Angelburg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Angelburg in Hessen. Der für diese Gemeinde namensgebende Berg findet sich unter Angelburg (Berg).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Angelburg
Angelburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Angelburg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 49′ N, 8° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 381 m ü. NHN
Fläche: 16,72 km²
Einwohner: 3530 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35719
Vorwahl: 06464
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
35719 Angelburg
Webpräsenz: www.angelburg.de
Bürgermeister: Thomas Beck (SPD)
Lage der Gemeinde Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf
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Über dieses Bild
Das untere Gansbachtal bei Frechenhausen, im Hintergrund der Schwarzenberg und die Sackpfeife. Der Flusslauf ist links der Ortschaft, aber noch unterhalb der Landesstraße 3042 erkennbar

Angelburg ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Marburg-Biedenkopf im nordwestlichen Mittelhessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet befindet sich etwa 12 km südlich von Biedenkopf im Gansbachtal nördlich des Schelder Waldes, dessen Nordende durch den Berg Angelburg (609 m ü. NN) gebildet wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist im Norden und Osten vom Gebiet der Gemeinde Steffenberg umgeben. Das Gebiet der Gemeinde Bad Endbach grenzt mit deren Ortsteil Bottenhorn ebenfalls östlich an. Im Süden stößt das Gemeindegebiet an die Gemeinde Siegbach, sowie im Westen an die Gemeinde Eschenburg (beide im Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1972 wurden die beiden ehemals selbständigen Gemeinden Frechenhausen und Lixfeld zur neuen Gemeinde Angelburg zusammengeschlossen. Am 1. Juli 1974 kam Gönnern hinzu.[2] Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt [3]. Eine Mehrheit der Angelburger sprach sich für einen Zusammenschluss aus, während der Vorschlag auf Steffenberger Seite jedoch abgelehnt wurde.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied im interkommunalen Verein Lahn-Dill-Bergland und in vielen weiteren kommunalen Zweckverbänden und Vereinen. Wichtigster Zweckverband für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde ist der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland, der alle Städte und Gemeinden des Hessischen Hinterlandes umfasst und mit der nordrhein-westfälischen Stadt Bad Laasphe eine gemeinsame Entwicklung vorantreibt.

Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Angelburg und Steffenberg statt. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit der Angelburger (51,7 %) für die Fusion aus, wohingegen die Bevölkerung Steffenbergs ebenfalls knapp (52,7 %) gegen den Zusammenschluss votierte.[5]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [6]

Gemeindewahl in
Angelburg 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,5 %
26,5 %
26,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,5 %p
-2,9 %p
+1,4 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 47,5 11 46,0 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,5 6 29,4 7
BGL/FWG Bürgerliste/Freie Wählergemeinschaft Angelburg 26,0 6 24,6 6
Gesamt 100 23 100 23
Wahlbeteiligung in % 69,1 46,6

Vorsitzender der Gemeindevertretung ist Gerhard Teutsch (CDU).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2011 Thomas Beck SPD 55,4
Reiner Haffer 44,6
Wahlbeteiligung in % 66,7
2004 Norbert Mai SPD 86,4
Wahlbeteiligung in % 46,3
1998 Norbert Mai SPD 93,8
Wahlbeteiligung in % 63,8
1993 Norbert Mai SPD 51,3
Heinz Schmidt BGL + FWG 14,3
Hartmut Hild 34,4
Wahlbeteiligung in % 79,8

Bei der Wahl am 27. März 2011 traten Thomas Beck (SPD), Reiner Haffer und Heiko Valentin (beide parteilos) an. Keiner der Kandidaten konnte die absolute Mehrheit erringen, sodass es am 10. April 2011 zur Stichwahl kam. Dort setzte sich Thomas Beck mit 55,4 % gegen Reiner Haffer (44,6 %) durch.[7]
Thomas Beck löste am 15. Juni 2011 den bis dahin amtierenden Bürgermeister Norbert Mai nach 18 Jahren Amtszeit ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt im geteilten Schild oben, in blau, den von silber (weiß) und rot geteilten hessischen Löwen; unten in silber drei rote Sterne.

Der Löwe bezieht sich auf die frühe hessische Landeshoheit, die drei Sterne stehen für die drei Ortsteile der Gemeinde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angelburg, der für die Gemeinde namensgebende Berg, mit dem Fernsehturm Angelburg

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Angelburg steht der 171 Meter hohe Fernsehturm Angelburg. Bemerkenswert ist, dass die Angelburg nicht auf Angelburger Gemarkung liegt, sondern zur Nachbargemeinde Eschenburg gehört.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltepunkte Lixfeld, Frechenhausen und Gönnern lagen an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Angelburg gewirkt und gelebt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Teutsch „Erzvater“ (1889–1967), Maschinenmeister, Autodidakt, Mineraloge, Betreiber des einstigen Erzbergwerkes in Gönnern (Bleiglanz) im Einmannbetrieb.
  • Jakob Müller (1869–1930), Maurerpolier, Gründer des gleichnamigen Bauunternehmens.
  • Karl Schmidt (1903–1971), Former auf der Schelderhütte, Sozialdemokrat und Gewerkschafter, Antifaschist, erster sozialdemokratischer Bürgermeister in Gönnern von 1946–1952. Schmidt wurde zuvor von der amerikanischen Militärverwaltung im September 1945 als Bürgermeister eingesetzt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Huth: Die Gemeinde Angelburg und ihre drei Ortsteile im Wandel der Jahrhunderte. Hrsg.: Gemeindevorstand der Gemeinde Angelburg. 1988.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350 und 351.
  3. Bericht über Fusionsabstimmung
  4. Steffenberger lehnen Gemeindefusion ab. Auf: hessenschau.de
  5. Aus zwei mach eins. Gemeindefusion: Angelburg will, Steffenberg nicht, Hinterländer Anzeiger vom 11. Oktober 2015, via mittelhessen.de; letzter Zugriff: 20. März 2016.
  6. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Angelburg, Hessisches Statistisches Landesamt; letzter Zugriff: 11. April 2011.
  7. Gemeinde Angelburg: Bürgermeisterwahl 2011; letzter Zugriff: 10. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angelburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien