Anna Diggs Taylor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anna Diggs Taylor

Anna Diggs Taylor (* 1932 als Anna Katherine Johnston in Washington, D.C.) ist eine US-amerikanische Juristin. Seit 1979 ist sie – als erste afroamerikanische Frau in Michigan – Richterin am Bundesbezirksgericht für den östlichen Distrikt von Michigan. 1997 wurde sie zur leitenden Richterin des Gerichts ernannt, ein Jahr später trat sie jedoch zurück, um ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren, und bekleidet das Amt als Senior Judge.

Im aktuellen Rechtsstreit ACLU v. NSA erklärte sie die von Präsident George W. Bush veranlasste Abhörpraxis der NSA für illegal.[1] Die NSA hört im Rahmen des Terrorist Surveillance Program auch ohne richterliche Prüfung und Anordnung Auslandstelefonate und E-Mails von US-Bürgern ab, wenn diese unter Terrorismusverdacht stehen. Taylor sieht dadurch die Rechte auf Datenschutz und Meinungsfreiheit sowie die Gewaltenteilung verletzt, wie sie die US-Verfassung vorschreibt. Gegen ihre Entscheidung will die Regierung einen Rechtsbehelf beim zuständigen Appellationsgericht einlegen.

Anna Diggs Taylor war von 1960 bis 1971 mit dem Kongressabgeordneten Charles Diggs verheiratet; der Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 1976 ist sie in zweiter Ehe verheiratet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: ACLU vs NSA judgment – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Güßgen, Richterin trotzt Bushs Lauschangriff in stern