Anja Hilling

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Anja Hilling (* 1975 in Lingen (Ems)) ist eine deutsche Theaterautorin, die in Berlin lebt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anja Hilling absolvierte das Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin sowie „Szenisches Schreiben“ an der UdK Berlin. Parallel dazu kellnerte sie in einer Bar in Berlin-Kreuzberg.

Ihr erstes Theaterstück Sterne wurde 2003 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für neue Dramatik ausgezeichnet. Ihr folgendes Stück, die Tragikomödie mein junges idiotisches Herz wurde 2005 in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr wurde Anja Hilling in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsautorin der Saison gewählt.

Mit dem Zivilisationsdrama Schwarzes Tier Traurigkeit (2007) gelang Anja Hilling der Durchbruch im Ausland. Das Stück wurde in Europa, u.a. dem La Colline in Paris und dem Königlich dramatischen Theater Stockholm (dramaten) gezeigt. Das Jugenddrama Sinn (2007) entstand in Kooperation des Thalia Theaters Hamburg und der Comédie de Saint-Étienne.

2011 schrieb sie der Garten, ein Fünfakter über das Spannungsfeld von Kunst und Kritik. Das Stück wurde am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo auch ihr Werk Sinfonie des sonnigen Tages 2014 zur Uraufführung kam.

Zusammen mit Simona Sabato entwickelt sie Filmprojekte. Für das Jugenddrama was innen geht war Anja Hilling 2014 für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert. 2015 schrieb sie das Stück Lenz Ewiger Durst, das den Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz in unsere Gegenwart schickt und am Königlichen Theater Stockholm uraufgeführt wurde. Durch die Auseinandersetzung mit Camille und Paul Claudel entstanden die beiden Liebesdramen Massiver Kuss und Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen.

2017 entstand als Auftragsarbeit für das Nationaltheater Mannheim das Stück Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben.

Die Radio-Komposition "Interlunium 1-21" ist als dionysische Hymne zusammen mit dem Elektro-Duo mouse on mars entstanden.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]