Anja Siegesmund

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Anja Siegesmund

Anja Siegesmund, geb. Kaschta (* 16. Januar 1977 in Gera), ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und seit 2014 Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz im Kabinett Ramelow. Von 2009 bis 2014 war sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei im Thüringer Landtag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegesmund studierte ab 1995 Politikwissenschaft, Germanistik und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Studienjahr 1998/99 verbrachte sie an der Louisiana State University in Baton Rouge (Vereinigte Staaten). 2002 schloss sie ihr Studium in Jena als Magistra Artium ab. Von 2003 bis zu ihrem Einzug in den Thüringer Landtag 2009 arbeitete sie als Wissenschaftliche Referentin im Wahlkreisbüro von Katrin Göring-Eckardt. Siegesmund ist evangelisch, verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 engagiert sich Siegesmund für Bündnis 90/Die Grünen. Von 2003 bis 2011 war sie Kreissprecherin der Partei in Jena. Als den Thüringer Grünen bei der Landtagswahl 2009 nach 15 Jahren der Wiedereinzug in den Thüringer Landtag gelang, zog Siegesmund über Platz drei der Landesliste ins Parlament ein. Dort wurde sie zur Vorsitzenden der bündnisgrünen Landtagsfraktion gewählt. Neben ihrer Funktion als Fraktionsvorsitzende war sie im 5. Thüringer Landtag Sprecherin für Soziales, Arbeit, Familie, Gesundheit und Wirtschaft sowie stellvertretendes Mitglied in den Untersuchungsausschüssen 5/1 und 5/2 des Thüringer Landtages.

Auf der Landesdelegiertenkonferenz (Landesparteitag) von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen vom 29. bis 30. November 2013 wurde Siegesmund zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2014 gewählt und bildete mit Dirk Adams das Spitzenduo der Thüringer Bündnisgrünen.[1] Nach der Wahl, bei der den Grünen der erfolgreiche Wiedereinzug in den Thüringer Landtag gelungen war, wurde sie zunächst als Fraktionsvorsitzende bestätigt. Mit der Bildung der bundesweit ersten rot-rot-grünen Koalition unter linker Führung wurde sie am 5. Dezember 2014 zur Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz ernannt. Zu ihrem Nachfolger als Grünen-Fraktionsvorsitzender wurde am 10. Dezember 2014 Dirk Adams gewählt.

Im Sinne einer Trennung von Amt und Mandat legte sie – wie zuvor schon ihre linken Kabinettskollegen Bodo Ramelow und Birgit Klaubert – zum 15. Oktober 2015 ihr Landtagsmandat nieder; ihr Nachrücker wurde Olaf Müller. Ein Beschluss ihrer Partei, der ihr für diesen Schritt ein Jahr Zeit ließ, wurde innerparteilich kritisiert, da sie nach sechsjähriger Zugehörigkeit zum Landtag einen Anspruch auf Altersentschädigung erwarb.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anja Siegesmund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grüne Thüringen: Mit einer starken Liste in die Landtagswahl! 2. Dezember 2013
  2. Olaf Müller rückt für Anja Siegesmund bei den Grünen nach. Thüringische Landeszeitung, 15. Oktober 2015; abgerufen am 16. Oktober 2015.