Anna Musytschuk

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AMuzychuk1 Ukr Ch 2014.jpg
Anna Musytschuk, 2014
Verband UkraineUkraine Ukraine (bis 2004, seit 2014)
SlowenienSlowenien Slowenien (2004 bis 2014)
Geboren 28. Februar 1990
Lwiw
Titel Internationaler Meister der Frauen (2002)
Großmeister der Frauen (2004)
Internationaler Meister (2007)
Großmeister (2012)
Aktuelle Elo‑Zahl 2545 (Juli 2016)
Beste Elo‑Zahl 2606 (Juli bis September 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Anna Musytschuk (auch Musitschuk; ukrainisch Анна Музичук oder Ганна Музичук, slowenisch Ana Muzičuk, beim Weltschachbund FIDE Anna Muzychuk; * 28. Februar 1990 in Lwiw) ist eine ukrainische Schachspielerin, die von Juni 2004 bis Mai 2014 für den slowenischen Schachverband spielte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Musytschuk, Schacholympiade 2008

Sie gewann mehrere Jugendeuropameisterschaften der Mädchen (U10 1998 in Mureck[1], 2000; U12 2002[2]; U14 2003[3], 2004), außerdem gewann sie die Jugendweltmeisterschaft U16 weiblich 2005 und die Juniorinnenweltmeisterschaft 2010. In den Jahren 2003 und 2014 siegte sie bei der ukrainischen Einzelmeisterschaft der Frauen.

Sie wurde 2002 Internationaler Meister der Frauen (WIM) und 2004 Großmeister der Frauen (WGM). Der Titel eines Internationalen Meisters (IM) wurde ihr 2007 verliehen, die erforderlichen Normen erfüllte sie bei der Schacholympiade 2006 der Frauen in Turin und in der serbischen Mannschaftsmeisterschaft der Frauen 2007[4]. Seit 2012 ist Anna Musytschuk Großmeister (GM), die Normen erfüllte sie im Oktober 2008 beim European Club Cup der Frauen in Chalkidiki, im September 2009 beim InventiChess 2009 in Antwerpen, im August 2011 bei einem Turnier des FIDE Grand Prix der Frauen 2011–2012 in Rostow und im Oktober 2011 bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2011 der Frauen in Porto Carras[5]. Ihre jüngere Schwester Marija (* 1992) trägt ebenfalls den Großmeister-Titel und war von 2015 bis 2016 Weltmeisterin der Frauen.

Im Juli 2016 führt Anna Musytschuk die ukrainische Rangliste der Frauen an und belegt Platz 5 der FIDE-Weltrangliste der Frauen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schacholympiaden von 2004 bis 2012 spielte sie jeweils am Spitzenbrett der slowenischen Frauen-Nationalmannschaft[6], ebenso bei den vier Mannschaftseuropameisterschaften von 2005 bis 2011. 2011 erreichte sie das beste Einzelergebnis am Spitzenbrett[7]. Bei der Schacholympiade 2014 spielte sie am Spitzenbrett der ukrainischen Frauenmannschaft und erreichte mit dieser den dritten Platz[6], bei der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen 2015 erreichte sie mit der Ukraine den zweiten Platz[7].

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am European Club Cup der Frauen nahm Musytschuk insgesamt neunmal teil (2006 und 2007 mit AVS Krasnoturinsk, 2008 mit ŠK T-Com Podgorica, 2009 mit Ekonomist SGSEU Saratov und 2010 bis 2014 mit CE Monte Carlo). In der Mannschaftswertung gewann sie 2010, 2012 und 2013, erreichte 2007 und 2014 den zweiten sowie 2006 und 2008 den dritten Platz, in der Einzelwertung gewann Musytschuk 2011 am zweiten, 2012 und 2013 jeweils am dritten Brett, erreichte 2006 am vierten, 2008 am ersten und 2014 am zweiten Brett jeweils das zweitbeste Ergebnis sowie 2010 am dritten Brett das drittbeste Ergebnis[8] In der deutschen Schachbundesliga war sie von 2009 bis 2011 für den Schachclub Eppingen gemeldet, hatte allerdings nur vier Einsätze in der Saison 2009/10. In der deutschen Frauen-Bundesliga wurde sie 2006 mit dem Dresdner SC deutscher Meister und ist seit 2009 für die OSG Baden-Baden gemeldet, mit der sie 2015 und 2016 den Titel gewann. Die französische Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewann sie 2010 und 2011 mit Évry Grand Roque, in der Saison 2009/10 hatte sie auch in der französischen Mannschaftsmeisterschaft, der Top 16, zwei Einsätze. In der höchsten ungarischen Spielklasse, der NB I. Szabó László csoport wurde Anna Musytschuk in der Saison 2005/06 einmal bei Honvéd Budapest eingesetzt. Sie gewann 2012 die polnische Mannschaftsmeisterschaft mit Polonia Warszawa[9] und die chinesische Mannschaftsmeisterschaft mit Shanghai Jianqiao University. Vorher hatte sie in China für Tianjin gespielt[10].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jugend-Europameisterschaften 1998 in Mureck / Österreich auf TeleSchach (Tabellen, Berichte und Partien)
  2. Jörg Schulz: Europameisterschaft U10-U18.JugendSchach Ausgabe 9/2002, S. 4-14 (Bericht, Tabellen, Fotos und Partien)
  3. Jörg Schulz: Europameisterschaft in Montenegro. JugendSchach Ausgabe 8/2003, S. 9-11 (Bericht, Tabellen und Fotos)
  4. IM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  5. GM-Antrag bei der FIDE (englisch; PDF, 278 KiB)
  6. a b Anna Musytschuks Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  7. a b Anna Musytschuks Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  8. Anna Musytschuks Ergebnisse beim European Club Cup der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  9. Anna Musytschuks Ergebnisse bei polnischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  10. Anna Musytschuks Ergebnisse bei chinesischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Musytschuk – Sammlung von Bildern