Anna Bergmann (Regisseurin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Anna Bergmann (* 1978) ist eine deutsche Theaterregisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in Kläden bei Stendal, absolvierte Anna Bergmann an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin ihre Regieausbildung. Am Berliner Arbeiter-Theater inszenierte sie Krankheit der Jugend (mit Antje von der Ahe und Gunnar Solka), Das Käthchen von Heilbronn (mit Dorothea Arnold, Mareile Bettina Moeller und Marc Benjamin Puch), Tom Lanoyes Mamma Medea (mit Brigitte Zeh, Simon Böer, Elisabeth Degen, Jenny Caron) und Alkestis (mit Elisabeth Degen).

Anna Bergmann inszenierte am Deutschen Nationaltheater Weimar Finnisch und Fremdenzimmer, am Landestheater Tübingen die Minna von Barnhelm und Gott ist ein DJ, am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken Kabale und Liebe, am Theater Oberhausen Die drei Vögel, in Göttingen John Osbornes Blick zurück im Zorn und am Stadttheater Konstanz Lessings Emilia Galotti mit Claudia Hübschmann in der Titelrolle.

Daneben führte sie Regie an verschiedenen Berliner Bühnen. Bergmann, deren Lehrer u. a. Manfred Karge und Peter Zadek waren, gab inzwischen mit François Veyrunes Kurse in Frankreich.

2006 inszenierte sie am Oldenburgischen Staatstheater die deutsche Uraufführung von Sera Moore Williams Crash, 2008 dann Shakespeares Viel Lärm um nichts. Am Stadttheater Heidelberg inszenierte Bergmann nach der Uraufführung von Ulrike Syhas Gewerbe 2007 Ibsens Die Frau vom Meer, auch 2007 am Theater Lübeck die Bühnen-Adaptation von Ingmar Bergmans Herbstsonate und Ödön von Horváths Kasimir und Karoline.

2009 folgte erneut am Oldenburgischen Staatstheater die Oper Madama Butterfly von Giacomo Puccini und am Schauspielhaus Bochum die Adaption und Inszenierung von Vicki Baums Menschen im Hotel (mit Maja Beckmann und Peter Lohmeyer). Am Berliner Maxim-Gorki-Theater inszeniert sie 2010 die Uraufführung von Juliane Kanns Fieber mit Ruth Reinecke. 2011 folgen etwa am Münchner Volkstheater Ödön von Horváths Eine Unbekannte aus der Seine, am Theater Lübeck Yerma, am Oldenburgischen Staatstheater Tolstois Anna Karenina und am Wiener Burgtheater die Uraufführung von Die Froschfotzenlederfabrik. Neben Stücken am Burgtheater inszenierte sie in Wien auch am Theater in der Josefstadt Strindbergs Fräulein Julie. Für diese Inszenierung war sie für den Nestroy-Theaterpreis als Beste Regisseurin nominiert.

2015 inszenierte sie am Staatstheater Karlsruhe die Oper La Bohème von Giacomo Puccini sowie die Komödie Drei Schwestern von Anton Tschechow. In Schweden inszenierte sie am Staatstheater Malmö unter anderem Ein Sommernachtstraum und Die bitteren Tränen der Petra von Kant sowie 2017 in Uppsala eine eigene Fassung von Bizets Carmen. Neben Carmen und La Bohème hatte Bergmann auch La Douce an der Staatsoper Berlin und Der Freischütz in Klagenfurt inszeniert.

Die Süddeutsche Zeitung nennt Anna Bergmann 2011 „das explodierende Fräuleinwunder des deutschen Theaterbetriebs“.[1]

2017 wurde bekanntgegeben, dass Anna Bergmann 2018 Schauspieldirektorin des Staatstheaters Karlsruhe wird [1].

Anna Bergmann lebt in Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung 18. März 2011