Anima Eterna Brugge

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Anima Eterna Brugge (auch Anima Eterna) ist ein in Brügge beheimatetes international tätiges Orchester im Bereich der Historischen Aufführungspraxis unter der Leitung von Jos van Immerseel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jos van Immerseel gründete 1987 das Ensemble. Er leitet es vom Dirigentenpult oder vom Klavier aus. Midori Seiler ist eine der Primgeigerinnen, Sergei Istomin erster Cellist. Als Gastsolisten haben bislang mit Anima Eterna Brugge unter anderen musiziert die Sänger Thomas E. Bauer, Roberta Invernizzi, Philippe Jaroussky, Harry van der Kamp, Claron McFadden und Markus Schäfer sowie die Pianisten Pascal Amoyel, Ronald Brautigam und Arthur Schoonderwoerd.[1]

Concertgebouw Brügge,
Fassaden-Detail

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anima Eterna residiert im Concertgebouw Brugge. Seit 2010 ist es ensemble associé de l’Opéra de Dijon (Partnerensemble der Oper Dijon).

Je nach Erfordernissen bewegt sich die Ensemblegröße zwischen 7 und 80 Musikern. Für Chorwerke wird unter dem gleichen Namen ein Chor einbezogen.

In der Wahl des Notentextes, des jeweiligen Instrumentariums und der Spielweise sucht Anima Eterna möglichst nah den Intentionen und Vorgaben der Komponisten zu folgen.

Mehr als zwei Dutzend Einspielungen auf Ton- und Bildträgern geben Zeugnis von Anima Eternas Schaffen. Konzerte finden an den angestammten Spielstätten (z. B. BOZAR Brüssel) und auch auf ausgedehnten Tourneen (z. B. Philharmonie Berlin[2][3], Herkulessaal der Münchner Residenz, Liederhalle Stuttgart, Festspielhaus Bregenz) statt.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1989 gepflegte Repertoire von Anima Eterna Brugge umspannt einen zeitlichen Horizont vom mehr als 500 Jahren in der Musikgeschichte, über 200 Werke von fast 70 Komponisten sind bislang aufgeführt worden.[4] Schwerpunkte liegen bei Musik der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven), bei Musik der Romantik (Schubert, Berlioz, Liszt, Strauss) und des Impressionismus (Debussy, Ravel) sowie früher Moderne (Poulenc).[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: ECHO Klassik „Sinfonische Einspielung des Jahres (19. Jahrhundert)“. Für Berlioz: Symphonie Fantastique. [6]
  • 2012: ECHO-Klassik „Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert)/Klavier“. Für Poulenc: Konzert für 2 Klaviere, etc. [7]

Aufnahmen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVD / TV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlioz: La symphonie fantastique. Regie: Frédéric Le Clair. Arte, Frankreich 2010. [22]
  • Jos van Immerseel dirigiert Beethovens 5. Regie: Pierre Barré. Arte / RTBF, Belgien 2009. [23]
  • Beethoven's Fifth – A Rediscovery. (Beethovens Fünfte Sinfonie – Eine Wiederentdeckung.) Konzert und Dokumentation. DVD. EPR Classic, 2010. [24]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fellows auf der Website des Ensembles, abgerufen am 13. Februar 2013.
  2. Konzertbeschrieb zur Aufnahme von Deutschlandradio Kultur, dort abgerufen am 12. Februar 2013.
  3. Eva Blaskewitz: Liszt im Originalklang. „(….) und schmetterlingsbunt“: Konzert mit Anima Eterna beim Musikfest Berlin. Kritik zum 7. September 2011, bei klassikinfo.de abgerufen am 12. Februar 2013.
  4. Repertoire, auf der Website des Ensembles, abgerufen am 11. Februar 2013.
  5. Diskographie und Archiv, auf der Website des Ensembles, abgerufen am 12. Februar 2013.
  6. Der Anti-Karajan. S. 38 in: Bundesverband der deutschen Musikindustrie (Hrsg.): Echo Klassik Magazin 2010. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  7. Vorstellung auf der Website des Preises, abgerufen am 12. Februar 2013.
  8. Eva Blaskewitz: Ohne Gewölk. Rezension auf klassikinfo.de, abgerufen am 11. Februar 2013.
  9. Jörg Königsdorf: Aufnahmekritik im Rondo Musikmagazin vom 16. Mai 2008, abgerufen am 12. Februar 2013.
  10. Wolfram Goertz: Fata Morgana am Bach. – Jos van Immerseel dirigiert Beethovens Sinfonien. In: Zeit Online, 18. Mai 2008, abgerufen am 11. Februar 2013.
  11. Kai Luehrs-Kaiser: Beethoven, der Terrorist. Auf Spiegel online am 30. April 2008, abgerufen am 11. Februar 2013.
  12. Musikalische Geisterbahn. In: Die neue Platte beim Deutschlandfunk am 28. Februar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.
  13. Werner Theurich: Das wilde Lied vom Tod. In: Spiegel online am 24. Februar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.
  14. Paul Hübner: Anders hören. Besprechung vom 8. März 2010 bei Klassik.com, abgerufen am 12. Februar 2013.
  15. Bernhard Schrammek: „…. fast so etwas wie eine Referenzaufnahme….“ Besprechung beim RBB-Kulturradio, abgerufen am 11. Februar 2013.
  16. Markus Kuhn: Haydns „Missa Cellensis“ aus der Frauenkirche. – ….eine insgesamt überzeugende Einspielung. Besprechung vom 11. März 2010, bei Klassik.com abgerufen am 12. Februar 2013.
  17. Marcus Stäbler: CD-Besprechung am 3. Juni 2011 bei NDR-Klassik. Abgerufen am 12. Februar 2013.
  18. Bernhard Schrammek: „… eine besonders beeindruckende Interpretation….“ In: Kritik beim RBB-Kulturradio.
  19. Pressetext zur Aufnahme. Bei Ophelias-PR. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  20. Guido Fischer: Rezension vom 12. Januar 2013, im Rondo-Musikmagazin abgerufen am 12. Februar 2013.
  21. [1] Abgerufen am 11. Februar 2013.
  22. Sendeprogramm (Auszug) vom 31. Januar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.
  23. Sendungsbeschrieb bei Arte vom 28. Januar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.
  24. Tobias Pfleger: Auf dem Weg zu einem historischen Klangbild. Kritik bei Klassik.com, 29. Juni 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]