Anna Kim

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Anna Kim liest aus Die gefrorene Zeit (Wien, 2008)

Anna Kim (* 10. September 1977 in Daejeon/Südkorea) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Kim kam 1979[1] nach Westdeutschland. Zunächst lebte sie in Braunschweig und Gießen, ab 1984[2] in Wien, wo sie das Gymnasium Wenzgasse besuchte. Von 1995 bis 2000 studierte sie an der Universität Wien Philosophie und Theaterwissenschaft; dieses Studium schloss sie mit dem Magistergrad ab. Von 2000 bis 2002 lebte sie in London und Cambridge, danach kehrte sie nach Wien zurück.

Kim ist Verfasserin von erzählender Prosa und Gedichten. Sie veröffentlichte ihre Arbeiten ab 1999 in verschiedenen Literaturzeitschriften wie unter anderem manuskripte, Zwischenwelt und VOLLTEXT. Ihr erster Roman, Die Bilderspur, erschien 2004.

Seit 2000 ist sie Mitglied der Grazer Autorenversammlung. 2004 erhielt sie ein Wiener Autorenstipendium. 2005 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil.

Mit Die gefrorene Zeit erschien 2008 ihr zweiter Roman. Vor dem Hintergrund des ungeklärten Schicksals der rund 30.000 nach den Jugoslawienkriegen als vermisst registrierten Menschen erzählt sie darin die Geschichte der Suche eines Kosovaren nach seiner verschwundenen Frau. Dabei schildert sie auch einerseits den Alltag in der immer noch konfliktreichen Region des albanisch-kosovarisch-serbischen Grenzgebietes, anderseits gibt sie auch Einblick in die Arbeit der Archäologen und Forensiker, die sich um die Identifizierung der gefundenen Toten bemühen, und der Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die mit ihren Fragebögen die „Ante-Mortem-Daten“ der Verschwundenen zusammentragen.

Im Rahmen des von elf österreichischen literarischen Einrichtungen organisierten Projektes mitSprache unterwegs bereiste Anna Kim 2009/2010 Grönland und verfasste die literarische Reportage Die Invasion des Privaten um den Themenkreis Postkolonialismus und Identität in Grönland.[3] 2012 erschien der Roman Anatomie einer Nacht, der ebenfalls die Lebenssituation der Menschen in Grönland aufgreift.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl.: Kim, Anna: Die große Heimkehr, Berlin 2017, Klappentext hinten. und http://www.suhrkamp.de/autoren/anna_kim_8771.html, abgerufen am 29. Juni 2017
  2. Vgl.: Kim, Anna: Die große Heimkehr, Berlin 2017, Klappentext hinten. und http://www.suhrkamp.de/autoren/anna_kim_8771.html, abgerufen am 29. Juni 2017
  3. mitSprache unterwegs: Reiseprojekt Anna Kim: Kolonialismus und Identität – Kolonialismus in Grönland
  4. Der Standard: Interview: "Wir lassen uns gerne täuschen", 7. September 2012.
  5. Vgl.: http://www.droschl.com/buch/die-gefrorene-zeit/ ,abgerufen am 29. Juni 2017
  6. Daniela Strigl: Der Hase, der kein Hasenkostüm braucht, in: Falter, Nr. 11 / 2017, S. 21.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]