Angelika Schyma

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Angelika Schyma (* 4. Juli 1949 in Wuppertal als Angelika Leyendecker)[1]:97 ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin. Sie leitete von 1992 bis Oktober 2014 die Abteilung Inventarisation des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland in Brauweiler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelika Leyendecker, in Wuppertal aufgewachsen, legte 1968 am Mädchengymnasium in Barmen ihr Abitur ab. Mit dem Wintersemester 1968/69 nahm sie dann zunächst ein Studium an der Universität Freiburg (Biologie und Chemie) auf, bevor sie nach einem Jahr an die Universität Bonn wechselte, wo sie Kunstgeschichte im Hauptfach und Klassische Archäologie sowie Orientalische Kunstgeschichte in den Nebenfächern studierte. Ihre in Bonn bei Günter Bandmann begonnene und nach dessen Tod bei Christoph Luitpold Frommel fertiggestellte Magisterarbeit zur Drachenburg mündete schließlich auch 1979 in ihre Promotion zur Dr. phil., die sie noch unter ihrem Geburtsnamen Angelika Leyendecker an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn mit der Arbeit Schloss Drachenburg ablegte.[1]:97 Nachdem sie bereits ab November 1973 die Abteilung Inventarisation des Landeskonservators bei der Erstellung der Denkmallisten unterstützte, erhielt sie vom 1. September 1976 bis zum 31. August 1978 zunächst eine Anstellung als Volontärassistentin,[1]:98 ehe sie seit dem 15. Oktober 1978 als wissenschaftliche Referentin in der Kulturguterfassung in dem damals noch in Bonn und seit 1985 in Brauweiler beheimateten Rheinischen Amt für Denkmalpflege Einsatz fand.[2]:597 Mit ihrer Festanstellung als wissenschaftliche Referentin im Mai 1988 übernahm sie neben der schon bisherigen Tätigkeit, nämlich der Erarbeitung von Inventaren und Topographien auch die Leitung der Grundlagenforschung des 19. und 20. Jahrhunderts.[1]:98 Ein Schwerpunkt ihrer Beschäftigung war seit Ende der 1980er Jahre die Grundlagenforschung der Architektur aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Rheinland – hierbei im Besonderen die Bauten der Bundesrepublik Deutschland bis zur Wende, als deren beste Kennerin sie bezeichnet werden kann.[1]:99

Als erste Frau übernahm Angelika Schyma 1992 die Leitung einer Abteilung im LVR-Amt für Denkmalpflege.[1]:99 Nach dem Weggang von Wolfgang Brönner, als neuer Landeskonservator von Rheinland-Pfalz, trat sie im September 1991 zunächst kommissarisch und ab dem 1. Juni 1992 definitiv die Leitung der Abteilung Inventarisation an.[2]:545 Seit dem 31. Oktober 2014 ist sie im Ruhestand.[1]:97

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Drachenburg. (Landeskonservator Rheinland, Arbeitsheft 36; zugleich Dissertation Universität Bonn 1979), Rheinland Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0513-3.
  • Stadt Königswinter. (=Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmäler im Rheinland, Band 23.5) Rheinland-Verlag, Köln 1992, ISBN 3-7927-1200-8.
  • Schriftleitung: Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege. (=Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege. Band 36) Rheinland Verlag, Köln 1993, ISBN 3-7666-9872-9.
  • Was ist ein Baudenkmal? Zur Geschichte der Inventarisation seit Paul Clemen. In: Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege. (=Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege. Band 36) Rheinland Verlag, Köln 1993, ISBN 3-7666-9872-9, S. 111–123.
  • Schloß Drachenburg in Königswinter. (Rheinische Kunststätten, Heft 357) Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Neuss 1990, ISBN 3-88094-662-0 (2. Auflage 1998).
  • mit Wilfried Hansmann und Godehard Hoffmann: Spätgotik am Niederrhein. Rheinische und flämische Flügelaltäre im Licht neuer Forschung. (=Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland. Band 35) Bachem Verlag, Köln 1998, ISBN 3-7616-1362-8.
  • Schlag auf Schlag - Der Eiserne Siegfried von Königswinter. Ein Beitrag zum Ersten Weltkrieg. (=Denkmalpflege im Rheinland, 31. Jahrgang, Nr. 3) Klartext Verlag, Essen 2014, ISSN 0177-2619 S. 101–105.

sowie zahlreiche Aufsätze und Beiträge in Fachzeitschriften und Fachpublikationen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrea Pufke: Angelika Schyma im Ruhestand. (=Denkmalpflege im Rheinland, 31. Jahrgang, Nr. 2) Klartext Verlag, Essen 2014, ISSN 0177-2619, S. 97–100.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Andrea Pufke: Angelika Schyma im Ruhestand. (=Denkmalpflege im Rheinland, 31. Jahrgang, Nr. 2) Klartext Verlag, Essen 2014
  2. a b Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege. (=Jahrbuch der rheinischen Denkmalpflege. Band 36) Rheinland Verlag, Köln 1993, ISBN 3-7666-9872-9.