Anis Amri

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Dieser Artikel beschreibt den tunesischen Kriminellen und Terroristen. Für den gleichnamigen Fußballspieler siehe Anis Amri (Fußballspieler).
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Anis Ben Othman Amri (arabisch أنيس العامري, DMG Anīs al-ʿĀmirī; * 22. Dezember 1992 in Tataouine, Tunesien[1]; † 23. Dezember 2016 in Sesto San Giovanni, Italien) war ein tunesischer mehrfach verurteilter Gewalttäter und ein mutmaßlicher islamistischer Attentäter.

Er tötete am 19. Dezember 2016 den Fahrer eines Sattelzugs, brachte dessen Lkw in seine Gewalt und steuerte ihn in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin. Bei diesem terroristischen Anschlag starben zwölf Menschen (Besucher des Marktes sowie der ursprüngliche Lkw-Fahrer) und 55 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Während der europaweiten Fahndung wurde Amri am 23. Dezember bei einer Personenkontrolle in der Nähe von Mailand von einem Polizisten erschossen.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anis Amri wurde 1992 als jüngstes der neun Kinder von Mustafa Amri und Nour Amri (Nour al-Huda Hassani) in Tataouine, im nordöstlichen tunesischen Regierungsbezirk Kairouan, geboren. Die Familie zog kurz nach seiner Geburt nach Oueslatia um. In der rd. 9000 Einwohner zählenden Ortschaft, die als eine Hochburg des Salafismus galt, wuchs Amri mit seinen fünf Schwestern und drei Brüdern in größter Armut auf.

Die Mutter arbeitete als Haushaltshilfe, der Vater, ursprünglich Landarbeiter – nach einem Unfall körperlich behindert – , belieferte Gemüsegeschäfte mit einem Eselskarren. Die Ehe der Eltern ging in die Brüche; sie lebten seitdem getrennt. Nach eigenen Angaben war die Familie nicht besonders religiös und auch in Anis Amris Leben spielte der Islam keine große Rolle. „Für ihn war es egal, ob seine Schwestern Kopftuch tragen oder nicht, ob wir beten oder nicht“, sagte Amris Schwester Najwa über ihren Bruder. Über Religion hätte sie mit ihm nie gesprochen. „Anis war nie religiös. Er hat getrunken, er hat gefeiert, er hat Popmusik gehört. Er war ein ganz normaler Junge.“ [3][4][5][6][7]

Amri brach die Schule mit 15 Jahren ab und ging Gelegenheitsarbeiten nach, rutschte in die Kriminalität ab, beging mehrere Straftaten wie Diebstähle und Drogendelikte. So stahl er 2010 einen Lastwagen. Er setzte sich 2011 unter Mithilfe von Schleppern und mit finanzieller Unterstützung seiner Familie nach Italien ab, wo er Asyl beantragte. Er wurde von einem Gericht in Kairouan in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft wegen Raubes verurteilt.[8][9][1][10][11]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem italienischen Justizministerium zufolge kam Amri während des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 wie Zehntausende junger Tunesier per Boot nach Lampedusa. Am 5. April 2011 wurde seine illegale Einreise in die EU über diese Route von der Polizei registriert.[12][13] Ende März 2011 erlaubte der damalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi 6.000 dort campierenden Flüchtlingen, nach Sizilien oder aufs italienische Festland zu kommen.[14]

Indem Amri sich um zwei Jahre jünger machte und 1994 als sein Geburtsjahr angab, galt er als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling. Er kam zunächst in die katholische Stiftung Instituto Giovanna Romeo Sava in Belpasso (Metropolitanstadt Catania) auf Sizilien. Von hier aus besuchte er eine öffentliche Schule. Laut La Stampa hat Amri dort seine Mitschüler terrorisiert. Im Instituto Giovanna Romeo Sava kam es zu Gewalttätigkeiten. Amri und vier weitere minderjährige tunesische Flüchtlinge protestierten gegen Umstände ihrer Unterbringung (schlechtes Essen, zu geringe bzw. nicht erfolgende Zuteilung von Zigaretten, Alkohol und Telefonkarten) und die lange Anerkennungsprozedur im Asylverfahren. Im Oktober 2011 legten die fünf in Räumen des Heims Feuer und verprügelten einen Erzieher. Es entstand ein Sachschaden von ca. 30.000 Euro. Der damals 19-jährige Amri wurde wegen Körperverletzung und Brandstiftung zu vier Jahren Haft verurteilt und in Catania inhaftiert.[15][16][17][18][19][20][21][9] Weil er andere Häftlinge bedrohte, schikanierte, sich mit ihnen prügelte, Wärter angriff und seine Zelle verwüstete, war man immer wieder gezwungen, ihn in andere Gefängnisse zu verlegen: Am 1. Juni 2012 von Catania nach Enna; am 11. Dezember 2013 ins Gefängnis von Sciacca. Am 31. Januar 2014 erfolgte die nächste Verlegung nach Agrigento. Am 9. September 2014 verbrachte man ihn nach Palermo, zunächst ins Pagliarelli-Gefängnis, dann, am 10. Januar 2015 ins Ucciardone-Gefängnis – die letzte Station vor seiner Entlassung am 18. Mai 2015.[22][23][24][25][26] Die Strafvollzugsbehörde im italienischen Justizministerium stellte nach der Entlassung Amris aus der Haft dem Komitee für strategische Antiterrorismus-Analyse (Comitato di Analisi Strategica Antiterrorismo – C.A.S.A.), das dem Innenminister untersteht, einen Bericht zu, in dem Einzelheiten seiner Haft aufgeführt werden. Danach soll Amri während seiner Haft Zeichen für eine Radikalisierung und eine Annäherung an die Ideale des islamistischen Terrorismus gezeigt haben. Einem christlichen Mithäftling soll er gedroht haben: „Ich schlage dir den Kopf ab.“[22][27][28] Am 18. Mai 2015 endete seine Haft, aber statt in die Freiheit wurde er unmittelbar ins Zentrum für Identifizierung und Ausweisung nach Caltanissetta in Abschiebehaft verlegt. Die Abschiebung nach Tunesien scheiterte, weil Tunesien seine Aufnahme verweigerte. In der Folge wurde Amri nach dreißig Tagen freigelassen; er erhielt die Auflage, Italien binnen sieben Tagen zu verlassen (Ausweisungsverfügung).[1][10][21][29][30][31][32] Italienische Behörden übermittelten laut eigenen Angaben alle relevanten Informationen, etwa über Amris Verurteilung, sein Verhalten in Haft und die gescheiterte Abschiebung, in das Schengener Informationssystem (SIS).[21] Amri tauchte unter und reiste zunächst in die Schweiz, hielt sich dort bis zu seiner Einreise nach Deutschland auf.[33][34][35]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufenthalt in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amri reiste mit dem Beginn der Flüchtlingskrise im Juli 2015 nach Deutschland ein. Am 6. Juli wurde er in Freiburg von der Polizei aufgegriffen. In Karlsruhe wurde ihm am 22. Juli 2015 eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA) auf den Namen Anis Amri ausgestellt. Sechs Tage später erhielt er in Berlin eine weitere BüMA, die auf den Namen „Mohammad Hassan“ ausgestellt wurde (s. u. Liste seiner Identitäten).[12] Am 3. August 2015 erschien Amri dann bei der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) in Dortmund, wo er sich als „Mohamed Hassan“ ausgab.[36] Amri wurde einer Unterkunft in Emmerich, Landkreis Kleve in Nordrhein-Westfalen zugewiesen. Die Ausländerbehörde (ABH) in Kleve war bis zum Schluss für ihn zuständig.[37][38][39]

Am 27. Oktober 2015 unterrichtete die Klever Ausländerbehörde der Polizei über die Aussage eines Zimmernachbarn vom in Emmerich untergebrachten „Mohamed Hassa“, dass dieser auf seinem Mobiltelefon „Fotos von schwarz gekleideten Personen“, die „mit Schnellfeuerwaffen (Kalaschnikow) bewaffnet waren und mit Handgranaten posierten“, habe.[36]

In Folge reiste Amri vielfach durch die Bundesrepublik und beantragte unter (mindestens) 14 verschiedenen Alias-Namen Asyl oder Sozialleistungen,[40] z. B. in Berlin und Oberhausen.[41][42][43][21]

Bei der ZAB Dortmund meldete sich Amri am 28. Oktober 2015 unter dem Namen „Ahmed Almasri“. Unter diesem Namen wird er der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Neuss und von dort der Gemeinde Bestwig zugewiesen. Bereits am nächsten Tag meldete Amri sich bei der Registrierstelle Münster. Dabei gab er den Namen „Ahmed Almasri“ an. Er wurde danach in der ZUE Dinslaken untergebracht und anschließend der Stadt Oberhausen zugewiesen. In Oberhausen ist er bis zum 18. März 2016 als „Ahmed Almasri“ gemeldet.[36]

Im April 2016 stellte er in Dortmund einen Asylantrag und gab dabei an, Ägypter zu sein und in seiner Heimat politisch verfolgt zu werden.[21] In der Folge hatte er Anspruch auf Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.[44] Der Asylantrag wurde im Juni 2016 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt.[21] Seitdem hatte er nur noch eine Duldung der Klever Ausländerbehörde. Laut Behörden hielt sich Amri in Berlin, Freiburg und Nordrhein-Westfalen auf, offiziell gemeldet blieb er, auch nach seinem Untertauchen, in der Flüchtlingsunterkunft in Emmerich im Kreis Kleve. Im Juli 2016 wurde nach einer Messerstecherei in einer Neuköllner Bar gegen Amri wegen einer gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen waren folgenlos, da er zu diesem Zeitpunkt untergetaucht war.[45][46]

Festnahme in Friedrichshafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Fahndungshinweis des LKA NRW an die Polizeiinspektion Konstanz resp. an das Bundespolizeirevier Friedrichshafen, über eine mögliche Reise Amris von Berlin über München nach Zürich, wurde Amri von der deutschen Bundespolizei am Samstag, den 30. Juli 2016 im Busbahnhof Friedrichshafen, nahe der Schweizer Grenze, aufgegriffen.

Amri gab an, auf dem Weg zu einer Hochzeit in Zürich zu sein. In seinem Gepäck befanden sich zwei gefälschte italienische Pässe. Ihm wurde die Ausreise gemäß § 46 Abs. 2 AufenthG untersagt. Er wurde in Haft genommen und der Fall von der Bundespolizei an die Landespolizei Friedrichshafen übergeben. Wegen der gefälschten Pässe leitete die Staatsanwaltschaft Ravensburg ein Strafverfahren ein.

Nach Rücksprache der Landespolizei mit der Ausländerbehörde Friedrichshafen wurde Amri zur „Sicherung der Abschiebung“ nach Tunesien in der JVA Ravensburg in Haft genommen. Ein Bereitschafts-/Amtsrichter befristete seine vorläufige Inhaftierung, bis Montag, 1. August 2016, 18.00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte die für Amri zuständige Ausländerbehörde in Kleve entscheiden, wie mit Amri weiter zu verfahren wäre.

Am Montag wurde der Fall in der Behörde besprochen. Man wandte sich an das Innenministerium NRW in Düsseldorf. Dort wurde der Fall der so genannten Siko (Sicherheitskonferenz)[47] vorgelegt.

Die Mitglieder der Siko kamen zu dem Schluss, dass Amris Abschiebung nicht innerhalb der nächsten drei Monate über die Bühne gehen könne. Man war der Ansicht, die tunesischen Behörden würden die für eine Ausweisung notwendigen PEP (Ersatzpapiere) nicht in diesem Zeitraum liefern. Daher könne man Amri nicht in Abschiebehaft nehmen.

Und noch am selben Tage, 16.59 Uhr, schickte die Ausländerbehörde Kleve eine E-Mail mit der Argumentation der Siko/Innenministerium NRW an die JVA Ravensburg: Amri sei sofort aus der Haft zu entlassen. Man bat die JVA Ravensburg vorher von Amri Handflächenabdrücke zu nehmen. Das wurde gemacht. Zeitgleich stellte die Staatsanwaltschaft Ravensburg das Verfahren wegen Urkundenfälschung (wegen der gefälschten italienischen Pässe/s.o.) nach § 154 StPO ein. Amri gelangte daraufhin wieder in Freiheit.[48][49][50][51][52]

Amri hätte vermutlich länger in Haft gehalten werden können, denn der Bundesgerichtshof hatte (bereits) im Jahre 2010 entschieden, dass Verzögerungen durch fehlende Passersatzpapiere zulasten des Ausreisepflichtigen gehen.[53][54]

Bei seiner Entlassung gab Amri als Wohnanschrift eine Adresse in Karlsruhe an. Es handelte sich allerdings um die Anschrift des „Menschenrechtszentrums Karlsruhe“. Unter der Adresse werden mehrere Organisationen geführt, die Arbeit mit und für Flüchtlinge leisten. Ein Sprecher des dortigen „Freundeskreis Asyl“ teilte jedoch mit, Amri sei nicht bei ihnen gewesen. Die Adresse würde auch nicht als Meldeadresse zur Verfügung stehen.[55]

NRW-Innenminister Ralf Jäger erklärte, Amri habe nicht abgeschoben werden können, weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte und Tunesien seine Staatsangehörigkeit zunächst bestritt.[56][11]

Deutsche Sicherheitsbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Informant des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes berichtete im Frühsommer 2015, Amri verkehre regelmäßig im Netzwerk der Moschee des „Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim“ (DIK) des Salafisten-Predigers Abu Walaa, eines der wichtigsten IS-Rekrutierer in Deutschland. Mehrfach habe Amri von möglichen Attentaten gesprochen. 2015 war er Teil einer Gruppe, die sich für den Kampf in Syrien trainieren ließ. Amri soll in Deutschland geblieben sein, weil sein Umfeld Anschläge in Deutschland einer Ausreise vorgezogen habe.[57]

Einen Mann, der als Quelle der Polizei Nordrhein-Westfalen geführt wurde, soll Amri gefragt haben, ob dieser Schusswaffen besorgen könne.[58][59]

Im März 2016 initiierte das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ein Verfahren gegen Amri wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Er wurde als Gefährder eingestuft und ab dem 14. März 2016 verdeckt observiert. Auch seine Kommunikation wurde überwacht.[45] Da sich Amri mehrheitlich in Berlin aufhielt, wurde die Observierung von den Berliner Behörden übernommen.[60] In Berlin verkaufte Amri Drogen im Görlitzer Park. An einem Busbahnhof in Berlin wurde er kontrolliert, aber wieder laufen gelassen.[61][62]

Ende Mai 2016 sprach Amri mit einer Vertrauensperson des Landeskriminalamts Düsseldorf und unterrichtete sie von seinen Anschlagsplänen.[60]

Amris Observierung wurde im September eingestellt, weil laut Generalstaatsanwaltschaft Berlin „die umfangreichen Überwachungsmaßnahmen [...] trotz Verlängerung keine Hinweise [erbracht hatten], um den ursprünglichen Vorwurf zu verifizieren oder diesen oder einen anderen staatsschutzrelevanten Tatvorwurf zu erhärten, so dass keine Grundlage für eine weitere Verlängerung der Anordnungen zur Überwachungsmaßnahmen mehr bestand“.[61]

Im November 2016 wurde der Prediger des DIK Abu Walaa in Hildesheim, in dessen Umfeld sich Amri bewegte, festgenommen. Gleichzeitig wurde der Dortmunder Boban S. festgenommen, bei dem Amri zeitweise gewohnt haben soll.[63]

Im selben Monat war Amri Thema einer Sitzung des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) von Bund und Ländern. Die Beamten dort waren in Sorge, wie mobil und wie radikal Amri war.[64]

Am 14. Dezember 2016 wurde eine neue Version eines Personenprofils Amris von den Sicherheitsbehörden erstellt, in das die Informationen mehrerer Dienststellen einflossen. So bewertete das Landeskriminalamt Düsseldorf Amri als „einen Salafisten und radikalen Fundamentalisten“. Als Sympathisanten des Islamischen Staates stufte ihn das Dortmunder Polizeipräsidium ein. Es soll außerdem bekannt gewesen sein, dass „er nach Bombenbauanleitungen suchte und sich als Selbstmordattentäter anbot“.[65]

Die nordrhein-westfälische Landesregierung erklärte am 14. Januar 2017, nach einer entsprechende Anfrage der CDU-Landtagsfraktion, Amri sei kein V-Mann des Landesverfassungsschutzes gewesen.[66]

Ausländische Sicherheitsbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der marokkanische Geheimdienst Mudīriyyat Murāqabat at-Turāb al-Waṭanī (Direction générale de la surveillance du territoire du Maroc – DGST) warnte deutsche Sicherheitsbehörden am 19. September 2016 und noch einmal am 11. Oktober 2016 konkret vor Amri.[67][68] Amri habe Kontakte zur Terrormiliz Islamischer Staat und sei bereit, einen Terroranschlag durchzuführen. Demnach hatte Amri in Deutschland Kontakt zu mindestens zwei Anhängern der IS-Miliz; bei einem soll es sich um einen von deutschen Behörden nach Russland ausgewiesenen Russen gehandelt haben, bei dem anderen um einen Marokkaner, dessen Reisepass von der Berliner Polizei eingezogen wurde. Zudem übermittelte der Geheimdienst eine konspirative Adresse in Dortmund, wo sich Amri seit 14 Monaten verdeckt aufgehalten haben soll.[69] Zudem wurde Amri vorgeworfen, in Tunesien versucht zu haben, Mitglieder für die Terrormiliz IS anzuwerben.[70] Die Meldungen gingen damals zeitgleich an den Bundesnachrichtendienst und das Bundeskriminalamt.[71] Am 23. Dezember 2016 bestätigte die marokkanische Botschaft in Berlin, dass es von ihrer Seite zwei Warnungen gegeben habe. Auch vor dem Anschlag in Nizza am 14. Juli 2016 hatte der DGST gewarnt.[72]

Auch den US-Behörden war Amri bekannt. Die New York Times berichtete, dass er sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und mindestens einmal über Telegram Messenger Kontakt zur Terrormiliz IS aufgenommen haben soll. Sein Name stand auf der Flugverbotsliste der USA.[73]

Verschiedene Identitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amri nutzte 14 unterschiedliche Identitäten[74][75] mit verschiedenen Namen und biografischen Daten, darunter die folgenden:[76]

  • Mohamed Hassa (* 22. Oktober 1992 in Cafrichik, Ägypten). Im Flüchtlingsheim in Emmerich wurde Amri unter diesem Namen geführt.
  • Mohammad Hassan (* 22. Oktober 1992 in Kafer, Ägypten). Die Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund führte ihn unter diesem Namen als Asylsuchenden.
  • Ahmed Almasri (* 1. Januar 1995 in Cafrichik). Im Übergangsheim in Emmerich war Amri bis 5. Dezember 2016 unter diesem Namen gemeldet.
  • Ahmed Almasri (* 1. Januar 1995 in Alexandria, Ägypten). Die Flüchtlingsunterkunft Oberhausen führte ihn unter diesem Namen.
  • Ahmed Almasri (* 1. Januar 1995 in Skendiria, Ägypten). In einem Identitätsdokument der Dortmunder Ausländerbehörde wurde er unter diesem Namen geführt.
  • Ahmad Zaghoul (* 22. Dezember 1995). Dies war sein Name bei der Zentralen Leistungsstelle für Asylbewerber in Berlin.
  • Ahmad Zarzour (* 22. Dezember 1995 in Ghaza, Tunesien). Derzeit ist unbekannt, wann und wo er diesen Namen verwendete.

Amri soll die unterschiedlichen Identitäten auch zum Sozialbetrug genutzt haben. So soll die Staatsanwaltschaft Duisburg im April 2016 ein Ermittlungsverfahren gegen Amri eröffnet haben, weil er im November 2015 in Emmerich und Oberhausen[77] mehrfach Sozialleistungen erhielt.[78]

Das Ermittlungsverfahren wurde im November 2016 eingestellt, „weil der Aufenthaltsort Amris den Behörden nicht bekannt ist“.[79]

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führte Amri absichtlich unter einem falschen Namen, „um ihn trotz laufender Ermittlungen in Sicherheit zu wiegen“.[78] Die Klever Ausländerbehörde erteilte Amri eine Duldungsbescheinigung auf den Namen Ahmed Almasri.[79]

Anschlag in Berlin 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des 18. Dezember 2016 traf sich Anis Amri mit seinem 26-jährigen Landsmann Bilel A., der von den Ermittlungsbehörden als Kontaktmann eingestuft wird, in einem Restaurant in Berlin-Gesundbrunnen. A., der der radikal-salafistischen Szene zugeordnet wird, wurde nach dem Anschlag als „Gefährder“ eingestuft. Gegen ihn wurde bereits zuvor wegen einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt. Er wurde damals verdächtigt, zusammen mit zwei weiteren Personen Sprengstoff für einen Anschlag in Düsseldorf besorgt zu haben; dies konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Am 4. Januar 2016 wurde ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Sozialbetrugs gegen Bilel A. erlassen.[75]

Am nächsten Tag, kurz nach 15 Uhr, brachte Amri einen Sattelzug einer polnischen Spedition am Friedrich-Krause-Ufer in Berlin-Moabit unter seine Kontrolle. Er versuchte noch vor 16 Uhr, das Fahrzeug zu lenken, blieb aber zunächst weiter am Friedrich-Krause-Ufer stehen. Nachdem er den Lkw in Besitz genommen hatte, chattete Amri mit Glaubensbrüdern aus Berlin und dem Ruhrgebiet. Unter anderem schickte er ein Selfie aus dem Führerhaus des Lkw und die Nachricht „Mein Bruder, alles in Ordnung, so Gott will. Ich bin jetzt im Auto, bete für mich mein Bruder, bete für mich.“[65] Er fuhr um 19:30 Uhr los und gegen 20 Uhr am Breitscheidplatz in den dort stattfindenden Weihnachtsmarkt. Dabei tötete er elf Menschen und verletzte weitere 55, einige von ihnen schwer. Den polnischen Fahrer hatte er nachmittags mit einer kleinkalibrigen Pistole (Kaliber .22)[80] erschossen. Anschließend floh er aus dem Lkw.

Im Führerhaus des Lkw wurde – nach offiziellen Angaben Stunden später – eine vom Kreis Kleve auf seinen (falschen) Namen ausgestellte Duldungsbescheinigung gefunden. Auch Amris Mobiltelefon der Marke HTC[76] wurde am 20. Dezember 2016 sichergestellt.[81] Es wurde vor der Stoßstange des Lkws gefunden und war möglicherweise bei der starken Bremsung durch die Windschutzscheibe geflogen. Auch seine Geldbörse mit 230 Euro Inhalt wurde am Tatort gefunden.[76]

Ermittler beantragten am 21. Dezember beim Generalbundesanwalt eine Öffentlichkeitsfahndung,[82] die daraufhin ausgeschrieben wurde. Das Bundeskriminalamt setzte für zur Ergreifung Amris führende Hinweise eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro aus.[83] Am 21. Dezember, zwei Tage nach dem Anschlag, seien Ersatz-Ausweispapiere aus Tunesien eingetroffen.

Am 22. Dezember wurde bestätigt, dass Fingerabdrücke von Amri in der Fahrerkabine des Lkw nachgewiesen wurden.[84][85]

Am selben Tag veröffentlichte Amris in Tunesien lebende Familie einen Appell an Anis Amri, sich der Polizei zu stellen. Wenn dieser getan habe, was die Behörden vermuteten, werde er dafür bestraft werden.[86] Menschen in Amris Umfeld äußerten, er habe auch Drogen konsumiert. Seine Geschwister vermuteten, er habe sich in einem italienischen Gefängnis radikalisiert.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Dezember 2016 gegen drei Uhr morgens wurde Amri in der zur Metropolitanstadt Mailand gehörenden Stadt Sesto San Giovanni erschossen.[87] Der italienische Innenminister Marco Minniti berichtete, Amri habe bei einer Ausweiskontrolle sofort mit einer aus seinem Rucksack gezogenen Waffe auf zwei Polizisten geschossen, bis einer der beiden ihn erschoss.[88] Bei dem Schusswechsel wurde ein Streifenpolizist an der Schulter verletzt. Amri wurde nach Angaben der Polizei per Fingerabdruck identifiziert. Er trug ein Zugticket von Frankreich nach Italien bei sich.[89] In seinem Rucksack sollen sich mehrere Hundert Euro befunden haben.[65] Amri schoss mit derselben Waffe auf die italienischen Polizisten, mit der er dem Lkw-Fahrer in Berlin in den Kopf schoss.[90]

Die Pistole der Marke ERMA, Modell EP 552, Kaliber 22 long rifle, soll er sich in der Schweiz beschafft haben.[91] Am selben Tag erschien auf der Website der als Sprachrohr der Terrormiliz Islamischer Staat geltenden Nachrichtenagentur Amaq ein Video, auf dem sich Amri zu dem Anführer der Terrormiliz, Abu Bakr al-Baghdadi, bekennt.[92] Amaq hatte bereits am 20. Dezember 2016 die Nachricht verbreitet, der Attentäter habe als „Soldat des Islamischen Staates“ gehandelt.[93]

In den folgenden Tagen wurden in Tunesien nahe der Stadt Kairouan drei Männer festgenommen, einer davon ein Neffe Amris. Das Innenministerium nannte die drei Festgenommenen eine „Terrorzelle“, sie seien zwischen 18 und 27 Jahre alt und der Zugriff stehe in Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Amri. Tunesien steht unter Handlungsdruck,[94] seit bekannt wurde, dass deren Behörden die Rücknahme Amris zweimal verweigert oder hinausgezögert hatten: Zunächst als Amri seine Gefängnisstrafe in Italien verbüßt hatte und danach als auch Nordrhein-Westfalen ihn abschieben wollte.[95]

Am 20. Dezember wurde von einem Unbekannten das Facebook-Profil Amris gelöscht, indem er sich in Nordrhein-Westfalen mittels Amris Benutzerkonto bei Facebook anmeldete.[79]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anis Amri – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Constanze Reuscher, Beat Stauffer, Moez Jemai: Bereits 2010 stahl Anis Amri einen Lastwagen. In: WeltN24. 21. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  2. Anis Amri in Mailand erschossen. In: Spiegel Online, 23. Dezember 2016. 
  3. Die Zeit 22. Dezember 2016: Anis Amri: Wie ein Mensch zum Terroristen wird
  4. Neue Zürcher Zeitung, 22. Dezember 2016: Der verlorene Sohn aus Oueslatia
  5. Der Spiegel (Print) Nr. 52/2016 (23. Dezember 2016): Zwischen Blut und Scherben, S. 27 – 29; hier: S. 29)
  6. n-tv 23. Dezember 2016: "Unser Junge war nie religiös": Familie half Anis Amri bei der Ausreise
  7. Süddeutsche Zeitung 28. Dezember 2016: Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt Anis Amri, Terrorist und Bruder
  8. Amris Vater: Mein Sohn hat sich in Europa radikalisiert. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Dezember 2016.
  9. a b Kai Biermann, Sarah Mersch, Karsten Polke-Majewski, Michael Stürzenhofecker, Veronika Völlinger: Anis Amri: Wie ein Mensch zum Terroristen wird. In: Zeit Online. 22. Dezember 2016, abgerufen am 22. Dezember 2016.
  10. a b Annette Steinich: Der verlorene Sohn aus Oueslatia. In: NZZ.ch, 22. Dezember 2016.
  11. a b Wo ist Anis Amri? In: Schwäbisches Tagblatt, 22. Dezember 2016.
  12. a b Thomas Reisener, Christian Schwerdtfeger: Chronik im Fall Anis Amri: Die Ohnmacht der Behörden. In: rp-online.de. 5. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  13. Landeskriminaldirektor NRW-Innenministerium, Piratenfraktion NRW: Der Berlin-Attentäter Anis Amri - Die Chronik In: Die Welt Ausgabe vom 14. Januar 2016, S. 5.
  14. Drama auf Lampedusa: Berlusconi will alle Flüchtlinge aufs Festland bringen. In: Spiegel Online. 30. März 2011, abgerufen am 14. Januar 2017.
  15. Salvo Catalano: Belpasso, a fuoco centro per minori. Coinvolti cinque giovani migranti. In: catania.meridionews.it. 24. Oktober 2011, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  16. Luciano Mirone: Strage Berlino/2. L'Istituto "Sava" comunica... In: linformazione.eu. 24. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016 (italienisch).
  17. Julius Müller-Meiningen, dpa: Der fatale Weg des Anis Amri. In: saarbruecker-zeitung.de. 23. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  18. Julius Müller-Meiningen: Der Anschlag von Berlin: Was wir über die Vorgeschichte von Anis Amri wissen. In: badische-zeitung.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  19. Zwischen Blut und Scherben. In: Der Spiegel. Nr. 52, 2016, S. 27–29 (online 23. Dezember 2016).
  20. Michael Braun: Vier Tage nach dem Anschlag in Berlin wird der Tatverdächtige in Italien von der Polizei erschossen: Endstation Sesto. In: taz.de. 24. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  21. a b c d e f Christoph Sydow: Der Weg in den Terror. In: Spiegel Online, 22. Dezember 2016.
  22. a b Funktionstyp Akteur. In: Der Spiegel Nr. 1/2017 vom 30. Dezember 2016, S. 40–45.
  23. La procura di Palermo indaga sulla permanenza in Sicilia dell'attentatore di Berlino, La Repubblica, 22. Dezember 2016 (italienisch).
  24. Das kriminelle Leben von Anis Amri. Endstation Mailand, Spiegel Online, 23. Dezember 2016.
  25. Martin Lutz: Anis Amri: Mutmaßlicher Attentäter von Berlin hat lange kriminelle Vorgeschichte. In: welt.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  26. Anis Amri aveva un disagio psicologico. In: askanews.it. 23. Dezember 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  27. Quotidiano 23. Dezember 2016: Berlino. Anis Amri Sospetto Carnefice della Strage
  28. Marie von der Tann, Florian Flade, Michael Behrendt: Anschlag in Berlin: „Ich schlage dir den Kopf ab", drohte er dem Mithäftling. In: welt.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  29. Der lange Weg des Anis Amri, taz, 23. Dezember 2016, S. 3.
  30. Anis Amris Spur durch Europa. In: Spiegel Online, 22. Dezember 2016.
  31. Tonia Mastrobuoni, S. Casalini, K. Riccardi, P. Matteucci: Berlino, polizia cerca tunisino. Sospettato di preparare attacco. Per 4 anni in carcere in Italia (italienisch), La Repubblicca. 21. Dezember 2016. Abgerufen am 22. Dezember 2016. 
  32. Berlino, caccia al terrorista del camion: “Era già sospettato di preparare un attentato” (italienisch), La Stampa. 21. Dezember 2016. Abgerufen am 22. Dezember 2016. 
  33. Bundesanwaltschaft ermittelt. Hatte Anis Amri Komplizen in der Schweiz?, 20 minuten (Schweiz), 4. Januar 2017.
  34. Berliner Attentäter Amri war wohl länger in der Schweiz, Stuttgarter Zeitung, 6. Januar 2017.
  35. Amris Mutter. „Anis war auch in der Schweiz“, 20 minuten, 23. Dezember 2016.
  36. a b c dpa: Amris Spuren in NRW: Was die Behörden wussten. In: ruhrnachrichten.de. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  37. Markus Decker, Andreas Kopietz: Anis Amri: Eine lange Liste von Hinweisen auf Terrorpläne. In: berliner-zeitung.de. 14. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  38. Philip Kuhn: Fall Amri: Berlin zeigt mit dem Finger auf Nordrhein-Westfalen. In: welt.de. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  39. Markus Decker, Andreas Kopietz: Anis Amri: Eine lange Liste von Hinweisen auf Terrorpläne. In: berliner-zeitung.de. 14. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  40. Landtag Nordrhein-Westfalen: Innenausschuss: Sondersitzung nach Anschlag in Berlin. Pressemitteilung vom 5. Januar 2017
  41. Verdächtiger Amri lebte unter falschem Namen in Oberhausen. In: waz.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  42. Gaby Kolle: Dortmunder Moscheen können sich an Anis Amri nicht erinnern. In: wp.de. 4. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  43. Attentäter von Berlin – Wie die Behörden Amri beobachteten - und doch die falschen Schlüsse zogen. In: sueddeutsche.de. 4. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  44. Barbara Dribusch: Ablehnung, Duldung, Abschiebung. In: taz.de. 23. Dezember 2016.
  45. a b Darum wurde die Observierung von Anis Amri in Berlin beendet. In: B.Z. 22. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  46. Michael Behrendt, Florian Flade, Robert Tannenberg: Fahndung nach Anis A.: Neue Spur durch Duldungspapiere im Lkw – Fahndung nach diesem Mann. In: welt.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  47. Bei der so genannten „Siko“ (Sicherheitskonferenz) handelt es sich um ein Gremium, in dem sich - unter Federführung des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW – Vertreter der Sicherheitsbehörden des Landes und des BAMF in Fällen staatsschutzrechtlicher Relevanz austauschen und die zuständigen Ausländerbehörden im Hinblick auf aufenthaltsbeendende Massnahmen beraten und unterstützen
  48. Der Spiegel (Print) Nr.3/2017 – 14. Januar 2017, S.24 – 26: Das Schweigebündnis; hier: S.25f.
  49. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Behördenhandeln um die Person des Attentäters vom Breitscheidplatz Anis AMRI, o.O., o.J., S.15f.
  50. Anschlag in Berlin: Anis Amri könnte Tatwaffe aus der Schweiz haben. In: zeit.de. 6. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  51. D. Balmer: Anis Amri vor Monaten im Fernbus Richtung Zürich verhaftet. In: tagesanzeiger.ch. 25. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  52. red/dpa: Terrorverdächtiger Anis Amri: Eine Spur führt nach Ravensburg. In: stuttgarter-nachrichten.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  53. Bundesgerichtshof – Beschluss vom 25. März 2010 in der Abschiebehaftsache – Az.: V ZA 9/10 (PDF)
  54. Christian Rath: Voreilig entlassen. In: taz.de. 10. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  55. red/dpa: Nach Attentat in Berlin: Womöglich wohnte Anis Amri zeitweise in Karlsruhe. In: stuttgarter-nachrichten.de. 28. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  56. Terrorverdächtiger Anis Amri: Plötzlich stellt Tunesien die Papiere für die Ausweisung zu. In: welt.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  57. Hans Leyendecker, Georg Mascolo, Nico Fried: Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt – Amri trainierte in Niedersachsen für IS in Syrien. In: sueddeutsche.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  58. Esther Widmann: Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt – Merkel: "Demokratie und Mitmenschlichkeit sind stärker als Terrorismus". In: sueddeutsche.de. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  59. n-tv.de, kpi/dpa: Neue Spur zu Anschlag in Berlin: Polizei sucht nach diesem Mann. In: n-tv.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  60. a b Kai Biermann, Sarah Mersch, Karsten Polke-Majewski, Michael Stürzenhofecker, Veronika Völlinger: Anis Amri: Gefängnis und Gewalt in Italien. In: Zeit Online. 22. Dezember 2016, abgerufen am 22. Dezember 2016.
  61. a b berichtet die: B.Z.: Darum wurde die Observierung von Anis Amri in Berlin beendet. In: bz-berlin.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017. allerdings ohne den Busbahnhof zu spezifizieren
  62. Ronen Steinke: Berliner Terroranschlag – Anis Amris Flucht endet in Mailand. In: sueddeutsche.de. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  63. kle/fab (dpa, afp): Verwirrung um Festnahmen bei Anti-Terror-Einsatz in Dortmund. In: dw.com. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017: „Nach Angaben des WDR soll Amri Kontakte zu dem Dortmunder Salafisten Boban S. gehabt und teilweise dort gewohnt haben. Boban S. wurde demnach im November als IS-Unterstützer verhaftet.“
  64. cvh: Anis A. war Thema bei Sitzung des Terrorabwehrzentrums. In: Focus Online. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  65. a b c Amris Selfie vor der Tat: „Ich bin jetzt im Auto, bete für mich“. In: welt.de. 29. Dezember 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  66. zeit.de: Anis Amri: Untersuchungsausschuss soll Kritik an Behörden klären, Die Zeit, 14. Januar 2017
  67. Nicolas Beau: Attentat de Berlin, les Marocains avaient prévenu le BND allemand. In: Mondafrique, 22. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016 (französisch).
  68. Allemagne: L’ambassade du Maroc confirme le signalement d’Anis Amir par la DGST. In: yabiladi.com. 24. Dezember 2016.
  69. Anis Amri: Handy-Nachrichten Minuten vor Tat verraten Kontaktmann. In: Stern.de. 28. Dezember 2016.
  70. Marokko warnte BND vor Monaten vor Anschlägen. In: WeltN24. 23. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  71. Marokko warnte BND und BKA vor Amris Terrorplänen. In: mdr.de. 24. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  72. Attentat de Berlin : le Maroc avait averti l'Allemagne le 19 septembre et le 11 octobre. In: lejardinauxetoiles.net. 23. Dezember 2015, abgerufen am 14. Januar 2017.
  73. Melissa Eddy, Jack Ewing, Joanna Berendt, Eric Schmitt: Berlin Attack Sets Off Hunt for a Tunisian in Germany. In: The New York Times. 21. Dezember 2016 (englisch).
  74. Michael Stürzenhofecker: Anis Amri: Attentäter von Berlin benutzte 14 Identitäten. In: zeit.de. 5. Januar 2017, abgerufen am 5. Januar 2017.
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  76. a b c Hans Leyendecker: Ermittlungen nach Berliner Anschlag – Das Terror-Abwehrzentrum hatte Amri bereits auf dem Schirm. In: sueddeutsche.de. 29. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
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  78. a b Anis Amri: Fahnder ermittelten wegen Sozialbetrugs gegen Berlin-Attentäter. In: Spiegel Online. 29. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  79. a b c mho/dpa/AFP: NRW-Ausschuss diskutiert Berliner Attentat: Anis Amri nutzte 14 Identitäten. In: Spiegel Online. 5. Januar 2017, abgerufen am 5. Januar 2017.
  80. brk/dpa: Attentat in Berlin: Mutmaßlicher Kontaktmann Amris wieder freigelassen. In: Spiegel Online. 29. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  81. Spurensuche: Ermittler stellen Amris Handy sicher. In: Spiegel Online. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  82. Thomas Heise, Roman Lehberger: Anschlag in Berlin: Polizei fahndet nach verdächtigem Tunesier. In: Spiegel Online. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  83. Berliner Anschlag: 100.000 Euro Belohnung – Öffentliche Fahndung nach Verdächtigem. In: welt.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  84. De Maizière: Fingerabdrücke Amris in Anschlagslastwagen von Berlin gefunden. In: zeit.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  85. Anschlag in Berlin: Aktuelles zum Ermittlungsstand am 22.12.2016. In: phoenix. 22. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
  86. Berlin attack: Family urge suspect to surrender. BBC News, 22. Dezember 2016, abgerufen am 22. Dezember 2016 (englisch).
  87. Jörg Bremer: Generalbundesanwalt bestätigt Tod Amris. In: FAZ.net. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  88. Minniti: ucciso Anis Amri, presunto attentatore di Berlino. Presseerklärung des Italienischen Innenministeriums vom 23. Dezember 2016 (italienisch).
  89. Sarah Schmidt: Mutmaßlicher Attentäter von Berlin – Polizei fand Anis Amri durch Zufall. In: sueddeutsche.de. 23. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  90. alri./hepo./dpa: Amris Waffe in Italien wurde auch in Berlin benutzt. In: FAZ.net. 4. Januar 2017, abgerufen am 5. Januar 2017.
  91. Liste der Versäumnisse wird länger: Mitbewohner warnten vor Amri. In: n-tv.de. 7. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017.
  92. IS-Sprachrohr veröffentlicht Video von Anis Amri. In: Focus. 23. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  93. IS reklamiert Attacke auf Weihnachtsmarkt für sich. In: FAZ.net. 20. Dezember 2016, abgerufen am 5. Januar 2017.
  94. Anschlag in Berlin: Tunesien verhaftet Amris Neffen. In: nzz.ch. 24. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  95. Peter Solfrank: Terroranschlag von Berlin: Drei mutmaßliche Komplizen in Tunesien gefasst. In: br.de. 24. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.