Anita Pallenberg

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Anita Pallenberg (* 25. Januar 1944 in Rom), ist eine in London ansässige Mode-Designerin. Vormals war sie als Model und Schauspielerin tätig. Bekannt wurde sie als Muse der Rolling Stones.

Leben[Bearbeiten]

Anita Pallenberg ist Tochter des italienischen Reisekaufmannes Arnaldo Pallenberg, der auch gerne als "frustrierter Sänger" und "surrealistischer Maler" beschrieben wird, und der deutschen Paula Wiederhold, Sekretärin an der deutschen Botschaft. Deren erste Tochter, geboren zwei Jahre vor Anita, war entstellt nachdem sie ein elektrisches Kabel in den Mund nahm. Anita Pallenberg wurde in ein deutsches Internat geschickt, wo sie aber bald rausgeworfen wurde. Danach versuchte sie Kunstrestauratorin zu werden, was sie aber bald aufgab um per Anhalter große europäische Städte zu bereisen. Schließlich nahm sie ein Schiff nach New York, wo sie bei einer Modellagentur anheuerte. Mit dem Living Theatre trat sie dort in Paradise Now auf, wo es Nacktszenen zu bestaunen gab, und gab auch ein Gastspiel in Andy Warhols Factory. Gerüchte, dass sie die Nichte des 1933 vor den Nazis nach Österreich geflüchteten, 1934 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Schauspielers Max Pallenberg sein könnte sind unsinnig, da der Name 'Max Pallenberg' lediglich der selbstgewählte Künstlername des Wieners Max Pollack war.[1] [2] [3]

Die Modellagentur schickte sie schließlich 1965 zu einem Auftrag nach München wo gerade die Rolling Stones gastierten. Bei dem Konzert traf sie dann hinter der Bühne den Musiker und Stones-Mitbegründer Brian Jones, mit dem sie sogleich die ganze Nacht verbrachte. Jones nahm die günstige Gelegenheit war sich dabei ohne Unterlass bis in die Morgenstunden in Pallenbergs Armen auszuweinen. Pallenberg reiste mit der Band sogleich zu deren anstehenden Konzert in Berlin - und nicht viel später war "Swinging London" die Stadt, wo sie die nächsten beiden Jahre mit Jones im Paarmodus verbrachte. Das endete, weil sich Jones ihr gegenüber bei einem Aufenthalt in Marokko gewalttätig verhielt.[1]

Fortan war sie dann die Freundin von Keith Richards, dem Rhythmus- und später Leadgitarristen der Rolling Stones mit dem sie bis 1977 eng und im Nachtarock noch bis 1980 weniger eng verbunden war. In dieser Phase hatte sie 1968 während der Dreharbeiten zu dem Film „Performance“ von Donald Cammell und Nicolas Roeg eine Affäre mit Mick Jagger, dem Sänger der Rolling Stones. Aus nachfolgender Opposition zu ihm hatte sie im gleichen Jahr auch eine kurzzeitige Beziehung mit Marianne Faithfull, der damaligen Freundin Mick Jaggers.

Aus der Beziehung mit Keith Richards gingen drei Kinder hervor:

  • Marlon Richards (* 10. August 1969)
  • Dandelion Richards (* 17. April 1972), nannte sich später „Angela“
  • Tara Jo Jo Gunne Richards (* 26. März 1976; † 6. Juni 1976 an plötzlichem Säuglingstod – SIDS)

In den 1960er und 1970er Jahren war sie stark drogenabhängig.

Zu einem Skandal kam es 1979, als der 17-jährige Scott Cantrell tot in ihrem Bett in einem New Yorker Apartment, das Keith Richards gehörte, aufgefunden wurde. Todesursache war Suizid. Anita Pallenberg war zum Todeszeitpunkt in der Wohnung, wurde aber von jeglicher Mitschuld freigesprochen. Es gibt Berichte, Cantrell sei beim sogenannten Russisch Roulette ums Leben gekommen.[4]

Ihr Bekleidungslabel heißt „Burn“.

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Christopher Sandford: The Rolling Stones: Fifty Years, Simon and Schuster, New York, 2012.
  2. Barbara Charone: Keith Richards: Life As a Rolling Stone. Doubleday, Garden City NY, 1982.
  3. Lynn Barber: Lady Rolling Stone, The Observer, 24. Februar 2008.
  4. Rolling Stone Magazin http://www.rollingstone.com/music/news/teenager-dies-in-keith-richards-new-york-home-19790906 (abgerufen am 25. September 2013)

Weblinks[Bearbeiten]