Anna Petrowna

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Anna Petrowna (Gemälde von Iwan Nikititsch Nikitin)

Anna Petrowna (russisch Анна Петровна; * 26. Januarjul./ 6. Februar 1708greg. in Moskau; † 4. Märzjul./ 15. März 1728greg. in Kiel) war die älteste Tochter von Peter dem Großen und dessen zweiter Ehefrau Martha Skawronskaja (später Katharina I.) Sie war die Mutter von Peter III.

Der Geheimratspräsident von Holstein-Gottorp Henning Friedrich von Bassewitz bemühte sich, den jungen Herzog Karl Friedrich von Holstein-Gottorf mit einer der Zarentöchter zu verheiraten, damit der Herzog zum einen mit Hilfe des Zaren Schleswig von Dänemark zurückgewinnen könnte sowie Unterstützung zur Erlangung des schwedischen Thron bekäme. Dies gelang ihm, als im November 1724 ein Vertrag über die Ehe zwischen Anna und Karl Friedrich geschlossen wurde. Das Paar musste allerdings für sich und seine Nachkommen auf den Zarenthron verzichten.[1] Die Hochzeit fand nach dem Tod des Zaren am 1. Juni 1725 statt. Während der Regierung Katharinas I. hatte das Ehepaar unter Menschikows Ränken zu leiden und musste sogleich nach dem Tode der Kaiserin, welche unter Übergehung ihrer Töchter Anna und Elisabeth den Sohn ihres verstorbenen Stiefsohnes Zarewitsch Alexei, den späteren Peter II., zum Nachfolger ernannt hatte, Russland verlassen.

Bald nach der Geburt ihres Sohnes Karl Peter Ulrich, der 1762 als Peter III. den russischen Thron bestieg, starb Anna 1728 an Schwindsucht. Ihr Leichnam wurde später nach Sankt Petersburg überführt und nach einer standesgemäßen Beerdigung in der Peter-und-Paul-Kathedrale neben den übrigen Familienmitgliedern beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winkler Prins' Geillustreerde Encyclopaedie (1905), Eerste Deel A-Arabie, S. 705
  • Je.W. Ptschelow: Monarchen von Russland (Монархи России), Olma-Press, Moskau 2003, Seite 432

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Petrowna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dansk Biografisk Leksikon: Henning Friedrich v. Bassewitz, Dansk Biografisk Leksikon. Besøkt 12. jan. 2014 (dänisch)