Angelo Berardi

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Angelo Berardi (* um 1636 in Sant’Agata Feltria, Rimini; † 9. April 1694 in Rom) war ein italienischer Komponist, Violinist, er galt als einer der bedeutenden italienischen Musiktheoretiker des 17. Jahrhunderts.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den ersten Lehrern Angelo Berardis zählte der Kapellmeister am Dom von Forli, Giovanni Vincenzo Sarti (1600–1655). Ab 1662 war Berardi Kapellmeister in Montefiascone, noch in dieser Position erhielt er weiteren Unterricht durch Marco Scacchi. 1668 wurde er Kapellmeister am Dom zu Viterbo. Zum Priester geweiht hielt er sich höchstwahrscheinlich in den Jahren 1672 und 1673 in Rom auf. Ab 1673 war er Kapellmeister und Organist am Dom von Tivoli und ab 1679 bis 1683 in gleicher Position in Spoleto. Ab 1692 war Kapellmeister in Santa Maria in Trastevere in Rom.

Berardi veröffentlichte 1687 in Bologna sein Traktat "Documenti armonici", welches zu seinen wichtigsten Lehrwerken zählt und sich auch in Bachs Notennachlass befand. In seinen Schriften unterschied er zwischen der musica da chiesa, da camera und da teatro.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2 Sammlungen zwei bis vierstimmiger sakraler Gesänge
  • 4 Sammlungen drei bis sechsstimmiger Psalmen
  • Rund 20 vielstimmige Messen
  • Kammermusik in verschiedenen Besetzungen
  • Sinfonia a violino solo con basso continuo Libro primo Op.7 (Bologna, Giacomo Monti, 1670)
  • Musiche diverse variamente concertate per camera, a due, tre e quattro voci dal canonico D. Angelo Berardi, Op. 8, (Bologna, Pietro Maria Monti, 1689).

Musiktheoretische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Discorsi musicali (Viterbo 1670)
  • Ragionamenti musicali (1681)
  • Documenti armonici (Bologna 1687)
  • Arcani musicali svelati amicitia(.....) con un modo facilissimo per sonare trasportato (1690)
  • Il perché musicale, overo staffetta armonica (1693)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (6) Sinfonie a violine solo op.VII; Fabrizio Longo, Violine und Anna Clemente, Cembalo; Label Tactus, 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]