Angelburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Angelburg
Angelburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Angelburg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 49′ N, 8° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 381 m ü. NHN
Fläche: 16,73 km2
Einwohner: 3422 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35719
Vorwahl: 06464
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
35719 Angelburg
Website: www.angelburg.de
Bürgermeister: Thomas Beck (SPD)
Lage der Gemeinde Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg)BiedenkopfBreidenbachSteffenbergAngelburgBad EndbachDautphetalGladenbachLohraFronhausenWetter (Hessen)LahntalRauschenbergWohratalCölbeWeimar (Lahn)MarburgEbsdorfergrundNeustadt (Hessen)KirchhainAmöneburgStadtallendorfNordrhein-WestfalenLandkreis Waldeck-FrankenbergSchwalm-Eder-KreisLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Das untere Gansbachtal bei Frechenhausen, im Hintergrund der Schwarzenberg und die Sackpfeife. Der Flusslauf ist links der Ortschaft, aber noch unterhalb der Landesstraße 3042 erkennbar

Angelburg ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Marburg-Biedenkopf im nordwestlichen Mittelhessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet befindet sich etwa 12 km südlich von Biedenkopf im Gansbachtal nördlich des Schelder Waldes, dessen Nordende durch den Berg Angelburg (609 m ü. NN) gebildet wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist im Norden und Osten vom Gebiet der Gemeinde Steffenberg umgeben. Das Gebiet der Gemeinde Bad Endbach grenzt mit deren Ortsteil Bottenhorn ebenfalls östlich an. Im Süden stößt das Gemeindegebiet an die Gemeinde Siegbach, sowie im Westen an die Gemeinde Eschenburg (beide im Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteil Wappen Luftaufnahme Beschreibung Einwohner-
zahl
Urkundliche Erstnennung
Frechenhausen
Wappen Frechenhausen.svg
Gansbachtal-Frechenhausen.jpg Frechenhausen liegt im Gansbachtal zwischen Gönnern und Lixfeld. Der Ort wird über die Landesstraße 3042 mit diesen beiden Orten verbunden. Außerdem trifft hier die L 3288 aus Bottenhorn auf die L 3042. 0745 1330
Gönnern
Wappen Goennern2.svg
Gönnern liegt zwischen Niedereisenhausen und Frechenhausen im Gansbachtal. Durch den Ort führt die L 3042, welche diese Orte verbindet und weiter bis nach Dillenburg führt. 1541 1296
Lixfeld
Wappen Lixfeld.png
Lixfeld01.jpg Lixfeld liegt an der Landesstraße 3042 zwischen Hirzenhain-Bahnhof und Frechenhausen. Die Kreisstraße 100 aus Hirzenhain-Ort mündet hier in die L 3042. Dieser Ortsteil liegt ebenfalls im Gansbachtal. 1179 1238

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1972 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die beiden ehemals selbständigen Gemeinden Frechenhausen und Lixfeld zur neuen Gemeinde Angelburg zusammengeschlossen. Am 1. Juli 1974 wurde durch Landesgesetz Angelburg mit Gönnern zu erweiterten Großgemeinde Angelburg zusammengeschlossen.[2][3] Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt.[4] Eine Mehrheit der Angelburger sprach sich für einen Zusammenschluss aus, während der Vorschlag auf Steffenberger Seite jedoch abgelehnt wurde.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied im interkommunalen Verein Lahn-Dill-Bergland und in vielen weiteren kommunalen Zweckverbänden und Vereinen. Wichtigster Zweckverband für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde ist der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland, der alle Städte und Gemeinden des Hessischen Hinterlandes umfasst und mit der nordrhein-westfälischen Stadt Bad Laasphe eine gemeinsame Entwicklung vorantreibt.

Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit der Angelburger (51,7 %) für die Fusion aus, wohingegen die Bevölkerung Steffenbergs ebenfalls knapp (52,7 %) gegen den Zusammenschluss votierte.[6]

Rathaus in Gönnern

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9][10]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
   
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,5 09 36,1 08 47,5 11 46,0 10 46,1 11
BGL/FWG Bürgerliste/Freie Wählergemeinschaft Angelburg 34,5 08 35,6 08 26,0 06 24,6 06 21,3 05
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,0 06 28,3 07 26,5 06 29,4 07 28,2 06
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Ungültige Stimmen in % 2,0 2,3 5,5 2,6 3,8
Wahlbeteiligung in % 48,8 49,0 69,0 46,6 59,0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[11] Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:[11]

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2017 Thomas Beck SPD 50,5
Reiner Haffer 49,5
Wahlbeteiligung in % 66,0
2011 Thomas Beck SPD 55,4
Reiner Haffer 44,6
Wahlbeteiligung in % 66,7
2004 Norbert Mai SPD 86,4
Wahlbeteiligung in % 46,3
1998 Norbert Mai SPD 93,8
Wahlbeteiligung in % 63,8
1993 Norbert Mai SPD 51,3
Heinz Schmidt BGL + FWG 14,3
Hartmut Hild 34,4
Wahlbeteiligung in % 79,8

Bei der Wahl am 5. Februar 2017 wurde Thomas Beck (SPD) wiedergewählt. Bei der vorangegangenen Wahl am 27. März 2011 traten Thomas Beck (SPD), Reiner Haffer und Heiko Valentin (beide parteilos) an. Keiner der Kandidaten konnte die absolute Mehrheit erringen, sodass es am 10. April 2011 zur Stichwahl kam. Dort setzte sich Thomas Beck mit 55,4 % gegen Reiner Haffer (44,6 %) durch.[11]
Thomas Beck löste am 15. Juni 2011 den bis dahin amtierenden Bürgermeister Norbert Mai nach 18 Jahren Amtszeit ab.

Flagge und Banner
Flagge Angelburg.svg
Banner Angelburg.svg


Wappen, Flagge und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Angelburg
Blasonierung: „Im geteilten Schild oben, in blau, den von silber (weiß) und rot geteilten hessischen Löwen; unten in silber drei rote Sterne.“
Wappenbegründung: Die Sterne stellen die Ortsteile dar und stammen aus den Wappen von Frechenhausen und Lixfeld; der Löwe steht für den hessischen Ortsherrn; die Farben sind die der hessischen Flagge.

Die Flagge bzw. das Banner wurde am 10. März 1989 genehmigt und wird wie folgt beschrieben: „Die Flagge der Gemeinde Angelburg zeigt auf der von Rot, Weiß, blau, Weiß, Rot (im Verhältnis 1:1,5:1:1,5:1) längsgeteilten Flaggenbahn in der oberen Hälfte aufgelegt das Gemeindewappen.“[12]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angelburg, der für die Gemeinde namensgebende Berg, mit dem Fernsehturm Angelburg

Auf der Angelburg steht der 171 Meter hohe Fernsehturm Angelburg. Bemerkenswert ist, dass die Angelburg als Namensgeber der Gemeinde nicht auf Angelburger Gemarkung liegt, sondern zur Nachbargemeinde Eschenburg gehört.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltepunkte Lixfeld, Frechenhausen und Gönnern lagen an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Angelburg gewirkt und gelebt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Teutsch „Erzvater“ (1889–1967), Maschinenmeister, Autodidakt, Mineraloge, Betreiber des einstigen Erzbergwerkes in Gönnern (Bleiglanz) im Einmannbetrieb.
  • Karl Schmidt (1903–1971), Former auf der Schelderhütte, Sozialdemokrat und Gewerkschafter, Antifaschist, erster sozialdemokratischer Bürgermeister in Gönnern von 1946–1952. Schmidt wurde zuvor von der amerikanischen Militärverwaltung im September 1945 als Bürgermeister eingesetzt.
  • Paddy Kroetz (* 1978), Reporter und Fernsehmoderator

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Angelburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 17 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350–351.
  4. Bericht über Fusionsabstimmung (Memento vom 14. November 2015 im Internet Archive)
  5. Steffenberger lehnen Gemeindefusion ab. (Memento vom 27. November 2015 im Webarchiv archive.today) In: hessenschau.de
  6. Aus zwei mach eins. Gemeindefusion: Angelburg will, Steffenberg nicht (Memento vom 12. Oktober 2015 im Internet Archive), Hinterländer Anzeiger, 11. Oktober 2015, via mittelhessen.de; abgerufen am 20. März 2016.
  7. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  8. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2011.
  10. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  11. a b c Bürgermeister-Direktwahlen in Angelburg. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  12. Genehmigung einer Flagge der Gemeinde Angelburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf vom 27. März 1989. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1989 Nr. 13, S. 778, Punkt 305 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF]).
  13.  Info: Bitte auf Vorlage:HessBib umstellen, um auch nach 2015 erfasste Literatur zu selektieren!