Ann Sophie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ann Sophie beim Eurovision Song Contest, 2015
Ann Sophie beim Eurovision Song Contest, 2015
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Silver into Gold
  DE 82 05.05.2015 (1 Wo.)
Singles[1]
Black Smoke
  DE 26 20.03.2015 (5 Wo.)
  AT 54 05.06.2015 (1 Wo.)

Ann Sophie (* 1. September 1990 als Ann-Sophie Dürmeyer in London)[2] ist eine deutsche Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Musicaldarstellerin. Sie nahm mit dem Song Black Smoke für Deutschland am Eurovision Song Contest 2015 teil und belegte den letzten Platz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ann Sophie wurde in London geboren und wuchs in Hamburg-Harburg auf.[3] Im Alter von vier Jahren begann sie, Ballett zu tanzen, und mit 14 Jahren beschloss sie, Sängerin zu werden.

Sie besuchte das Friedrich-Ebert-Gymnasium und beendete ihre Schulausbildung dort 2010 mit dem Abitur.[4][5] Danach zog sie nach New York City, wo sie das Lee Strasberg Theatre and Film Institute besuchte und eine zweijährige Schauspielausbildung absolvierte.[6]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ann Sophie, 2015
Ann Sophie, 2015

2011 begann sie, mit eigenen Songs in Bars aufzutreten. 2012 nahm sie ihre erste EP Time auf; es folgte ein Musikvideo zu Get Over Yourself. Im Oktober 2012 erschien ihr erstes Studioalbum Time Extended. 2015 nahm sie dann als Vertreterin für Deutschland beim Eurovision Song Contest teil. Danach folgten weitere Veröffentlichung ihrer Musik (unter anderem VOID!, Phantom Pain). Zusätzlich spielte sie die Hauptrollen im Musical Flashdance (Alex Owens und Gloria), sowie im Musical Paramour (Indigo). Außerdem tourte sie als Solistin mit dem Swing Dance Orchestra von Andrej Hermlin durch Deutschland und Israel.

Im September 2014 bewarb sie sich mit dem Song Get Over Yourself für die Wildcard der Show Unser Song für Österreich, der deutschen Qualifikation für den Eurovision Song Contest 2015. Eine Fachjury wählte sie zusammen mit neun anderen Künstlern aus 1270 Bewerbungen aus. Im Februar 2015 trat sie beim Clubkonzert mit dem Lied Jump the Gun aus der Feder von Beatgees, Katrina Noorbergen und Laila Samuels an und erhielt die Wildcard.

Im März 2015 trat sie bei der deutschen Vorentscheidung gegen sieben weitere Künstler an. Sie präsentierte ihre Songs Jump the Gun und Black Smoke und konnte sich mit letzterem für das Finale qualifizieren. Dort unterlag sie zwar in der Zuschauerabstimmung Andreas Kümmert, der jedoch noch in der Sendung zurücktrat, da er sich nicht in der Verfassung für einen Auftritt bei dem Wettbewerb in Wien sah. Er überließ die Teilnahme Ann Sophie, die so offiziell die deutsche Vertreterin beim ESC wurde. Im Finale des 60. Eurovision Song Contest im Mai 2015 in Wien erhielt Black Smoke keine Punkte und belegte zusammen mit dem Beitrag aus Österreich den 27. und letzten Platz[7].

Von 2016 bis 2018 gab sie diverse Konzerte, bei denen sie ihre eigene Musik akustisch mit kleiner Besetzung präsentierte.[8] Als Solistin ging sie mit Andrej Hermlins Swing Dance Orchestra auf Tour.[9][10] Seit Anfang des Jahres 2019 covert sie ihre Lieblingssongs auf ihrem YouTube-Kanal Live-Sessions.

Musical und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 spielte sie in der Comödie Dresden die Hauptrolle in der Karaoke-Komödie Tussipark von Christian Kühn.[11] 2018 gab sie im Musical Flashdance in der Rolle der Gloria sowie als Zweitbesetzung der Alex Owen ihr Musicaldebüt.[12] Von September 2019 bis März 2020 übernahm sie die Hauptrolle der Indigo im Musical Cirque Du Soleil Paramour in der Neuen Flora in Hamburg.[13]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • 2013: Time Extended
  • 2015: Silver into Gold

EPs

  • 2012: Time
  • 2019: Void![14]

Singles

  • 2012: Get over Yourself
  • 2015: Jump the Gun
  • 2015: Black Smoke
  • 2019: Tornado[15]
  • 2019: Bye Boy
  • 2020: Phantom Pain[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ann Sophie – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ann Sophie in den deutschen Charts.
  2. Unser Song für Österreich Wildcard 2015 (1): Ann Sophie, blog.prinz.de, abgerufen am 21. Februar 2015.
  3. Ann Sophie Dürmeyer ist ein Schneewittchen mit Soul im Blut, abendblatt.de, abgerufen am 11. Januar 2017.
  4. Biografie von Ann Sophie, annsophiemusic.com, abgerufen am 21. Februar 2015.
  5. Informationen aus dem Friedrich-Ebert-Gymnasium – Ein Jahr mit der Bigband. In: www.ebert-gymnasium.de. 2016, S. 5, abgerufen am 25. Oktober 2019.
  6. Ann Sophie liebt die Bühne, eurovision.de, abgerufen am 21. Februar 2015.
  7. Eurovision Song Contest 2015. Grand Final. Scoreboard. European Broadcasting Union, abgerufen am 24. Mai 2015.
  8. Tino Lange: Heimspiel auf dem Kiez: Ann Sophie im Kukuun. In: Hamburger Abendblatt. 11. April 2017, abgerufen am 17. Februar 2021 (deutsch).
  9. Ursula Hildebrand: Wunderbare Zeitreise mit dem Swing Dance Orchestra im Hof des Schlosses St. Emmeram. In: Wochenblatt Regensburg. 18. Juli 2018, abgerufen am 1. September 2019.
  10. CHRISTMAS IN SWING. In: Alte Oper Frankfurt. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  11. Comödie Dresden – Produktion Tussipark. Abgerufen am 14. Mai 2018.
  12. Alexandra Knief: Tanzen aus Leidenschaft - Flashdance im Metropol-Theater. In: Weser Kurier. 31. Oktober 2018, abgerufen am 17. Februar 2021.
  13. Backstage mit Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  14. Marius Meyer: ANN SOPHIE - Void! In: MonkeyPress. 30. November 2019, abgerufen am 17. Februar 2021 (deutsch).
  15. "Niederlagen machen einen immer stärker". In: Gala. 15. November 2019, abgerufen am 17. Februar 2021.
  16. ANN SOPHIE Videopremiere - Phantom Pain. In: City Guide Rhein-Neckar. 6. November 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.