahl im September 2009 geführten Wahlkampfes wurde Merkel in der Öffentlichkeit und auch von Teilen der CDU/CSU oft vorgeworfen, zu wenig Parteiprofil zu zeigen. So wurde zum Beispiel kritisiert, dass sie ihr Konzept zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise nicht klar formulierte. Merkel selbst dementierte diese Vorwürfe. Die Oppositionsparteien übten außerdem Kritik am Verhalten Angela Merkels in der Frage eines Fernsehduells der Spitzenkandidaten aller Parteien. Nach dem Spitzenduell der Kanzlerkandidaten von SPD und CDU sagten beide, Merkel und Steinmeier, ihren Auftritt in einer solchen Runde ab. Im Wahlkampf forderte Merkel eine Senkung des Eingangssteuersatzes bei der Einkommenssteuer in zwei Schritten und den vollen Erhalt des Ehegattensplittings. Die Bundeskanzlerin lehnte weiter einen flächendeckenden Mindestlohn ab und trat dafür ein, die Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland zu verlängern.

Angela Merkel bei der Eröffnung der CeBIT am 6. März 2012

Bundeskanzlerin der Schwarz-Gelben Koalition (2009–2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. September 2009 fand die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag statt. Die Unionsparteien und die FDP erreichten dabei zusammen die notwendige Mehrheit für die von beiden Seiten angestrebte Bildung einer schwarz-gelben Koalition.[41] Allerdings verloren beide Unionsparteien Stimmen und mussten ihr jeweils schlechtestes Ergebnis nach der ersten Bundestagswahl 1949 hinnehmen.[42] Merkel selbst siegte im Wahlkreis 15 (Stralsund – Nordvorpommern – Rügen) mit 49,3 Prozent der Erststimmen und erreichte damit einen Zuwachs von 8 Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Bundestagswahl.[43][44][45]

Regierungsbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Angela Merkel mit dem damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, 2010
Hauptartikel: Kabinett Merkel II

Nachdem sich die Koalitionsparteien auf einen Koalitionsvertrag geeinigt und ihn unterzeichnet hatten, wurde Angela Merkel am 28. Oktober 2009 mit 323 von insgesamt 612 abgegebenen Stimmen erneut zur Bundeskanzlerin gewählt; dies waren neun Stimmen weniger, als die Koalition aus CDU/CSU und FDP innehatte; anschließend wurden auch die neuen Minister in Merkels Kabinett ernannt.[46] Am 10. November 2009 gab Merkel ihre Regierungserklärung für die neue Legislaturperiode ab, in der sie die Überwindung der Folgen der Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt stellte.

Chronik der Amtsperiode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Koalition konnte zunächst nicht recht Fuß fassen, so dass der öffentliche Eindruck von der Regierungsarbeit zunehmend litt. So beschränkte sich die Koalition, die angetreten war, das Steuersystem zu vereinfachen, mit dem „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ zunächst auf leichte steuerliche Entlastungen in verschiedenen Bereichen und das Einführen einer „Hotelsteuer“ (die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen wurde von 19 auf 7 Prozent gesenkt).[47] Gerade im ersten Jahr fand die Koalition nicht zu einem harmonischen Handeln zusammen, was in wechselseitigen Beschimpfungen über die Presse gipfelte. Erst gegen Ende des Jahres 2010 wurde die Zusammenarbeit in der Regierung als gut rezipiert.[48]

Die Folgen der Wirtschafts- und Bankenkrise sowie die zunehmenden Probleme in der Eurozone nahmen einen breiten Raum im Handeln der Koalition ein. Im Mai 2010 beschlossen die Regierungs-Chefs der 17 Euro-Länder auf einem EU-Ratstreffen in großer Hast den ersten Euro-Rettungsschirm: Griechenland (ein Land mit etwa 10 Millionen Einwohnern) erhielt einen unbesicherten Kredit von 80 Milliarden Euro, um eine kurz bevorstehende Staatspleite abzuwenden. Der Bundestag segnete den deutschen Anteil im Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz ab. Mehrere massive Aufstockungen der deutschen Haftung für Schulden anderer Euro-Länder – ein Verstoß gegen die No-Bailout-Klausel – folgten (siehe Eurokrise, griechische Finanzkrise).

Die Arbeitslosenzahl sank im Herbst 2010 auf unter 3 Millionen.[49]

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stieß im Frühjahr 2010 eine Debatte zu einer Bundeswehrreform an, die eine maximale Truppenstärke von 185.000 Soldaten vorsah. In der CDU und CSU gab es zunächst große Bedenken, dennoch konnte auf Parteitagen im Herbst 2010 eine breite Zustimmung erzielt werden. Der Deutsche Bundestag beschloss am 24. März 2011 mit den Stimmen der Union, FDP, SPD und den Grünen die Aussetzung der seit 55 Jahren bestehenden Wehrpflicht, so dass die Bundeswehr ab dem 1. Juli 2011 eine Berufsarmee wurde (auch ‚Freiwilligenarmee‘ genannt).[50][51]

Im Zuge einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit erklärte zu Guttenberg, bis dahin beliebtester Minister ihres Kabinetts, unter öffentlichem und politischem Druck am 1. März 2011 seinen Rücktritt von sämtlichen bundespolitischen Ämtern.[52] Merkels Äußerung, sie habe Guttenberg „nicht als wissenschaftlichen Assistenten“ bestellt und seine Arbeit als Minister sei „hervorragend“,[53] verstärkte den Unmut an Universitäten und bei Akademikern über den Umgang mit der Affäre, die diese Äußerung als Geringschätzung oder Relativierung von wissenschaftlichen Standards aufnahmen.[54][55]

Im Oktober 2010 verlängerte die Bundesregierung die Laufzeiten aller 17 damals aktiven deutschen Atomkraftwerke und rückte damit vom so genannten Atomkonsens (2000/2002) der rot-grünen Regierung Schröder ab. Die sieben vor 1980 in Betrieb gegangenen deutschen Atomkraftwerke erhielten Strommengen für zusätzliche acht Betriebsjahre; die übrigen zehn erhielten Strommengen für zusätzliche 14 Betriebsjahre.[56]

Im März 2011 – wenige Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan – beschloss Merkel einen deutlichen Wechsel ihrer Atompolitik bzw. Energiepolitik. Zunächst verkündete die Bundesregierung ein dreimonatiges Atom-Moratorium für die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke sowie für das Kernkraftwerk Krümmel; kurz darauf setzte sie zwei Expertenkommissionen ein, um ihren beschleunigten Atomausstieg zu rechtfertigen bzw. legitimieren.

Am 6. Juni 2011 beschloss das Kabinett Merkel II das Aus für acht Kernkraftwerke und einen stufenweisen Atomausstieg Deutschlands bis 2022.[57][58]

Dieser energische Kurswechsel brachte Merkel viel innerparteiliche Kritik ein, vor allem aus dem konservativen Flügel der Union.[59][60] Umweltschutzorganisationen und die oppositionellen Grünen kritisierten den Atomausstieg als nicht ausreichend,[61] dennoch nahm Angela Merkel mit dem Atomausstieg die Bundesregierung wie die sie tragenden Parteien aus der direkten Kritik und konnte auf eine breite Zustimmung aus der Bevölkerung bauen.[62]

Angela Merkel auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei 2012

Im Mai 2012 erregte es großes Aufsehen, als Merkel überraschend die Entlassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen herbeiführte. Ihre Entscheidung verkündete sie drei Tage nach Röttgens Landtagswahl-Niederlage als Spitzenkandidat der NRW-CDU gegen die amtierende NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Noch vor der Wahl hatte Merkel wiederholt Norbert Röttgen gelobt.

Im Zusammenhang mit der Eurokrise beschloss der Bundestag am 13. Juni 2013 ein Gesetz zur Etablierung eines einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismuses, welcher auch eine Rekapitalisierung von finanziell in Schwierigkeiten geratenen Banken mit Geldern aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erlaubt, welcher bis dahin nur Hilfszahlungen an Staaten erlaubte.[63] Mit der regulären Bundestagswahl am 22. September 2013 verlor die Union ihren Koalitionspartner FDP, erreichte mit 41,5 Prozent jedoch das beste Zweitstimmenergebnis seit der Bundestagswahl 1990 und verpasste eine absolute Mehrheit nur knapp.

Die Telefonnummer der Bundeskanzlerin (geschwärzt) auf einem Auszug aus einer geheimen NSA-Datei

Nachdem im Zuge der Überwachungs- und Spionageaffäre 2013 Hinweise darüber bekannt geworden waren, dass das CDU-Mobiltelefon der Bundeskanzlerin über Jahre hinweg durch den US-Geheimdienst NSA abgehört worden sein könnte, forderte Merkel am 23. Oktober 2013 in einem persönlichen Telefonat mit US-Präsident Obama eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe und eine Beantwortung einer bereits vor Monaten gestellten Anfrage der deutschen Bundesregierung. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der Vereinigten Staaten erklärte hierzu, dass der Präsident der Kanzlerin versichert habe, „dass die Vereinigten Staaten ihre Kommunikation nicht überwachen und auch nicht überwachen werden.“ Die Sprecherin beantwortete dabei trotz gezielter Nachfrage aber nicht, ob dies auch für die Vergangenheit gilt.[64][65][66][67] Laut dem Journalisten Sidney Blumenthal, der auch als Berater von US-Präsident Bill Clinton und der US-Außenministerin Hillary Clinton tätig war, überwachten die Vereinigten Staaten wiederholt Gespräche von Angela Merkel mit Finanzminister Wolfgang Schäuble und von Merkel und Schäuble mit Gerhard Schindler und Generalmajor Norbert Stier, Präsident und Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. So wurde am 6. Mai 2012 eine von Schäuble angesetzte „sichere“ Telefonkonferenz mit Merkel zur Wahl François Hollandes zum französischen Präsidenten und zum Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein abgehört. In dem Gespräch schlug Schäuble unter anderem vor, vorgezogene Bundestagswahlen in Erwägung zu ziehen, um einem möglichen Linkstrend und somit einem drohenden Verlust der Regierungsmehrheit vorzubeugen. Schäuble berichtete auch zu Informationen des Bundesamtes für Verfassungsschutz über das Erstarken rechtsextremer Parteien in Frankreich und Griechenland sowie rechtsextremer paramilitärischer Gruppen in Schweden, Deutschland, Belgien und den Niederlanden, während sich Merkel besorgt über Beziehungen der CSU zu Rechtsextremisten in Deutschland und Österreich äußerte. Bei Gesprächen im Juli, August und September 2012 ging es um die Eurokrise und um anstehende Wahlen in den Niederlanden und Italien.[68]

Kurz vor Beginn des Brüsseler EU-Gipfels vom 24. bis 25. Oktober 2013, bei dem die verdichteten Hinweise auf eine Spionage der Vereinigten Staaten gegen befreundete europäische Länder ausführlich erörtert wurden, obwohl dieses Thema auf der Tagesordnung nicht angekündigt war, sagte Merkel: „Das Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht. Wir sind Verbündete, aber so ein Bündnis kann nur auf Vertrauen aufgebaut sein.“[69] Am selben Tag berichtete die New York Times, dass ein Auftrag zum Lauschangriff auf das Telefon Merkels in die Regierungszeit von US-Präsident George W. Bush zurückreiche und dass die US-Sicherheitsberaterin Susan E. Rice beteuert habe, der gegenwärtige US-Präsident Obama habe von dieser Sache nichts gewusst.[70] Der Spiegel berichtete am 26. Oktober 2013, dass Merkels Mobiltelefon offenbar seit mehr als zehn Jahren überwacht werde und dass in der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin Mitarbeiter der NSA und der CIA mittels moderner Hochleistungsantennen die Kommunikation im Regierungsviertel illegal abhören würden.[71][72] Dabei seien nicht nur Verbindungsdaten der Gesprächspartner, sondern auch Inhalte von einzelnen Gesprächen aufgezeichnet worden.[73] Am 27. Oktober 2013 wurde unter Berufung auf einen hohen NSA-Mitarbeiter berichtet, dass NSA-Chef Keith B. Alexander den US-Präsidenten 2010 persönlich über die Abhöraktion gegen Merkel informiert habe und dass nicht bloß ihr CDU-Mobiltelefon belauscht wurde, sondern auch ein angeblich abhörsicheres Handy der Bundeskanzlerin.[74] Obama habe die Maßnahmen seinerzeit nicht nur weiterlaufen lassen, sondern auch darauf gedrängt, das neue Kanzler-Handy zu knacken.[75][76] Am 30. Oktober 2013 berichtete die New York Times unter Berufung auf einen früheren Geheimdienstmitarbeiter, dass die NSA in Deutschland jede erreichbare Telefonnummer „aufsauge“; auch ranghohe Beamte und die Chefs der Oppositionsparteien seien Spionageziele. Für die Berichte der NSA hätten sich das Außenministerium, das Finanzministerium, andere Geheimdienste der Vereinigten Staaten sowie der Nationale Sicherheitsrat bei Präsident Obama interessiert. Obamas Sicherheitsberater hätten nach den ihnen regelmäßig vorgelegten Berichten kaum übersehen können, dass internationale Politiker wie Merkel ausgespäht würden.[77][78] Der Start der Abhöraktion der Vereinigten Staaten gegen Deutschland sei 2002 erfolgt und habe sich vor allem gegen den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder gerichtet, weil dessen Ablehnung des Irakkrieges und dessen „Nähe“ zum russischen Präsidenten Putin bei den Vereinigten Staaten die Frage aufgeworfen habe, ob ihm noch getraut werden könne.[79] Dass NSA-Chef Alexander mit Obama über eine Merkel betreffende Operation je gesprochen habe, wurde von der NSA allerdings umgehend dementiert.[80] Gestützt auf US-Regierungskreise brachte das Wall Street Journal am 27. Oktober 2013 die Version, dass das NSA-Abhörprogramm gegen Merkel und die Spitzenpolitiker anderer Nationen gestoppt worden sei, als eine Überprüfung durch die US-Regierung dem US-Präsidenten im Sommer 2013 die Existenz dieser Geheimdienstoperationen offenbart habe.[81] Mit dem Blick auf die Ausspähungen, die die Vereinigten Staaten offenbar auch gegen andere Nationen sowie gegen die Vereinten Nationen, die Europäische Union, den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank gerichtet hatten, ließen Dilma Rousseff, die Präsidentin Brasiliens, und Bundeskanzlerin Merkel eine Resolution der Vereinten Nationen vorbereiten, die den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ergänzen soll und alle Staaten auffordert, Gesetzgebung und Praxis bei Überwachungsaktionen im Ausland auf den Prüfstand zu stellen. Der am 1. November 2013 beim UN-Menschenrechtsausschuss eingereichte, die USA konkret nicht nennende Textentwurf einer Resolution wurde nach mehrwöchiger Beratung auf Drängen der USA und anderer Staaten abgeschwächt und von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 26. November 2013 einstimmig beschlossen.[82][83][84][85]

Bundeskanzlerin in der Großen Koalition (seit 2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel beim Abschluss des Thüringer Landtagswahlkampfes 2014
Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September 2013 fand die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Während die Unionsparteien mit 41,5 Prozent das beste Zweitstimmenergebnis seit 1990 erhielten, schaffte der bisherige Koalitionspartner, die FDP, den Wiedereinzug in den Bundestag mit 4,8 Prozent erstmals seit 1949 nicht. Merkel selbst siegte im Wahlkreis 15 (Stralsund – Nordvorpommern – Rügen) mit 56,2 Prozent der Erststimmen und erreichte damit einen Zuwachs von 6,9 Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Bundestagswahl.

Angela Merkel im Deutschen Bundestag, 2014
Regierungsbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel: Kabinett Merkel III

Nachdem sich die Koalitionsparteien auf einen Koalitionsvertrag geeinigt und ihn unterzeichnet hatten, wurde Angela Merkel am 17. Dezember mit 462 von insgesamt 621 abgegebenen Stimmen erneut zur Bundeskanzlerin gewählt; dies sind 42 Stimmen weniger, als die Koalition aus CDU/CSU und SPD innehat; anschließend wurden auch die neuen Minister in Merkels Kabinett ernannt.

Angela Merkel ist die erste Person an der Spitze der deutschen Regierung, die in der Bundesrepublik (1954) geboren wurde. Ihr Vorgänger Gerhard Schröder wurde im NS-Reich (1944), dessen Vorgänger Helmut Kohl in der Weimarer Republik geboren (1930). Seit dem 26. März 2014, als der estnische Premierminister Andrus Ansip zurücktrat, ist Merkel die am längsten amtierende Regierungschefin der Europäischen Union.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama, dessen Frau sowie Joachim Sauer beim Staatsempfang in Baden-Baden, 3. April 2009

Die Zukunft der Europäischen Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während eines EU-Gipfels in Brüssel am 7. November 2012 warb Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Vereinigten Staaten von Europa: „Ich bin dafür, dass die Kommission eines Tages so etwas wie eine europäische Regierung ist“.[86] 2005 äußerte Merkel – unter anderem bei einem Besuch in Istanbul –, sie favorisiere eine „privilegierte Partnerschaft“ der Türkei statt einer Vollmitgliedschaft in der EU.

Militärische Konfliktlösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld des Irakkriegs bekundete Angela Merkel ihre Sympathien für die Irak-Politik der USA und die „Koalition der Willigen“. Sie kritisierte als deutsche Oppositionsführerin vom Boden der USA aus die Außenpolitik der Bundesregierung, was ihr scharfen Widerspruch aus Berlin einbrachte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering beurteilte Merkels Äußerung als „Bückling gegenüber der US-Administration“.

In einer Rede im Deutschen Bundestag am 19. März 2003 erklärte Merkel die Unterstützung der Union für das Ultimatum an Saddam Hussein als „letzte Chance des Friedens“ und forderte die Bundesregierung auf, dies ebenso zu tun, um „den Krieg im Irak wirklich zu verhindern“.

Angela Merkels Grundhaltung zu militärischen Konfliktlösungen beschreibt sie in Veröffentlichungen aus dieser Zeit. Als „Ultima Ratio“ akzeptierte Merkel beispielsweise das NATO-Engagement im Kosovokrieg (1999) und stellt historische Vergleiche zur deutschen Geschichte an:

„Ein Blick zurück in unsere eigene Geschichte mahnt dazu, den Frieden als wertvolles Gut zu erhalten und alles zu tun, um kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden. […] Ein Blick in die gleiche Geschichte mahnt aber auch, dass ein falsch verstandener, radikaler Pazifismus ins Verhängnis führen kann und der Einsatz von Gewalt – trotz des damit einhergehenden Leides – in letzter Konsequenz unausweichlich sein kann, um noch größeres Übel zu verhindern. Auch die jüngere europäische Geschichte zeigt, dass Krieg im Umgang mit Diktatoren zur ‚ultima ratio‘ werden kann. […] Beim Kosovo-Krieg hat eine ‚coalition of the willing‘ durch den Einsatz von Gewalt noch größeres Leid […] verhindert.“

Bezüglich des Abzugs der Atomwaffen in Deutschland besteht Merkel darauf, dass die Verhandlungen über den Abzug der Raketen gemeinsam mit den anderen Nato-Ländern und keinesfalls im Alleingang durchgeführt werden.[87]

Integrationspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan bei einem Deutschland-Besuch im Februar 2008 die Türken in Deutschland vor einer Assimilation gewarnt hatte, kritisierte sie dessen „Integrationsverständnis“.[88] Merkel lehnt die Trennung von muslimischen Jungen und Mädchen im Sportunterricht ab, da dies das „völlig falsche integrationspolitische Signal“ und das Gegenteil von Integration sei.[89] Des Weiteren ist sie gegen die Doppelte Staatsbürgerschaft.[90]

2010 sagte sie, dass man Migranten nicht nur fördern sondern auch fordern müsse.[91]

„Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“

Angela Merkel 2010 auf dem Deutschlandtag der Jungen Union

Muslime in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Besuch des türkischen Ministerpräidenten Ahmet Davutoğlu im Berliner Kanzleramt sagte sie im Januar 2015: „Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat gesagt: Der Islam gehört zu Deutschland. Und das ist so. Dieser Meinung bin ich auch.“[92]

Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan im Jahre 2015 hat Angela Merkel zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen aufgerufen. Bei einem Empfang in Berlin bekräftigte sie zudem: „Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört.“[93]

Vor Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen verwies sie auf die weltweiten Gewalttaten im Namen einer Religion – „zu oft leider im Namen des Islams“. Doch jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, jeder Generalverdacht verbiete sich, sagte Merkel. Die allermeisten Muslime seien rechtschaffene und verfassungstreue Bürgerinnen und Bürger.[94]

Nahost-Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel hat sich bisher zurückhaltend zu einer deutschen Beteiligung an einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen im Südlibanon zur Befriedung des Israel-Libanon-Konflikts geäußert. Israels Premier Olmert plädierte für die Beteiligung deutscher Soldaten. „Ich habe Kanzlerin Angela Merkel mitgeteilt, dass wir absolut kein Problem haben mit deutschen Soldaten im Südlibanon“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Zurzeit gebe es keine Nation, die sich Israel gegenüber freundschaftlicher verhalte als Deutschland.[95]

Am 18. März 2008 hielt Merkel in Israel vor der Knesset eine Rede, die sie auf Hebräisch begann.[96][97] Sie betonte die historische Verantwortung Deutschlands für Israel; die Sicherheit des jüdischen Staates sei Teil der deutschen Staatsräson und niemals verhandelbar. Merkel war die erste ausländische Regierungschefin, die von der Knesset zu einer Rede eingeladen worden war.

Bei einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Jahr 2011 sagte Merkel, ihr fehle „jegliches Verständnis“ für die Genehmigung eines Siedlungsausbau in Ost-Jerusalem durch die israelische Regierung.[98]

Syrien-Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgerkrieg in Syrien forderte Merkel im Dezember 2011 ein Urteil des UN-Sicherheitsrates gegen den syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad und stellte sich auf die Seite der Opposition.[99] Im TV-Duell erklärte sie jedoch Deutschland werde sich nicht an einem Militärschlag gegen Syrien beteiligen.[100] Merkel will eine gemeinsame Haltung mit der Europäischen Union finden.[101]

Weißrussland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Treffen mit dem damaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi sagte Merkel, sie und Berlusconi seien sich einig, dass angesichts der Situation in Weißrussland leider wieder darüber gesprochen werden müsse, Sanktionen aufleben zu lassen, die sie eigentlich schon verlassen hätten. Sie sehe die Entwicklung in Weißrussland mit großer Sorge, im Besonderen auch den Umgang mit der Opposition.[102]

Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der russische Präsident Wladimir Putin am 6. Juni 2014 in der Normandie (auf Einladung des französischen Präsidenten François Hollande) bei der Erinnerungsfeier des „D-days“

Merkel engagierte sich im Rahmen des sogenannten Normandie-Formats „Merkel-Hollande-Poroschenko-Putin“ mehrfach stundenlang bei der Konfliktlösung zwischen den pro-russischen bzw. kontra-russischen Kräften der Ostukraine, besonders beim Zustandekommen zweier Waffenstillstandsabkommen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, (siehe auch Minsk II).

Militärische Intervention in Libyen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel beim Gipfeltreffen im Elysee-Palast in Paris am 19. März 2011

Im Vorfeld der militärischen Intervention in Libyen im Frühjahr 2011 zeigte sich Merkel überrascht darüber, „mit welcher Schnelligkeit bestimmte Fragen ins Auge gefasst werden“ und kritisierte, dass es eine „Reihe von französischen Aktivitäten“ gegeben habe, die „erst sehr kurzfristig“ bekannt geworden seien. Gaddafi führe ohne Zweifel Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Man müsse aber „sehr aufpassen, dass wir nichts beginnen, was wir nicht zu Ende bringen können.“ Überrascht zeigte sie sich auch darüber, dass Frankreich den Nationalen Übergangsrat als libysche Regierung anerkannt hatte. Es handele sich dabei um keine Anerkennung im Sinne des Völkerrechts.[103]

Verhältnis zu den Vereinigten Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel ist Mitglied der Atlantik-Brücke,[104] welche sich für intensive Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten einsetzt.

Wirtschafts- und Sozialpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel versuchte sich Ende 2000 mit der Formulierung einer „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ zu profilieren. Der Titel greift den etablierten Begriff der Sozialen Marktwirtschaft auf. Unter den unscharfen Thesen, deren konkrete Umsetzung im Vagen bleibt, finden sich auch Positionen, die bereits im Schröder-Blair-Papier aus dem Jahr 1999 auftauchten. Eine CDU-Präsidiumskommission unter Merkels Vorsitz erarbeitete bis zum 27. August 2001 ein Diskussionspapier, das im Dezember 2001 auf dem Bundesparteitag der CDU in Dresden verabschiedet und somit Teil der CDU-Programmatik wurde.

Merkel und Barroso in Meise (Belgien), 15. September 2010

Eurokrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Finanzkrise ab 2007 kam es zur Eurokrise, die Merkel mit ihrer Politik zu lösen versuchte. Sie bekräftigte immer wieder, dass der Euro eine starke Währung sei und suchte die Unterstützung von Frankreichs Präsidenten Hollande.[105][106]

Merkel tritt für einen strikten Sparkurs ein, der von einigen Kritikern wie dem Internationalen Währungsfonds als wachstumshemmend und krisenverschärfend betrachtet wird.[107] Im Februar 2010 schloss Merkel Finanzhilfen für Griechenland ausdrücklich aus,[108][109][110] erteilte jedoch bereits zwei Monate später ihre Zustimmung für das erste deutsche Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 17 Milliarden Euro.[111] Ende 2012 sagte sie, dass sie sich einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland im Jahr 2014 vorstellen könne.[112] Sie stimmte 2010 sowohl für die provisorische EFSF als auch 2012 für den ESM mit dem Ziel der Stabilisierung des Euros. Sie befürwortet den Aufkauf von Staatsanleihen von Krisenstaaten durch die Europäische Zentralbank, der zum Ziel hat, die Kreditaufnahme für die Krisenstaaten zu erleichtern.[113] Merkel lehnt nach eigenem Bekunden EU-Anleihen, die der gemeinschaftlichen Schuldenaufnahme in der EU oder dem Euro-Währungsraum dienen könnten, ab.[114]

Sozialausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, 2013, begann Kanzlerin Merkel eine Serie von viel beachteten internationalen Statements, die allesamt zum Inhalt hatten, dass Europa nur 7 % der Weltbevölkerung stellt und nur 25 % des weltweiten Bruttosozialprodukts erwirtschaftet, aber für fast 50 % der weltweiten Sozialleistungen aufkommt.[115]

Seit diesem Statement in Davos wurde dieses Argument ein wiederkehrender Bestandteil ihrer wichtigsten Reden.[116]

Die internationale Finanzpresse, unter anderem der Londoner Economist sagte, ebenso wie Merkels Vision von vornherein als pragmatisch bezeichnet werden müsse gelte gleiches auch für ihren Plan zur Implementierung: Die Vision kann in drei Statistiken, einigen wenigen Karten und Fakten auf einer DIN-A-4-Seite zusammengefasst werden. Die Zahlen sind 7 %, 25 % und 50 %. Wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben wolle, könne es sich schlicht nicht leisten, weiter so großzügig zu sein [117] (das war noch zwei Jahre vor der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015, bei der sie selbst eine andere Politik verfolgte, siehe unten). Der Economist verglich damals Merkels Verwendung dieser Zahlen mit dem Verhalten der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, die zu gegebener Zeit Passagen von Friedrich HayeksDer Weg zur Knechtschaft” aus ihrer Handtasche zog.[117]

In ähnlichem Sinn äußerte sich auch die Financial Times, die hervorhob, dass Merkel einen eindeutigen Bezug zwischen den Sozialleistungen und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit herstelle.[118][119]

Familienpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Bundesministerin für Frauen und Jugend sah sich Angela Merkel in den neuen Bundesländern mit einer dramatisch gesunkenen Frauenerwerbsquote und, damit einhergehend, mit einem Einbruch der Geburtenrate konfrontiert. Hinzu kam die unterschiedliche Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch in Ost und West, die laut Einigungsvertrag von einer späteren gemeinsamen Regelung abgelöst werden sollte. Einen politischen Schwerpunkt während ihrer Amtszeit bildete daher die Neuregelung des § 218 und die Einführung einer faktischen Fristenlösung mit Beratungspflicht im gesamten Bundesgebiet. Der Verbesserung der beruflichen Situation von Frauen sollte das Gleichberechtigungsgesetz (1993/94) dienen. Als im Rückblick größten Erfolg ihrer Amtszeit bewertet Merkel die von ihr betriebene Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Diese Novellierung brachte den formellen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab drei Jahren.

Zur Diskussion um die Beschneidung aus religiösen Gründen und den Schutz der Unversehrtheit von Kindern positionierte sich Merkel im Juli 2012: „Ich will nicht, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, in dem Juden nicht ihre Riten ausüben können. Wir machen uns ja sonst zur Komikernation.“[120]

Merkel sprach sich gegen die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren aus und erklärte, sie wolle die Privilegierung der Ehe erhalten.[121]

Energie- und Umweltpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1995 war Merkel als deutsche Umweltministerin Gastgeberin der ersten UN-Klimakonferenz (COP-1) in Berlin. Mit dem Berliner Mandat kam es zu einem Abschluss, der einen Einstieg in die internationale Reduzierung von Treibhausgasen bilden sollte. 1997 bei den nachfolgenden Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll setzte sich Merkel für vergleichsweise hohe Reduktionsziele ein. Eine Initiative zur Eindämmung des Sommersmogs in Deutschland scheiterte im Mai 1995 innerhalb des Kabinetts und wurde später nur in sehr abgeschwächter Form umgesetzt. Angela Merkel galt bis 2010 als Befürworterin der zivilen Nutzung von Kernenergie, der Stromgewinnung in Kernkraftwerken. In ihrem Amt war sie auch für die Abwicklung von Atommülltransporten zuständig. Im Mai 1998 wurden Überschreitungen der Grenzwerte bei Castor-Transporten nach Frankreich bekannt. Aus der Opposition wurde Merkels Rücktritt wegen der Verletzung der ministeriellen Aufsichtspflicht gefordert. Die Ministerin konnte jedoch darauf verweisen, dass wichtige Kompetenzen und Verantwortlichkeiten auch bei den Bundesländern und der Atomwirtschaft lagen. In Merkels Amtszeit fällt das Kreislaufwirtschaftsgesetz zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen. In öffentlichen Äußerungen des Jahres 1997 findet sich auch die Forderung nach einer jährlich steigenden Abgabe auf Energieträger wie Öl, Gas und Strom (Ökosteuer).

Zwischenzeitlich erwarb sich Merkel in den Jahren 2006/07 den Ruf als „Klimakanzlerin“, dank ihres Engagements für Klimaziele auf europäischer und internationaler Ebene, während der Stellenwert der Klimapolitik seither wieder sank. So nahm sie etwa beim UN-Klimagipfel in New York im September 2014 nicht mehr teil und besuchte stattdessen eine Tagung des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Auch klimapolitische Initiativen sind noch nicht konkret geplant.[122]

Von Kritikern wird Merkel vorgeworfen, Zusagen zu den von den Stromverbrauchern zu tragenden Kosten der von ihr maßgeblich beeinflussten Energiewende nicht eingehalten zu haben. Entgegen Ihrer Aussage in einer Regierungserklärung in 2011, wonach die von allen Energieverbrauchern zu tragende EEG-Umlage nicht über die Größenordnung von 3,5 ct/kWh steigen soll, ist diese Umlage mit Ausnahme eines geringen Rückgangs von 2014 auf 2015 in jedem Jahr angestiegen und beträgt derzeit (2016) 6,354 ct/kWh.[123]

Asylpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Flüchtlingskrise 2015 fand Merkels Entscheidung vom 4. September 2015, in Absprache mit den Regierungschefs von Österreich und Ungarn den an der österreichisch-ungarischen Grenze und in Budapest festsitzenden Flüchtlingen vor allem aus Syrien und Afghanistan die Einreise nach Deutschland ohne Registrierung durch Ungarn und damit entgegen dem Dublin-Abkommen zu gestatten,[124][125][126] großes Echo in den Medien und der Öffentlichkeit innerhalb und außerhalb Deutschlands. Zugleich unterstrich Merkel die Bedeutung einer einheitlichen europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik.

Zu den erklärten Eckpunkten ihrer diesbezüglichen Politik gehören eine hohe Priorität für die Integration von Anfang an, schnellere Asylverfahren mit beschleunigter Abschiebung von allein aus wirtschaftlicher Not kommenden Menschen, klare Regeln und keine Toleranz für Parallelgesellschaften und eine konsequente Verfolgung fremdenfeindlicher Angriffe.[127] Sie äußerte: „Wenn Europa in der Flüchtlingsfrage versagt, dann ginge ein entscheidender Gründungsimpuls eines geeinten Europas verloren. Nämlich die enge Verbindung mit den universellen Menschenrechten, die Europa von Anfang an bestimmt hat und die auch weiter gelten muss.“[128] Zudem vertritt sie den Standpunkt, dass der aktuelle Zustrom der Migranten „mehr Chancen als Risiken“ für Deutschland biete, wenn die Integration gelinge.[129] In einem Interview sagte sie am 11. September 2015 unter anderem: „Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“[130] Großes Medienecho[131] fand ihr Satz:

„Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.[132]

Dieser Satz zeigt, dass sie das Flüchtlingsproblem von Anfang an vor allem als humanitäre Herausforderung verstand. In dem klassischen Konflikt zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik (Max Weber) vertrat sie sehr beharrlich diesen humanitären Standpunkt und forderte zugleich, dass die Staatsbürger dies auch so sehen sollten.[132]

Angesichts der großen Anzahl von Flüchtlingen erreichte aber die Zustimmung der Bundesbürger für Merkel im Oktober 2015 einen Tiefpunkt. Mit der Arbeit der Bundeskanzlerin waren laut ARD-Deutschlandtrend nur noch 54 Prozent der Befragten zufrieden, das waren neun Prozent weniger als im Vormonat, zudem handelte es sich um den schlechtesten Wert seit Dezember 2011.[133]

In einer CDU/CSU-Fraktionssitzung, in der Merkel drei Stunden lang mit Kritik aus der Fraktion konfrontiert wurde, sagte sie:

„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.[134]

Am 13. Dezember 2015 formulierte in Karlsruhe ein Parteitag der CDU in einem Leitantrag einen Kompromiss, in dem einerseits Merkels Asylpolitik, insbesondere die konsequente Ablehnung von Obergrenzen, mit großer Mehrheit unterstützt wurde, andererseits das Ziel festgeschrieben wurde, „die Zahl der Flüchtlinge spürbar zu reduzieren“. Diese Formulierung fand am folgenden Tag in einer Gastrede auch die Billigung des Hauptbefürworters der „Kontingente“, des CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer.[135] Merkel bestätigte nochmals ihren Satz „Wir schaffen das“ und ergänzte „Ich kann das sagen, weil es zur Identität unseres Landes gehört“.

Am 16. Dezember unterstützte sie vor dem Bundestag in Berlin in einer Regierungserklärung zur Asylpolitik die Absicht der EU, ihre Außengrenzen, auch bei gegenteiliger Meinung der betroffenen Länder, verstärkt durch EU-eigene Organisationen wie Frontex zu schützen.[136]

Merkels Haltung rief wiederholte Kritik aus der eigenen Fraktion, besonders jedoch aus der CSU, hervor. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bezeichnete Merkels Nicht-Aktivität an den Grenzen als „Herrschaft des Unrechts“[137] und forderte mehrfach eine Obergrenze für Flüchtlinge.[138]

Außerdem wurde Merkels Flüchtlingspolitik von verschiedenen Intellektuellen wie beispielsweise dem Althistoriker Alexander Demandt, dem Philosophen Peter Sloterdijk oder der Schriftstellerin Monika Maron kritisiert.[139][140][141] Der Entwicklungsökonom Paul Collier sieht zum Beispiel eine Politik der offenen Grenzen grundsätzlich als ethisch verwerflich an, weil sie den Menschen eine Art russisches Roulette aufnötige: Sie kommen über das Mittelmeer und müssen hoffen, dass ihr Boot nicht untergehe, ehe sie von Hilfsschiffen aufgenommen werden.[142]

Öffentliche Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 8. Juni 2006 wendet sich Merkel als erstes Regierungsoberhaupt weltweit per Video-Podcast an die Öffentlichkeit.[143] Sie nutzt dieses Medium wöchentlich (samstags), um den Bürgern die Politik der jeweiligen Regierungskoalition zu vermitteln.

Zunächst wurde der Podcast für etwa 6500 Euro pro Episode vom Merkel-Biografen Wolfgang Stock produziert. Nach Kritik am Stil der Videobotschaft wurde die Produktion neu ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Evisco AG aus München. Da Jürgen Hausmann, einer der Vorstände der Evisco AG, ein Schwiegersohn des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ist, wurden in den Medien Zweifel am ordnungsgemäßen Ablauf des Ausschreibungsverfahrens laut. Das ausschreibende Bundespresseamt wies die Vorwürfe zurück.[144][145]

Merkel als Satireobjekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während Merkels Amtszeit als Bundeskanzlerin wird ihre Person verschiedentlich zum Zwecke der Satire parodiert. Internationale Bekanntheit erlangte in diesem Zusammenhang Tracey Ullman mit ihren Sketchen in der von der BBC ausgestrahlten Tracey Ullman's Show.[146]

In der Popkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angela Merkel formt die so genannte Merkel-Raute

Merkel-Raute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Merkel-Raute

Merkel ist für eine stereotype Geste bekannt, bei der sie ihre Hände mit den Innenflächen so vor dem Bauch hält, dass die Daumen und Zeigefinger sich an den Spitzen berühren. Dadurch bildet sich die Form einer Raute, was in der Presse als Merkel-Raute kolportiert wurde.[147] Zur Bundestagswahl 2013 nutzte die CDU im Rahmen einer Personalisierungsstrategie die für die Kanzlerin typische Geste der Merkelraute und bildete sie auf einem Riesenplakat in Berlin ab.[148] Kritiker bezeichneten diese Strategie als einen sonst nur in diktatorischen Regimen üblichen Personenkult.[149]

Deutschlandkette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutschlandkette

Als Deutschlandkette wurde eine Halskette bekannt, die die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am 1. September 2013 beim Fernsehduell anlässlich der Bundestagswahl 2013 trug.

Merkozy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Merkozy

Merkozy (auch: Sarkel bzw. Sarkokel) ist ein von den Medien kreiertes Kofferwort und Akronym aus dem Namen von Angela Merkel und dem des damaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Mit der Ablösung Sarkozys durch François Hollande wurde der Begriff 2012 durch Merkhollande (auch Merkollande) ersetzt.

Merkelphone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zugelassenes abhörsicheres Mobiltelefon wird in der Öffentlichkeit häufig unter der Bezeichnung Merkelphone geführt.[150]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während ihres Physikstudiums in Leipzig lernte Angela Kasner im Jahr 1974 bei einem Jugendaustausch mit Physikstudenten in Moskau und Leningrad ihren ersten Ehemann, den aus Cossengrün stammenden Physikstudenten Ulrich Merkel, kennen.[151] Am 3. September 1977 wurden die beiden in Templin kirchlich getraut. 1981 trennte sich das Paar und die kinderlose Ehe wurde 1982 in Ost-Berlin geschieden.

Im Jahr 1984[152] lernte Merkel an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof den Quantenchemiker Joachim Sauer kennen, den sie am 30. Dezember 1998 heiratete. Das Ehepaar wohnte vorher in der Luisenstraße, in unmittelbarer Sichtweite zum Reichstag. Es hat keine gemeinsamen Kinder, Sauer brachte aber zwei Söhne aus erster Ehe mit in die Partnerschaft. Noch vor Merkels Kanzlerschaft zog die Familie in eine Wohnung in der Nähe der Humboldt-Universität, in der sie bis heute lebt.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatliche Orden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel mit US-Präsident Barack Obama bei der Verleihung der Presidential Medal of Freedom, 2011

Privatrechtliche Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barroso, Sarkozy und Merkel, 2011

Ehrendoktorwürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkel bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig, 3. Juni 2008

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benennungen von Kindern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der großen Zahl an Flüchtlingen, die in der Bundesrepublik Schutz suchen, kommt es auch zu Geburten von Kindern von Flüchtlingen. In mehreren Fällen ist es dabei bereits vorgekommen, dass Eltern aus Dankbarkeit für das Engagement Angela Merkels in der Flüchtlingssache das Kind nach ihr benannten. So heißt ein neugeborenes Kind eines syrischen Paares mit Vornamen Angela Merkel.[192] Nach einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin des namenskundlichen Instituts in Leipzig sei diese Form der Verehrung in vielen Kulturen üblich, in Deutschland ist die Benennung nach Politikern jedoch unüblich.[193]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In unruhiger Zeit. Reden und Aufsätze aus drei Jahren deutscher Einheit. Parerga, Düsseldorf/Bonn 1994, ISBN 3-9803042-4-8.
  • Das vereinte Deutschland in der Europäischen Union, neue Chancen für Frauen und Jugendliche. Köllen, Bonn 1994, ISBN 3-88579-153-6.
  • mit Hartmut Graßl: Ist unser Klima noch zu retten? Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin 1995, ISBN 3-930163-86-1.
  • (Hrsg.): Wissenschaftliche Politikberatung für die Umwelt: Stationen, Leistungen, Anforderungen und Erfahrungen. Analytica, Berlin 1997, ISBN 3-929342-27-8.
  • Der Preis des Überlebens. Gedanken und Gespräche über zukünftige Aufgaben der Umweltpolitik. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05113-5.
  • mit August Oetker, Hubert Peter Johann: Umwelt und Wirtschaft. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin 1998, ISBN 3-931575-92-6.
  • (Hrsg.): Europa und die deutsche Einheit. Zehn Jahre Wiedervereinigung: Bilanz und Ausblick. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2000, ISBN 3-451-20140-2.
  • Mein Weg. Angela Merkel im Gespräch mit Hugo Müller-Vogg. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09417-1; aktualisierte Ausgabe: Mein Weg. Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg. ebd., 2005, ISBN 3-455-09538-0.
  • (Hrsg.): Dialog über Deutschlands Zukunft. Murmann Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86774-187-3.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angela Merkel – Sammlung von Bildern
  Wikiquote: Angela Merkel – Zitate
 Wikinews: Angela Merkel – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Aussprache des Namens Angela mit Betonung auf der ersten Silbe ist viel häufiger als mit Betonung auf der zweiten Silbe (außer in Österreich, siehe Duden online). Merkel bevorzugt jedoch die Betonung auf der zweiten Silbe, siehe Gerd Langguth: Angela Merkel. DTV, München 2005, ISBN 3-423-24485-2, S. 50.
  2. Siehe die Mitgliederlisten des Deutschen Bundestages für die 18. Wahlperiode (ab 2013) (56,2 %), 17. Wahlperiode (ab 2009) (49,3 %), 16. Wahlperiode (ab 2005) (41,3 %), 15. Wahlperiode (ab 2002) (41,6 %), 14. Wahlperiode (ab 1998) (37,3 %), 13. Wahlperiode (ab 1994) (48,6 %), 12. Wahlperiode (ab 1990) (48,5 %).
  3. Margaret Heckel: Was an Angela Merkels Mutter vorbildlich ist. In: welt.de. 26. September 2008, abgerufen am 23. April 2016.
  4. Polnische Erregung über Angela Merkels Herkunft. In: Die Welt, 16. März 2013.
  5. Merkels Lehrerin – „Ich kann ja nichts dafür, wenn die so gut ist“. In: cicero.de. 24. Januar 2013, abgerufen am 6. November 2015.
  6. Alexander Osang: Die Schläferin. In: Der Spiegel. Nr. 46, 2009, S. 57–69 (online 9. November 2009).
  7. Caroline Elz: Wer hier studiert, wird Bundeskanzler(in) – Berühmte Leipziger Studenten. Universität Leipzig, 8. Dezember 2011, archiviert vom Original am 20. Februar 2012, abgerufen am 18. Mai 2012.
  8. a b Bundeskanzlerin | Biografie. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, abgerufen am 18. Mai 2012.
  9. Wie Angela Merkel beinahe Thüringerin wurde Thüringer Allgemeine vom 17. Juli 2014
  10. Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor eines Wissenschaftszweiges (Dr. rer. nat.); Diplom-Physikerin Angela Merkel geboren am 17. Juli 1954; eingereicht bei der Akademie der Wissenschaften der DDR Forschungsbereich Chemie, Zentralinstitut für physikalische Chemie; Berlin, den 8. Januar 1986.
  11. a b Merkels Promotionsnoten: Glänzend in Physik, mäßig in der Ideologie. In: Spiegel Online. 31. Januar 2010, abgerufen am 6. November 2015.
  12. Ulrich Schnabel: Physik: Von der Physik siegen lernen. In: zeit.de. 14. Juli 2005, abgerufen am 6. November 2015.
  13. Doktor eines Wissenschaftszweiges – Promotionsordnung A (21. Januar 1969). documentArchiv.de, abgerufen am 18. Mai 2012.
  14. Gerd Langguth: Angela Merkel. Aufstieg zur Macht. Biografie. Deutscher Taschenbuch Verlag, 2. Auflage, München 2007, ISBN 978-3-423-34414-2, S. 116; Mein Weg. Angela Merkel im Gespräch mit Hugo Müller-Vogg. Hoffmann und Campe, Hamburg 2005, ISBN 3-455-09538-0, S. 62.
  15. § 10 Abs. 2 und 3 DDR-Promotionsordnung A. documentarchiv.de, abgerufen am 18. Mai 2012: „(2) Die Bewertung der Teilgebiete (Arbeit, Nachweis der marxistisch-leninistischen Kenntnisse, Verteidigung) sind in einem Prädikat zusammenzufassen, das in der Promotionsurkunde auszuweisen ist. (3) Erreicht der Kandidat in allen Teilgebieten die Bewertung ‚sehr gut‘, kann unter Berücksichtigung seiner Persönlichkeit das Prädikat ‚ausgezeichnet‘ (summa cum laude) erteilt werden.“
  16. Ralf Georg Reuth: Angela Merkels zweierlei Welten. Welt am Sonntag, 19. Juni 2005, abgerufen am 18. Mai 2012.
  17. Sebastian Fischer: Verschollen daheim, Der Spiegel. 30. Dezember 2010. Abgerufen am 18. Mai 2012. 
  18. Ralf Georg Reuth: Angela Merkels zweierlei Welten. In: Die Welt, 19. Juni 2005.
  19. Stefan Wolter: Auf Rügen wird das Monster am Meer saniert In: Der Tagesspiegel, 10. August 2014.
  20. Siehe zu Kohls politischem Kalkül dabei Hans-Peter Schwarz: Helmut Kohl: Eine politische Biographie. 2. Auflage. DVA, München 2012, S. 382, 760.
  21. Angela Merkel: Die von Helmut Kohl eingeräumten Vorgänge haben der Partei Schaden zugefügt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 1999, zitiert in: Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern. Abgerufen am 22. Juli 2015.
  22. Hans Peter Schütz: Wolfgang Schäuble. Zwei Leben. Droemer, München 2012, S. 98–101.
  23. Herfried Münkler: „Enkel“ und „Kronprinzen“ – Nachfolgesemantiken der Politik. In: André Kaiser, Thomas Zittel (Hrsg.): Demokratietheorie und Demokratieentwicklung. Festschrift für Peter Graf Kielmannsegg. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, S. 299–316, hier S. 310 f.
  24. Rühe war 1989–1992 CDU-Generalsekretär und 1992–1998 Bundesminister der Verteidigung. Merz war seit Oktober 1998 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Stoiber war seit 1993 bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender.
  25. Parteivorsitz: Rekordergebnis – CDU wählt Merkel mit 97,94 Prozent. In: Welt.de, 4. Dezember 2012.
  26. Alle Ergebnisse bis 2014: Parteitag in Köln: CDU bestätigt Merkel mit 96 Prozent als Chefin. In: Spiegel Online, 9. Dezember 2014.
  27. Nico Grasselt, Karl-Rudolf Korte: Führung in Politik und Wirtschaft. Instrumente, Stile und Techniken. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, S. 180–183.
  28. FAZ.net: Deutsch-chinesische Beziehen: Peking zeigt Merkel die kalte Schulter. 24. September 2007.
  29. Spiegel Online: Außenminister-Gespräch: Peking versetzt Steinmeier. 24. September 2007.
  30. Bundespresseamt: Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Europäischen Parlament. 17. Januar 2007.
  31. Spiegel Online: EU-Verfassung: Kanzlerin fordert Gottesbezug. 25. Mai 2006.
  32. Regierung gibt Garantie für Spareinlagen. manager-magazin, abgerufen am 6. Januar 2013.
  33. Deutsche Garantie für Spareinlagen in der Kritik (Memento vom 7. Oktober 2008 im Internet Archive) in der Netzeitung, 6. Oktober 2008.
  34. p2news.com: Kabinett beschließt Abwrackprämie. 27. Januar 2009.
  35. welt.de: Merkel favorisiert Opel-Übernahme durch Magna. 28. August 2009.
  36. Merkel muss Ackermann-Gästeliste veröffentlichen, DIE ZEIT online 20. März 2012
  37. bundesregierung.de: Merkel gratuliert Obama zum Wahlsieg (Memento vom 14. November 2013 im Internet Archive). 5. November 2008.
  38. Merkel besucht Obama. auf: Zeit.de, 15. Juni 2009, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  39. google.com/hostednews: Merkels Erweiterungskurs stößt im In- und Ausland auf Kritik (Memento vom 1. April 2009 im Internet Archive).
  40. Merkel will mehr Waffenkontrollen. auf: faz.de, 15. März 2009, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  41. Union und FDP wollen rasch Regierung bilden (Memento vom 1. Oktober 2009 im Internet Archive) auf stern.de
  42. Bundeswahlleiter: Ergebnisse der Bundestagswahlen 1949 bis 2005
  43. Merkel verteidigt Wahlkreis und gewinnt Stimmen Offenbach Post, 27. September 2009, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  44. Merkel gewinnt im eigenen Wahlkreis (Memento vom 1. Oktober 2009 im Internet Archive)
  45. Angela Merkels Duellant auf: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  46. Spiegel Online: Dämpfer bei Kanzlerwahl: Schwarz-Gelb verweigert Merkel volle Stimmenzahl. 28. Oktober 2009.
  47. Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Hotel-Mehrwertsteuer sorgt für Ärger. Zeit Online, 21. November 2009, abgerufen am 18. Mai 2012.
  48. Ralf Neukirch, Merlind Theile: Vier Wochen Frieden. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2010, S. 22–23 (online 19. Juli 2010).
  49. Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit 2011 meist unter drei Millionen. Focus Online, 27. Oktober 2010, abgerufen am 18. Mai 2012.
  50. Politik kompakt – Bundestag beschließt Aussetzung der Wehrpflicht. Süddeutsche Zeitung, 24. März 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  51. de Maizière: Bundeswehr ist eine Freiwilligenarmee. Interview mit: Thomas de Maizière. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 17. Juli 2011, archiviert vom Original am 23. Juli 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  52. Plagiatsvorwürfe bringen das Idol Karl-Theodor zu Guttenberg ins Wanken. Neue Osnabrücker Zeitung, 17. Februar 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  53. Plagiat-Affäre Merkel: Als Minister ist Guttenberg hervorragend. FAZ.NET, 21. Februar 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  54. «Ich schäme mich nicht nur heimlich» auf: news.de, 27. Februar 2011, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  55. Alle wundern sich über Merkel www.fr-online.de 28. Februar 2011.
  56. Deutscher Bundestag: „Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zugestimmt“. Dort Links zu den beiden Änderungen des Atomgesetzes (17/3051, 17/3052), die Errichtung eines Energie- und Klimafonds (17/3053) sowie das Kernbrennstoffsteuergesetz (17/3054)
  57. Gesetzespaket zur Energiewende – Kabinett beschließt Atomausstieg bis 2022. In: sueddeutsche.de. 6. Juni 2011, abgerufen am 5. November 2015.
  58. Bundesregierung – Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Energiepolitik „Der Weg zur Energie der Zukunft“ (Mitschrift). In: bundesregierung.de. 9. Juni 2011, abgerufen am 5. November 2015.
  59. Altkanzler: Kohl distanziert sich von Merkels Atomkurs. In: Focus Online. 21. April 2011, abgerufen am 5. November 2015.
  60. Jutta Kramm: Merkels Atomausstieg mit Restrisiken. In: berliner-zeitung.de. 10. Juni 2011, abgerufen am 5. November 2015.
  61. Merkels Atomausstieg auf dem Prüfstand. In: dw-world.de. 1. Juni 2011, abgerufen am 5. November 2015.
  62. „ARD-Deutschlandtrend“ (Memento vom 14. Mai 2012 im Internet Archive) (PDF; 382 kB) Ergebnisbericht von Infratest Dimap vom April 2011.
  63. Hans-Jürgen Leersch: Deutscher Bundestag – Bundestag stimmt für Übertragung der Bankenaufsicht. In: bundestag.de. 12. Juni 2013, abgerufen am 5. November 2015.
  64. Jacob Appelbaum, Holger Stark, Marcel Rosenbach, Jörg Schindler: Kanzler-Handy im US-Visier? Merkel beschwert sich bei Obama. Artikel vom 23. Oktober 2013 im Portal spiegel.de, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  65. Christian Tretbar: Kanzlerin konfrontiert US-Präsident Obama: Merkels Handy durch amerikanische Geheimdienste überwacht? Artikel vom 23. Oktober 2013 im Portal tagesspiegel.de, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  66. Readout of the President's Phone Call with Chancellor Merkel of Germany, Presseerklärung des Weißen Hauses vom 23. Oktober 2013 zum Telefongespräch zwischen US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel am 23. Oktober 2013, abgerufen im Portal whitehouse.gov am 23. Oktober 2013.
  67. Ian Traynor, Philip Oltermann, Paul Lewis: US may have monitored Merkel's phone, says German government. Artikel vom 23. Oktober 2013 im Portal theguardian.com, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  68. "Hillary Clinton-Sidney Blumenthal Intel: 2013-0330.zip". Sidney Blumenthal, 5. April 2013, abgerufen am 29. Januar 2014.
  69. Abhöraffäre um Merkels Handy: Spähvorwürfe überschatten EU-Gipfel, Artikel vom 24. Oktober 2013 im Portal faz.net, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  70. David E. Sanger, Mark Mazzetti: Allegation of U.S. Spying on Merkel Puts Obama at Crossroads. Artikel vom 24. Oktober 2013 im Portal nytimes.com, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  71. NSA-Überwachung: Merkels Handy steht seit 2002 auf US-Abhörliste. Artikel vom 26. Oktober 2013 im Portal spiegel.de, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  72. Ausspäh-Affäre: Die Spionage-Botschaft. Artikel vom 26. Oktober 2013 im Portal faz.net, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  73. Merkel-Überwachung: NSA zeichnete offenbar einzelne Gespräche der Kanzlerin mit. Artikel vom 29. Oktober 2013 im Portal spiegel.de, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  74. Lauschangriff auf die Kanzlerin: Obama war angeblich über die Abhöraktion im Bilde. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal tagesspiegel.de, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  75. Wusste der US-Präsident seit Jahren vom Abhören des Merkel-Handys? „Wer ist diese Deutsche?“ – Obama selbst soll seine Hacker losgeschickt haben. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal focus.de, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  76. Michael Backhaus, Kayhan Özgenc: Obama wollte alles über Merkel wissen. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal bild.de, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  77. NSA-Spähaktion in Deutschland: „Sie saugen jede Nummer auf, die sie können“. Artikel vom 31. Oktober 2013 im Portal sueddeutsche.de, abgerufen am 31. Oktober 2013.
  78. Bundesregierung, Opposition und hohe Beamte: NSA „saugt jede Telefonnummer auf“. Artikel vom 31. Oktober 2013 im Portal n-tv.de, abgerufen am 31. Oktober 2013.
  79. Ausspäh-Affäre: Obama wusste angeblich von Abhöraktionen. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal faz.net, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  80. NSA dementiert: Obama sprach mit NSA-Chef Alexander nie über Merkel-Ausspähung. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal focus.de, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  81. Siobhan Gorman, Adam Entous: Obama Unaware as U.S. Spied on World Leaders: Officials. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal stream.wsj.com, abgerufen am 28. Oktober 2013.
  82. Matthias Rüb: Spionage-Affäre: Merkel und Rousseff bereiten UN-Resolution gegen Amerika vor. Artikel vom 27. Oktober 2013 im Portal faz.net, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  83. NSA-Affäre: Deutschland will mit Brasilien Internetspionage bekämpfen. Artikel vom 26. Oktober 2013 im Portal zeit.de, abgerufen am 1. November 2013.
  84. Abhörskandal: Deutschland reicht Resolution gegen Spionage ein. Artikel vom 1. November 2013 im Portal handelsblatt.com, abgerufen am 1. November 2013.
  85. Resolution der UN-Vollversammlung: „Online gleiche Rechte wie offline“. (Memento vom 27. März 2014 im Internet Archive). Artikel vom 26. November 2013 im Portal tagesschau.de, abgerufen am 5. Februar 2014.
  86. Merkel wirbt für Vereinigte Staaten von Europa Hamburger Abendblatt, 7. November 2012, abgerufen am 31. Oktober 2015
  87. Westerwelle will Abzug aller US-Atomraketen. In: Handelsblatt, 24. Oktober 2009 (online)
  88. Spiegel Online: Integrationsdebatte: Merkel knöpft sich Erdogan vor. 11. Februar 2008.
  89. Die Welt: Merkel ist gegen getrennte Sportstunden für Muslime
  90. Merkel bekräftigt Nein zu doppelter Staatsangehörigkeit auf: Süddeutsche Zeitung, 28. Mai 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  91. spiegel.de 16. September 2010: Integration: Merkel erklärt Multikulti für gescheitert
  92. Spiegel Online: Kanzlerin Merkel: „Der Islam gehört zu Deutschland“, vom 12. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2016
  93. „Für Merkel gehört der Islam offenkundig zu Deutschland“, in: Die Zeit, vom 1. Juli 2015, abgerufen am 9. Januar 2016
  94. „Islam gehört unzweifelhaft zu Deutschland“, in: Handelsblatt, vom 1. Juli 2015, abgerufen am 9. Januar 2016
  95. Süddeutsche Zeitung: Israels Premier – „Niemand kann uns stoppen“. 3. August 2006.
  96. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Dokumentation: Die Rede der Kanzlerin vor der Knesset. 18. März 2008.
  97. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kanzlerin vor der Knesset – Merkel: Wir sind mit Israel auf immer verbunden. 18. März 2008.
  98. Siedlungsbau in Jerusalem: Merkel wirft Israel Provokation vor; In: Spiegel Online; 30. September 2011, abgerufen am 21. Februar 2013.
  99. Aufstand in Syrien: Merkel fordert Urteil gegen Assad. Spiegel Online. 17. Dezember 2011. Abgerufen am 11. März 2013.
  100. Merkel: Keine deutsche Beteiligung an Militärschlag in Syrien auf: Die Zeit, 1. September 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  101. Merkel verweigert USA die Unterstützung. In: welt.de. 7. September 2013, abgerufen am 5. November 2015.
  102. Merkel droht Weißrussland mit Sanktionen auf: Süddeutsche Zeitung, 12. Januar 2011, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  103. Libyen: Merkel bremst Sarkozys Bomber-Pläne. Zeit Online, 11. März 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  104. Eveline Y. Metzen, Geschäftsführerin der Atlantik-Brücke im Interview mit TV Berlin, ab 6:35 min vom 4. Mai 2011 (Memento vom 18. März 2015 im Internet Archive)
  105. Angela Merkel: „Der Euro wird stark bleiben“ auf: Webseite der CDU, 24. April 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  106. Peter Riesbeck: Eurokrise: Was Merkel und Hollande trennt. In: fr-online.de. 30. Juli 2012, abgerufen am 5. November 2015.
  107. IWF warnt Merkel vor zu striktem Sparkurs Handelsblatt, 3. Juni 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  108. Griechenland: Ein Fass ohne Boden – keine Hilfe, Münchner Merkur, 28. Februar 2010, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  109. Merkel will den Griechen keine Hilfe anbieten. In: welt.de. 3. März 2010, abgerufen am 5. November 2015.
  110. FAZ.NET: Merkel: Griechenland braucht keine Hilfe. In: FAZ.net. 21. März 2010, abgerufen am 5. November 2015.
  111. Angela Merkel sagt Griechenland Hilfe zu. In: abendblatt.de. 26. April 2010, abgerufen am 5. November 2015.
  112. FAZ.net / Reuters: Merkel: Schuldenschnitt in einigen Jahren denkbar. In: FAZ.net. 2. Dezember 2012, abgerufen am 5. November 2015.
  113. Merkel spricht Bundesbankchef „volle Unterstützung“ aus. In: welt.de. 5. September 2012, abgerufen am 5. November 2015.
  114. Merkel zur Schuldenpolitik: „Keine Euro-Bonds, solange ich lebe“. In: Spiegel Online. 26. Juni 2012, abgerufen am 5. November 2015.
  115. Rede von Bundeskanzlerin Merkel beim Jahrestreffen 2013 des World Economic Forum Die Bundesregierung, 24. Januar 2013, abgerufen am 1. November 2015.
  116. a b unter anderem bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde an der Universität Szeged in Ungarn, siehe: Rede von Bundeskanzlerin Merkel anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Szeged Die Bundesregierung 2. Februar 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  117. a b The Merkel plan auf: The Economist, 15. Juni 2013, abgerufen am 1. November 2015.
  118. Merkel warns on cost of Welfare auf Financial Times (kostenpflichtiger Zugang)
  119. Der Wirtschaftswissenschaftler Arno Tausch von der Corvinus University in Budapest hat zwischenzeitlich in einer Untersuchung für das Social Science Research Network in New York behauptet, dass basierend auf den Daten über die globalen Sozialschutzausgaben in 169 Staaten der ILO in Genf sowie der Weltbank über das Bruttonationaleinkommen (GNI) gemessen in Kaufkraftparitäten für Merkels Aussage gar keine Grundlage bestehe. Nach Tausch würden die 27 der 28 EU-Staaten mit kompletten Daten nur 33 % der weltweiten Sozialausgaben tätigen, während die 13 nicht-EU-Mitgliedsländer der OECD, unter ihnen die reichen angelsächsischen überseeischen Demokratien und Japan, 40 % der weltweiten Sozialschutzausgaben tätigen, die BRICS-Staaten 18 % und der Rest der 9 %. Irland, Ungarn, Luxemburg und Litauen brauchen nach dieser Studie weniger als 2 % ihres BIP, um 1 % der Bevölkerung aus der Armut zu heben, während in Deutschland mehr als 3 % des BIP verwendet werden, um 1 % der Bevölkerung aus der Armut zu heben, und in Griechenland mehr als 6 %. Statt europäische Sozialleistungen zu kürzen, sollte Deutschland sein eigenes Sozialsystem besser zur Armutsbekämpfung gestalten und ansonsten vom erfolgreichen De-facto-Keynesianismus in den überseeischen angelsächsischen Demokratien lernen. Vgl. Tausch, Arno, Wo Frau Kanzlerin Angela Merkel Irrt: Der Sozialschutz in Der Welt, Der Anteil Europas Und Die Beurteilung Seiner Effizienz (Where Chancellor Angela Merkel Got it Wrong: Social Protection in the World, Europe’s Share in it and the Assessment of its Efficiency) (September 4, 2015). Bei Social Science Research Network online 4. September 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  120. online: Merkel will Beschneidungen billigen auf: Focus, 16. Juli 2012, abgerufen am 1. November 2015.
  121. Vor CDU-Parteitag: Merkel rät von steuerlicher Gleichstellung der Homo-Ehe ab auf: Spiegel online, 1. Dezember 2012, abgerufen am 1. November 2015.
  122. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Annalena Baerbock, Bärbel Höhn, Jürgen Trittin, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2290 – Klimaaußenpolitik der Bundesregierung mit Blick auf die VN-Klimakonferenz im Jahr 2015 in Paris
  123. EEG: Merkels gebrochenes Versprechen. In: Die Zeit. 27. Mai 2014, abgerufen am 9. Januar 2016 (de-de).
  124. Bundeskanzler Werner Faymann: Zustimmung zur Weiterreise von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich und Deutschland nicht mehr verfügbarer Facebbook-Blog Feymanns, 4. September 2015, abgerufen 28. Oktober 2015.
  125. Tausende Flüchtlinge aus Ungarn erreichen Österreich, Reuters, 5. September 2015, abgerufen 28. Oktober 2015.
  126. Kanzlerin in der Flüchtlingskrise: Angela Merkel und die Kunst der Normalität, Günter Bannas in FAZ online vom 20. September 2015, abgerufen 28. Oktober 2015.
  127. Armin Käfer: Flüchtlingspolitik: Merkel will Vorbild sein. Stuttgarter Zeitung, 9. September 2015, abgerufen am 9. September 2015.
  128. Merkel: Wenn wir versagen, ist Europa verloren. Merkur.de, 9. September 2015, abgerufen am 9. September 2015.
  129. Merkel in der Generaldebatte: „Integration der Flüchtlinge hat Priorität“. n-tv, 9. September 2015, abgerufen am 9. September 2015.
  130. Rheinische Post online 11. September 2015: Merkel: Asyl kennt keine Grenze, abgerufen am 1. November 2015.
  131. Presse zu Flüchtlings-Aussage: „Merkel riskiert nicht weniger als ihre Kanzlerschaft“. Stern, abgerufen am 16. September 2015.
  132. a b FAZ.net 15. September 2015 / Günter Bannas: Das Gegenteil einer Entschuldigung.
  133. ARD-Deutschlandtrend, 1. Oktober 2015: „Deutsche besorgt über Flüchtlinge“
  134. Die Union verweigert Merkel die Gefolgschaft. In: welt.de. 27. September 2015, abgerufen am 2. Oktober 2015.
  135. Karlsruher Erklärung: CDU feiert Merkel für Flüchtlingskompromiss wz.de, 14. Dezember 2015, abgerufen am 16. Dezember 2015
  136. Merkel für europäischen Grenzschutz – Opposition fürchtet Abschottung Deutschlandfunk.de, 16. Dezember 2015, abgerufen am 16. Dezember 2015
  137. CSU wirft Kanzlerin „Herrschaft des Unrechts“ vor. In: handelsblatt.com. 9. Februar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  138. Seehofer nennt Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen. In: welt.de. 3. Januar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  139. Das Ende der alten Ordnung. In: faz.net. 22. Januar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  140. „Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“. In: cicero.de. 28. Januar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  141. Merkels kopflose Politik macht die Rechten stark. In: faz.net. 14. Januar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  142. FAZ, Merkels Flüchtlingspolitik ist verwerflich, 22. Februar 2016
  143. Bundespresseamt: Video-Podcast auf bundeskanzlerin.de
  144. Focus: Merkel-Podcast: Auftrag für Stoibers Schwiegersohn. 10. August 2006.
  145. ORF: Angela Merkels Videoblog neu vergeben. 10. August 2006.
  146. Rolling Stone: Grandiose Comedy: Tracey Ullman parodiert Bundeskanzlerin Angela Merkel. 21. Januar 2016.
  147. Eckhard Fuhr: Was ist das Geheimnis der Merkel-Raute?. Die Welt. 17. Dezember 2012. Abgerufen am 6. September 2013.
  148. Philipp Wittrock: Wahlkampf: Riesenplakat der CDU zeigt Hände mit Merkel-Raute. Spiegel Online. 2. September 2013. Abgerufen am 6. September 2013.
  149. Katja Petrovic: Außenspiegel Bundestag: Personenkult um Merkel. Spiegel Online. 6. September 2013. Abgerufen am 18. Dezember 2013.
  150. Hochsicherheitshandy der Telekom erhält BSI-Zulassung. Deutsche Telekom. 9. September 2013. Abgerufen am 10. September 2013.
  151. Verena Köttker: Eines Tages zog sie aus. Interview mit Ulrich Merkel. Focus Online, 5. Juli 2004, abgerufen am 18. Mai 2012.
  152. Angela Merkel (geb. Kasner) auf Konrad Adenauer Stiftung, abgerufen am 1. November 2015.
  153. Presidente García y Canciller Merkel ratifican voluntad para impulsar relaciones bilaterales. In: Boletín de la Embajada del Perú en Alemania. Embajada del Perú en la República Federal de Alemania, 3. Juni 2008, abgerufen am 18. Mai 2012 (PDF; 339 kB, spanisch).
  154. Cidadãos Nacionais com Ordens Portuguesas – Página Oficial das Ordens Honoríficas Portuguesas
  155. Remarks by the President Honoring the Recipients of the 2010 Medal of Freedom. The Whitehouse: Rede von Barack Obama vom 15. Februar 2011.
  156. Ehrung im Juni: Obama überreicht Merkel Freiheitsmedaille, Der Spiegel, 4. April 2010.
  157. Kanzlerin Merkel erhält Ehrenmedaille des Präsidenten. In: haGalil.com, 21. Februar 2014.
  158. Werner Faymann: „Dank für konstruktive Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich“ Bundeskanzleramt Österreich, 27. August 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  159. Zentralrat der Juden in Deutschland: Laudatio von Wolf Biermann und Rede von Merkel anlässlich der Verleihung des Leo-Baeck-Preises
  160. Die Tageszeitung: Ehrungen die die Welt nicht braucht: Merkel wird „World Statesman“. 26. September 2007.
  161. Bundesregierung: B’nai B’rith Europe Award of Merit für Bundeskanzlerin Merkel 11. März (2008)
  162. Aufzeichnung der Verleihung des Karlspreises 2008 auf der Website des WDR, gesehen 17. Juni 2012.
  163. Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preis. abgerufen am 12. Juli 2012 (PDF; 1,7 MB)
  164. Angela Merkel wird ausgezeichnet. Meldung vom 22. Januar 2010 auf stern.de
  165. Merkel für deutsch-jüdische Aussöhnung ausgezeichnet. morgenpost.de, 22. September 2010, abgerufen am 18. Mai 2012.
  166. „Eure Rede aber sei ja, ja, nein, nein“ domradio.de, 28. November 2012, abgerufen am 1. November 2015.
  167. sapo.pt: Prémio da Paz Indira Gandhi foi para...Merkel, 19. November 2013 (portugiesisch), abgerufen am 20. November 2013.
  168. Merkel mit Abraham-Geiger-Preis für Verdienste um Judentum ausgezeichnet. Domradio, 3. Dezember 2015, abgerufen am 3. Dezember 2015.
  169. Angela Merkel: Laureate International Four Freedoms Award 2016, Webseite vom 21. April 2016 im Portal fourfreedoms.nl, abgerufen am 22. April 2016
  170. Council of the European Union: Laudatio by EU High Representative Javier Solana at the occasion of the honorary doctorate for Dr Angela Merkel. 3. Juni 2008 (PDF; 126 kB)
  171. Merkel erhält in Breslau Ehrendoktorwürde „Für ihre Verdienste um die Annäherung zwischen Deutschland und Polen“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. September 2008, abgerufen am 18. Mai 2012.
  172. Nils Minkmar: Ehrendoktorwürde für Merkel; Ein historischer Moment. In: faz.net. FAZ, 20. Februar 2009, abgerufen am 13. Januar 2011.
  173. Bundeskanzlerin erhält Ehrendoktorwürde. Bundesregierung, 19. Februar 2009, archiviert vom Original am 14. November 2013, abgerufen am 17. Juli 2012.
  174. Dies academicus – Eine Kanzlerin für gutes Klima. Universität Bern, 5. Dezember 2009, abgerufen am 18. Mai 2012.
  175. Bundeskanzlerin | Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Angel-Kanchev-Universität Ruse. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, archiviert vom Original am 14. Oktober 2010, abgerufen am 18. Mai 2012.
  176. Merkel: Rumänien muss Reformen fortsetzen auf Focus online, 13. Oktober 2010, abgerufen am 2. November 2015
  177. Merkel in Seoul zu Gipfelgesprächen der G-20 eingetroffen (Memento vom 3. Februar 2012 im Internet Archive) Stern online vom 11. November 2010.
  178. Nahost-Frieden: Merkel warnt Israel vor Stillstand. spiegel.de, 1. Februar 2011, abgerufen am 18. Mai 2012.
  179. Angela Merkel empfing Ehrendoktorwürde (Memento vom 3. November 2013 im Internet Archive), abgerufen am 23. Mai 2013.
  180. Ehrendoktorwürde für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Konrad Adenauer Stiftung, 20. Oktober 2014, abgerufen am 27. Dezember 2014.
  181. Bundesregierung | Rechtsstaatlichkeit stärkt das Vertrauen. In: www.bundesregierung.de. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  182. 南京大学新闻网-南京大学授予德国总理默克尔名誉博士学位. In: news.nju.edu.cn. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  183. Angela Merkel: We Have No Time to Lose. In: Spiegel Online, 4. November 2009, abgerufen am 12. Januar 2013.
  184. The 100 Most Powerful Women. In: Forbes Magazine, 19. August 2009 (englisch); Forbes-Liste: Merkel zum dritten Mal zur wichtigsten Frau gewählt. In: Spiegel Online, 22. Mai 2013, abgerufen am 3. November 2015; Forbes-Liste 2015: Angela Merkel bleibt die mächtigste Frau der Welt. In: Rheinische Post, 29. Mai 2014; Cynthia Kroet: Angela Merkel, the World’s Most Powerful Woman (Again). In: Politico, 6. Juni 2016 (englisch).
  185. Merkel goes second in Forbes’ list, behind obvious Obama. In: Deutsche Welle, 6. Dezember 2012, abgerufen am 28. Dezember 2012 (englisch).
  186. Profile Angela Merkel. Forbes, abgerufen am 9. März 2013 (englisch).
  187. Forbes-Magazine: Mächtigster Mensch der Welt – Angela Merkel auf Platz zwei. In: Welt.de, 5. November 2015.
  188. Michael Elliott: Angela Merkel. In: Time.com, 8. Mai 2006; Henry Kissinger: The TIME 100 – Angela Merkel. In: Time.com, 3. Mai 2007; Michael Elliott: Angela Merkel. In: Time.com, 30. April 2009; Christine Lagarde: Angela Merkel. Consensus Builder. In: Time.com, 21. April 2011; Michael Schuman: Angela Merkel. Chancellor. In: Time.com, 18. April 2012; Jürgen Klinsmann: Angela Merkel. In: Time.com, 23. April 2014; Petro Poroschenko: Angela Merkel. In: Time.com, 16. April 2015; Samantha Power: Angela Merkel. In: Time.com, 21. April 2016 (englisch)..
  189. Karl Vick: Person of the Year. Chancellor of the Free World. In: Time.com, 9. Dezember 2015 (englisch).
  190. Merkel wirbt bei Briten für Europa (Memento vom 18. März 2015 im Internet Archive). Artikel vom 27. Februar 2014 im Portal tagesschau.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
  191. Ed Lowther: Merkel’s UK speech: The exclusive club she is joining. Artikel vom 27. Februar 2014 im Portal bbc.com, abgerufen am 27. Februar 2014.
  192. Fabienne Piepiora: Syrisches Flüchtlingspaar nennt Tochter Angela Merkel. Artikel vom 12. Januar 2016 im Portal Der Westen, abgerufen am 12. Januar 2016.
  193. Unbekannter Autor: Kamerunerin benennt Sohn nach Kanzlerin „Christ Merkel“. Artikel vom 4. Dezember 2015 im Portal Der Westen, abgerufen am 12. Januar 2016.
  194. Ralf Georg Reuth: Angela Merkels zweierlei Welten, Welt am Sonntag, 19. Juni 2005.
  195. Stephan Hebel: Die zwei Gesichter der Angela M., Frankfurter Rundschau, 21. Februar 2013.