Angous

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Angous
Angous (Frankreich)
Angous
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Le Cœur de Béarn
Gemeindeverband Béarn des Gaves
Koordinaten 43° 18′ N, 0° 49′ WKoordinaten: 43° 18′ N, 0° 49′ W
Höhe 133–262 m
Fläche 6,22 km2
Einwohner 105 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km2
Postleitzahl 64190
INSEE-Code

Schule in Angous

Angous ist eine französische Gemeinde mit 105 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Le Cœur de Béarn (bis 2015: Kanton Navarrenx).

Die Bewohner werden Angousiens genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angous liegt ca. 25 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie im Béarn.

Umgeben wird Angous von den Nachbargemeinden:

Angous liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour wird durchquert vom Riu de Carrié, einem Zufluss des Laussets, und von seinem Nebenfluss, dem Serrot.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Raymond, Archivar und Historiker des 19. Jahrhunderts, notierte die erstmalige Erwähnung unter dem Namen Angos im Jahre 1385 anlässlich einer Volkszählung. Es wurden 19 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Navarrenx liegt. In der Folgezeit gab es ein Laienkloster, Vasall des Vizegrafen von Béarn.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 158 151 129 121 111 103 106 105
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[4] INSEE ab 2009[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-André
  • Pfarrkirche, gewidmet dem Apostel Andreas. Die Kirche steht an ihrem traditionellen Standort zwischen Schule und Rathaus, an einem Platz und bei einem Friedhof. Die erste romanische Kirche an dieser Stelle wurde 1569 zerstört. Ein erster Wiederaufbau erfolgte im 17. Jahrhundert, aber erst seit 1848 hat sie im Rahmen einer Erweiterung ihre heutige Form nach alten Plänen. Diese letzten Arbeiten umfassten auch die Errichtung des Glockenturms und zweier seitlichen Kapellen. Der einschiffige Gebäudekörper ist bedeckt von einem steil abfallenden Dach, hat die Form eines lateinischen Kreuzes und wird auf der einen Seite vom Glockenturm abgeschlossen und auf der Altarseite von einer mehreckigen Apsis.[6]
  • Gedeckte Brunnen. In der Gemeinde befinden sich zwei Brunnen aus dem 18. Jahrhundert mit Pyramidendächern aus Materialien der Region. Während einer der Brunnen verwaist ist, hat der Besitzer des anderen Brunnens diesen restauriert. An seiner rechten Seite ist ein Auslauf aus Stein zu erkennen, der früher eine öffentliche Tränke gespeist hat.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angous liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[8]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[9]
Gesamt = 12

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angous ist angeschlossen an die Routes départementales 2 und 69 und ist über Linien des Busnetzes Transports 64 mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angous – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  2. Ma commune : Angous (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  3. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 6. 1863. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  4. Notice Communale Angous (fr) EHESS. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  5. Populations légales 2014 Commune d’Angous (64025) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  6. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-André (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 5. Januar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 5. Januar 2017.
  7. Conseil régional d’Aquitaine: Puits couverts d’Angous (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 5. Januar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 5. Januar 2017.
  8. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 6. Oktober 2017.
  9. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Angous (64025) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. Januar 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.