Anlagensee

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Anlagensee
Tübinger Anlagensee vom Ostufer im Spätherbst 2003
Tübinger Anlagensee vom Ostufer im Spätherbst 2003
Geographische Lage Mitteleuropa, Deutschland, Tübingen
Zuflüsse Mühlbach
Abfluss zum Neckar
Städte am Ufer Tübingen
Daten
Koordinaten 48° 31′ 0,5″ N, 9° 3′ 11,1″ OKoordinaten: 48° 31′ 0,5″ N, 9° 3′ 11,1″ O
Anlagensee (Baden-Württemberg)
Anlagensee
Fläche 2 haf5

Besonderheiten

künstlich angelegt

Der Anlagensee ist ein künstlich angelegter See in Tübingen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlagensee vom Westufer um 1914
Kopie der Danneckerschen Nymphengruppe
Nordufer mit Nymphengruppe, im Hintergrund das Uhland-Gymnasium

Das rund zwei Hektar große Gewässer befindet sich in dem Park am Anlagensee südlich des Neckars, das nach Norden hin von der Uhlandstraße und nach Süden hin von der Europastraße begrenzt wird. Der Anlagensee wird an seiner westlichen Seite durch den aus Richtung Derendingen kommenden Mühlbach gespeist und ist im Osten durch einen Abfluss mit dem Neckar verbunden.

Der den See umgebende Park wird hauptsächlich von Spaziergängern genutzt und beinhaltet einen Abenteuerspielplatz. Direkt angrenzend an den Park befinden sich die drei ältesten Tübinger Gymnasien: das Uhland-Gymnasium und das Kepler-Gymnasium an der Uhlandstraße sowie das Wildermuth-Gymnasium an der Derendinger Allee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anlagensee wurde in den Jahren 1906 bis 1908 angelegt,[1] um die unmittelbar nordwestlich des Hauptbahnhofs gelegene Parkanlage zu bereichern und ferner ihre Bebauung zu verhindern.[2]

Danneckersche Nymphengruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1926 befindet sich im See nahe dem nördlichen Ufer eine Kopie der Wasser- und Wiesennymphe des Bildhauers Johann Heinrich Dannecker.

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anlagensee wird durch den Tübinger Fischereiverein mit Brut besetzt. Als problematisch gilt die schlechte Wasserqualität, welche hauptsächlich auf die sehr starke Bevölkerung durch Wasservögel (Schwäne, Enten) zurückzuführen ist, die von den Parkbesuchern mit Brot gefüttert werden. Auch die Müllbelastung ist hoch. Als Badesee ist der Anlagensee daher nicht geeignet.

Winter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In kalten Wintern ist die Eisfläche des zugefrorenen Anlagensee beliebt bei Schlittschuhläufern und Spaziergängern, obwohl das Betreten amtlich als lebensgefährlich verboten ist.

Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter anderem wegen seiner nicht unmittelbar an Wohngebiete angrenzenden Lage wird der Park am Anlagensee häufig für Festivals, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Besonders bekannt ist der WM-Park, eine Public-Viewing-Veranstaltung, bei der 2006 und 2010 die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft auf Großbildleinwänden übertragen wurden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rauch, Udo / Zacharias, Antje / Hägele, Ulrich (2007): ...und grüßen Sie mir die Welt! Tübingen - eine Universitätsstadt auf alten Postkarten. ISBN 9783910090781
  2. Udo Rauch (Hrsg.) (1994): Das Tübinger Stadtbild im Wandel: Zwischen Ammer und Neckar. ISBN 3910090117