Anita Ekberg

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Anita Ekberg im Jahr 2007

Kerstin Anita Marianne Ekberg (* 29. September 1931 in Malmö; † 11. Januar 2015 in Rocca di Papa, Italien[1]) war eine schwedische Schauspielerin und Fotomodell. In den 1950er Jahren galt sie als Sexsymbol.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ekberg wurde 1950 Miss Schweden und damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Einen ersten größeren Erfolg hatte sie 1953 in den Filmen Abbott and Costello go to Mars und Der gelbe Strom an der Seite von John Wayne und Lauren Bacall. 1956 spielte Anita Ekberg in Krieg und Frieden und bekam 1959 für Der gelbe Strom den Golden Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin. Erfolgreich war sie auch 1960 mit den Filmen Boccaccio 70 und Raubzüge der Mongolen (österr. Die Mongolen) und besonders La Dolce Vita (Das süße Leben) mit der berühmten Badeszene im Trevi-Brunnen. 1963 war sie Partnerin von Frank Sinatra und Dean Martin in der Western-Komödie Vier für Texas. Danach spielte sie kaum noch in nennenswerten Filmen mit, die einzige Ausnahme stellte 1986 Fellinis Intervista dar.

Von 1956 bis 1959 war Anita Ekberg mit dem britischen Schauspieler Anthony Steel und von 1963 bis 1975 mit dem amerikanischen Schauspieler Rik van Nutter verheiratet. Beide Ehen blieben kinderlos.

Sie lebte zuletzt in Genzano di Roma. Nachdem in ihr Haus eingebrochen worden war und es danach brannte, geriet Ekberg in finanzielle Not. Sie wohnte danach in einem Seniorenheim in der Nähe von Rom und schrieb an ihren Memoiren. Nach einer Schenkelhalsfraktur[2] war sie auf einen Rollstuhl angewiesen.[3]

Ekberg starb in einem Krankenhaus in Rocca di Papa unweit von Rom nach langer Krankheit.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1952: Eine abenteuerliche Frau (Tahe Me to Town)
  • 1952: Die Welt gehört ihm (The Mississippi Gambler)
  • 1953: Abbott and Costello go to Mars
  • 1953: Der gelbe Strom (Blood Alley)
  • 1953: Das goldene Schwert (The Golden Blade)
  • 1955: Maler und Mädchen (Artists and Models)
  • 1955: Der gelbe Strom (Blood Alley)
  • 1956: Krieg und Frieden (War and Peace)
  • 1956: Alles um Anita (Hollywood or Bust)
  • 1956: Der Mann in der Gruft (Man in the Vault)
  • 1956: Zarak Khan (Zarak Khan)
  • 1957: Die blonde Venus (Screaming Mimi)
  • 1957: Falsches Geld und echte Kurven (Paris Holiday)
  • 1957: Der Mann, den keiner kannte (Interpol)
  • 1957: Der Sadist (Valerie)
  • 1958: Der Mann ohne Nerven (The Man Inside)
  • 1959: Im Zeichen Roms (Nel segno di Roma)
  • 1960: Ein Degen und drei Spitzenhöschen (Le tre "eccetera" del colonnello)
  • 1960: Die Hölle am gelben Fluß (Apocalisse sul fiume giallo)
  • 1960: Rosemarie GmbH (Anonima cocottes)
  • 1960: Das süße Leben (La Dolce vita)
  • 1961: Blumen für die Angeklagte (A porte chiuse)
  • 1961: Die Mongolen (I mongoli)

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im James-Bond-Film Liebesgrüße aus Moskau kommt eine Hauswand-Werbung mit dem Anita-Ekberg-Film Bob auf Safari vor; genau an der Stelle ihres Mundes befindet sich ein Fluchtfenster.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anita Ekberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anita Ekberg ist tot, auf sueddeutsche.de vom 11. Januar 2015 (abgerufen am 11. Januar 2015).
  2. Anita Ekberg på sykehus, auf daria.no vom 26. Oktober 2010 (norwegisch, abgerufen am 11. Januar 2015).
  3. Swedish 'Dolce Vita' star begs Fellini fund for cash (Memento vom 5. April 2013 im Internet Archive), auf thelocal.se vom 23. Dezember 2011 (englisch)