Anif

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Anif
Wappen Österreichkarte
Wappen von Anif
Anif (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 7,61 km²
Koordinaten: 47° 45′ N, 13° 4′ OKoordinaten: 47° 45′ 0″ N, 13° 4′ 0″ O
Höhe: 434 m ü. A.
Einwohner: 4.327 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 568 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5081
Vorwahl: 06246
Gemeindekennziffer: 5 03 01
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Aniferstraße 10
5081 Anif
Website: www.anif.salzburg.at
Politik
Bürgermeisterin: Gabriella Gehmacher-Leitner (Liste Krüger)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2019)
(21 Mitglieder)
9
8
2
1
1
Insgesamt 21 Sitze

[1]

Lage von Anif im Bezirk Salzburg-Umgebung
AnifAntheringBergheimBerndorf bei SalzburgBürmoosDorfbeuernEbenauElixhausenElsbethenEugendorfFaistenauFuschl am SeeGömingGroßgmainHallwangHenndorf am WallerseeHinterseeHof bei SalzburgKöstendorfLamprechtshausenMattseeNeumarkt am WallerseeNußdorf am HaunsbergOberndorf bei SalzburgObertrum am SeePlainfeldSankt Georgen bei SalzburgSankt GilgenSchleedorfSeehamSeekirchen am WallerseeStraßwalchenStroblThalgauWals-SiezenheimGrödigKopplSalzburgSalzburgLage der Gemeinde Anif im Bezirk Salzburg-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Anif ist eine österreichische Gemeinde im Bundesland Salzburg mit 4327 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022).

Blick auf Anif

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anif liegt im Bezirk Salzburg-Umgebung südlich der Stadt Salzburg an der Salzach. Diese bildet die Grenze im Osten, im Süden wird die Gemeinde von der Berchtesgadener Ache begrenzt. Der Großteil des Gebietes ist flach in einer Höhe von rund 440 Meter über dem Meer, nur im Südwesten steigt das Land zum bewaldeten Goisberg auf 541 Meter an.

Die Fläche beträgt 7,61 Quadratkilometer. Davon sind 49 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 16 Prozent Wald und 12 Prozent sind Gärten.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei, jeweils als Dorf qualifizierte[3] Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[4]):

  • Anif (1877)
  • Neu-Anif (795)
  • Niederalm (1668)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Anif.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzburg
(Statutarstadt)
Elsbethen


Grödig
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Hallein (Bez. Hallein) Puch bei Hallein (Bez. Hallein)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie der Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anif entwickelte sich von *An-apa über *Anava zu ersturkundlich Anua. Die Bedeutung ist keltisch ‚Sumpfwasser‘.
  • Niederalm ist ein ursprünglicher Gewässername und entwickelte sich von *Albhanta über *Albina zu ersturkundlich Alba, dann Alm (siehe auch niedere Albe für die Königsseeache).[5] Es liegt das keltische Wort für ‚Gebirge‘ zugrunde, urverwandt mit den Alpen.

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Notitia Arnonis von 788 wurde eine ecclesiam ad Anua (Kirche in Anua, gesprochen Anva) schriftlich genannt.

Durch (Salzburger Landes-)Gesetz vom 17. Juli 1894, LGBl 25/1894 wurde Anif samt Niederalm von Grödig getrennt:

„Graf Arco-Stepperg besprach sich mit den Anifer Bauern und sagte ihnen, für Grödig mit seinen verschiedenen Fabriken und Eisenhämmern und mit den im Steinbruch Fürstenbrunn beschäftigten mehreren hundert Arbeitern wird es erhaltungsmäßig eine große Plage, wenn diese Unternehmen einmal zum Stillstand kämen. Grödig hätte den Nutzen und Anif werde die Zahlungen haben. Wir wollen uns auch mit der Gemeinde davonmachen, und so geschah es auch …“

Der erste Bürgermeister von Anif hieß Matthias Schnöll, Holznerbauer, der diese Funktion von 1895 bis 1898 innehatte, er wurde von Rupert Mayr, Kaiserbauer, abgelöst.

Seitdem hat sich Anif zu einer wohlhabenden Gemeinde entwickelt. Der Ort gilt als eine der besten Lagen im Nahbereich der Stadt Salzburg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernhof Fürstenweg 70
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Anif
Anif
Niederalm

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine Sportanlage, mit folgenden Anlagen:

Der Fußballverein USK Leube Anif, einst ein österreichischer Zweitligaverein, spielte in der Saison 2013/14 als „FC Anif“ in einer Spielgemeinschaft mit den Red Bull Amateuren in der drittklassigen Regionalliga West.

Seit Mai 2020 hat die Internationale Biathlon-Union ihren Hauptsitz in der Ortschaft Niederalm.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Fläche von lediglich 7,6 km² zählt Anif zu den kleinsten Gemeinden des Salzburger Landes. Der hohe Anteil an Grünland wurde 1998 noch wesentlich vergrößert; durch mehrheitlichen Beschluss ist im Dezember 1998 der neue Flächenwidmungsplan in Kraft getreten, wodurch 500.000 m² von Bauland bzw. Gewerbegebiet in Grünland gewidmet worden sind, was vorwiegend den Bauern zu verdanken ist, die „Bauern bleiben wollen“ und deshalb mit beträchtlichen Umwidmungen einverstanden waren. Außerdem kommt es auch dem Grüngürtel der Stadt Salzburg zugute, der jüngst ebenfalls explizit unter Bauschutz gestellt wurde.

Mit PGV Austria Trunk GmbH und Sony DADC sind in Anif (eigentlich in Niederalm) zwei große Betriebe angesiedelt. Weitere Betriebe befinden sich im 1998 errichteten Gewerbepark.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Anif gibt es eine Volksschule, einen Kindergarten und einen Hort.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 21 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 1984 Anton Stumper (SPÖ)[9]
  • 1984–2015 Hans Krüger († 27. Januar 2015) (ÖVP, Liste Krüger)[10]
  • seit 2015 Gabriella Gehmacher-Leitner (Liste KRÜ)[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Anif COA.svg Das Wappen der Gemeinde ist: „Gespalten; vorne in Silber ein schwarzer Adler; hinten in Blau pfahlweise mit der Sehne einwärts gekehrt ein goldener Bogen.“

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ItalienItalien Eppan an der Südtiroler Weinstraße (Appiano sulla Strada del Vino), Italien

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Anif – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 30. September 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.salzburg.gv.at
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Anif, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  3. 4. Teil: Gemeinden Salzburg 4. Anif. In: Österreichischer Amtskalender online. Jusline Österreich GmbH (Verlag Österreich), Wien 2002–, ZDB-ID 2126440-5.
  4. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  5. Biologische Unterwasser-Forschungsgruppe der Universität Salzburg: Historischer Flussverlauf der Salzach von den Salzachöfen bis zur Saalachmündung – Teil 2: Salzburg - Hallein in BUFUS-Info 40/2008, PDF-Datei S. 4–5 von 14 Seiten, online unter bufus.sbg.ac.at
  6. Wahlergebnisse 2009. Land Salzburg, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  7. Wahlergebnisse 2014. Land Salzburg, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  8. Wahlergebnisse 2019. Land Salzburg, abgerufen am 7. Dezember 2021.
  9. Anton Stumper. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  10. Hans Krüger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  11. Gabriella Gehmacher-Leitner. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.