Ann-Helena Schlüter

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Ann-Helena Schlüter

Ann-Helena Schlüter (* in Nürnberg-Laufamholz, getauft in der dortigen Heilig-Geist-Kirche[1][2]) ist eine deutsch-schwedische Pianistin, Komponistin, Lyrikerin, Autorin, Organistin und Musikwissenschaftlerin.

Leben, Preise und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ann-Helena Schlüter begann ihren Klavierunterricht mit drei Jahren bei ihrer Mutter, der schwedischen Klavierpädagogin und Organistin Ann-Margret Schlüter (Universität Würzburg), und ab dem siebten Lebensjahr bei ihrem Vater, dem bekannten deutschen Pianisten Karl-Heinz Schlüter. Mit fünf gewann sie ihren ersten Jugend musiziert Wettbewerb. Mit acht spielte sie ihren ersten Klavierabend, mit zehn spielte sie im Opernhaus Nürnberg Mozart Klavierkonzert, auch Klavier-Duo mit ihrer Schwester Magdalena, Mozart-Konzert für zwei Flügel mit Orchester. Neben ihrem Besuch der Musik-Gymnasien Nürnberg und Würzburg wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg bei dem schwedischen Pianisten Arne Torger. Sie gewann ab dem fünften Lebensjahr zahlreiche nationale und internationale Klavierwettbewerbe: Den internationalen Steinway Klavierwettbewerb Hamburg, den Nürnberger Klavierwettbewerb, wurde mehrfach erste Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert in Klavier solo, Klavierduo und Korrepetition und Preisträgerin des Robert Schumann Wettbewerbs Zwickau. Anschließend studierte sie Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Nina Tichman und schloss ihr instrumentalpädagogisches Diplom ab. Nach der Solistenklasse an der Hochschule für Musik Detmold bei Anatol Ugorski absolvierte sie ihr künstlerisches Diplom und Konzertexamen bei Bernd Glemser an der Hochschule für Musik Würzburg und absolvierte die Meisterklasse Klavier bei ihm. Schließlich studierte sie als Voll-Stipendiatin an der Arizona State University in Phoenix, USA, bei Walter Cosand und Eckart Sellheim als DAAD-Stipendiatin und war im zweiten Jahr Dozentin und Lehrbeauftragte für Korrepetition und Liedbegleitung. Nach ihrem Master of Music vollendete sie das Meisterklassendiplom bei Bernd Glemser. Sie unterrichtete Klavier an der Universität Würzburg, wurde Dozentin an der Hochschule für Musik Würzburg (Korrepetition), unterrichtete eine Klasse für besonders begabte Kinder ab vier Jahren an der Musikschule Schweinfurt und erhielt 2011 den Magister Artium in Musikwissenschaften und Musikpädagogik am Institut für Musikforschung an der Universität Würzburg nach drei Semestern, Magisterarbeit über Bachs Goldberg-Variationen bei Ulrich Konrad. Derzeit befindet sie sich im Promotionsstudium über Bachs Kunst der Fuge an der Universität Leipzig. Sie gewann den Ersten Preis beim Internationalen Kunstwettbewerb Grafimuse für Musiker (Visual Arts Competition Brussels 2011). Sie veröffentlichte 2017 bei Hänssler CLASSIC Günter Hänssler die Doppel-CD Das Wohltemperierte Klavier. 2012 studierte sie ein halbes Jahr in Perth, Australien und startete anschließend eine Konzerttour durch das Land. Seit 2017 studiert sie Konzertorgel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Auszeichnungen, Stipendien in Musik und Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

am Flügel
Ann-Helena Schlüter

Als DAAD-Stipendiatin, GVL-Stipendiatin und Stipendiatin verschiedener Stiftungen (u.a. Bayreuther Festspielstipendium, Edwin Fischer Stiftung) besuchte sie Meisterkurse in Polen, Italien, Österreich, Deutschland, Australien, USA und in der Schweiz bei Paul Gulda, Alexis Weissenberg, Sergio Perticaroli, Lazar Berman, Karl-Heinz Kämmerling, Pavel Gililov, Rudolf Kehrer, Angela Hewitt und anderen.

Die Pianistin konzertiert international (u.a. in Kronstadt, Paris, Moskau, Manila, Ankara, Calvi, Leipzig, Kampala, Kathmandu, Salzburg, London, Melbourne, Hobart, Sydney, Phoenix, Denver, Colorado Springs) und spielt seit 2009 CDs ein: 2010 die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, Chopin Balladen, Beethoven Waldstein Sonate, 2012 die Doppel-CD Himmelslieder: eigene schwedische Lieder und Improvisationen, CD Jeden Augenblick, 2014 veröffentlichte sie die Doppel-Audio-CD „Bachs Kunst der Fuge, The Leipzig Concert“ mit dem 100-minütigen Zyklus und 13 eigenen Kompositionen und Improvisationen zum BACH-Thema (aufgenommen in der Musikhochschule Leipzig). 2016 Das Wohltemperierte Klavier am Steinway D in Leipzig und Schwerin für hänssler CLASSIC. Sie gibt Kurse für Klavierimprovisation.

Sie schreibt Lyrik, Prosa, Artikel und Lieder. Mit acht wurden ihre Gedichte bei einem Kinderliteraturwettbewerb geehrt. Mit 16 gewann sie den ersten Literaturpreis der Nürnberger Literaturläden KUNO, das Finale der Hattinger Literaturtage, wurde Preisträgerin beim Internationalen Jungautorenwettbewerb Regensburg, Sie wurde jüngstes Mitglied beim Verband Deutscher Schriftsteller (VS) und beim Autorenverband Franken. Sie las unter anderem bei den Literaturtagen Heilbronn und in der Filmvilla Nürnberg.

2016 gewann Ann-Helena Schlüter den ersten Preis beim Villacher Literaturwettbewerb in Österreich und wurde Stipendiatin (Lyrik) beim Schwäbischen Kunstsommer in Irsee. Zudem wurde sie 2016 Preisträgerin beim Harzkind-Literaturwettbewerb und Preisträgerin für politische Lyrik beim Geest-Verlag.

Im März 2016 erschien ihr Buch „Flügel auf Reisen. Die auf den Tasten tanzt“ beim Verlag Brunnen fontis Schweiz mit heiteren und besinnlichen Erzählungen aus dem Konzertleben sowie Gedichten aus ihrem musikalischen Leben. 2017 erscheint ihr „Bach Wohltemperiertes Klavier, Bd. 1“ (aufgenommen in Leipzig und Schwerin am Steinway D-Flügel) und ihr dritter Prosa- und Lyrikband „Pianolyrik op. 3, Federflug“.

2013 erschien ihr erster Gedichtband „Pianolyrik op.1, Flügelworte“ beim Lorbeer Literaturverlag Bielefeld. Beim selben Verlag gewann sie zuvor 2013 den zweiten Preis beim Lorbeer-Lyrik-Wettbewerb.

2015 erschien ihr zweiter Gedichtband „Pianolyrik op. 2, Flügelworte“. Ende 2015 veröffentlichte sie zudem zwei Notenbände „Pianolyrik“ mit eigenen Kompositionen für Klavier, Klarinette, Orgel und Kammermusik. Im selben Jahr unterrichtete sie am Telemann-Konservatorium Magdeburg. Zudem spielte sie ihr Debütkonzert mit Mozart-Klavierkonzerten im Gewandhaus Leipzig und spielte Bachs „Kunst der Fuge“ bei den Bachtagen Würzburg.

Gohliser Schlösschen
live in Leipzig

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lebensheiterkeit: Hommage an Joseph Haydn, Audio-CD, cap-music, 2008.
  • Jeden Augenblick, Audio-CD, cap-music, 2010.
  • PianoLyrik (mit Goldberg-Variationen), Audio-CD, cap-music.
  • Himlasång (Himmelslieder), Doppel-Audio-CD, cap-music, 2012.
  • Com'Ann, Audio-CD, cap-music, 2013.
  • Pianolyrik op. 1, Flügelworte, 180 Gedichte über Musik, Lorbeer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-938969-25-0.
  • BACH- Art Of Fugue: Doppel Audio-CD, periplaneta, 2014, EAN: 4260132553126
  • Pianolyrik op. 2, Flügelworte, 220 Gedichte, periplaneta, 2015
  • Pianolyrik Bd. 1 und 2, Noten, Waldkauz Verlag (Hörle Musikhaus) Remscheid
  • Flügel auf Reisen: Wahre Geschichten von – nicht nur – wohltemperierten Konzerterfahrungen, Fontis-Verlag, Kreuzlingen 2016, ISBN 978-3-03848-080-8.
  • Bach Wohltemperiertes Klavier, hänssler CLASSIC, 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laufamholz 28.
  2. Laufamholz 29.