Anne Gesthuysen

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Anne Gesthuysen, 2012
Anne Gesthuysen (Mitte) als Moderatorin des ARD-Morgenmagazins auf der IFA 2005

Anne Gesthuysen [ˈɡesthyːzɜn] (* 2. Oktober 1969 in Geldern) ist eine deutsche Journalistin und moderierte von 2002 bis 2014 das ARD-Morgenmagazin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesthuysen wuchs in der Gemeinde Alpen am unteren Niederrhein auf. Nach dem Abitur am Stiftsgymnasium Xanten begann sie ein Journalistik-Studium an der Universität Dortmund. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie im Alter von 17 Jahren als Hörfunkreporterin für das WDR-Außenstudio Kleve während eines Schülerpraktikums. In den Jahren 1990 und 1991 absolvierte sie ihr Volontariat beim WDR in Köln. Als freie Autorin war sie in der Folgezeit für die Sender WDR, VOX und ZDF aktiv.

Nach dem Studium ging Gesthuysen zunächst zum WDR-Studio Münster. In den Jahren zwischen 1997 und 1999 stand sie als Moderatorin für das WDR-Fernsehen erstmals vor der Kamera. Im Anschluss folgte ein Abstecher zum privaten Fernsehsender RTL. Dort moderierte sie mit weiteren Moderatoren die Sendung Mein Morgen, ein Frühstücksfernseh-Derivat, das nach knapp einem halben Jahr wieder eingestellt wurde. Nach ihrer Rückkehr zum WDR war sie zunächst als Moderatorin für die Lokalzeit in Essen tätig.

Von 2001 bis 2004 moderierte Gesthuysen das Fernsehformat Aktuelle Stunde des WDR. Hier stand sie an der Seite von Martin von Mauschwitz. Von 2002 bis 2014 moderierte sie das vom WDR produzierte ARD-Morgenmagazin – zunächst aushilfsweise und ab März 2004 zusammen mit Sven Lorig als Stammmoderatorin.[1] Nach eigenen Angaben waren für den Wechsel dorthin insbesondere der Reiz zu den internationalen politischen Themen und die freie Moderation die entscheidenden Antriebskräfte. Im Jahr 2012 gewann sie mit dem Team des ARD-Morgenmagazins den deutschen Fernsehpreis. 2005 nahm sie neben Dariusz Michalczewski, Roberto Blanco, Ralf Möller, Jeanette Biedermann und Sven Hannawald und anderen Prominenten bei der ARD-Star-Tour teil.

2006 hatte Gesthuysen eine Gastrolle in der ARD-Serie Verbotene Liebe, in der sie sich selbst spielte. Im Februar und März 2007 vertrat sie in der vierteiligen WDR-Live-Sendung Streitfall als Anwältin ein europarelevantes Thema (Gesundheit, Türkei, Klima, Rauchen). Die Gegenposition vertrat Lorig. Im Mai 2009 präsentierte sie zusammen mit Lorig die ARD-Gala Jede Stunde zählt, die Auftakt-Show zur ARD-Themenwoche Ist doch Ehrensache. Von Januar bis Dezember 2010 moderierte sie neben dem ARD-Morgenmagazin die Phoenix Runde im Ereigniskanal Phoenix.

Im Jahr 2012 veröffentlichte Gesthuysen den Roman Wir sind doch Schwestern, inspiriert vom Leben ihrer drei Großtanten, die alle 80 Jahre und älter wurden.[2] Das Buch wurde ein großer Erfolg und belegte zeitweilig den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste.[3]

Im Dezember 2014 gab Gesthuysen bekannt, zum Jahresende die Moderation des ARD-Morgenmagazins aufzugeben,[1] um weitere Romane schreiben zu können.

Seit dem 22. Februar 2016 tritt Gesthuysen gemeinsam mit ihrem Mann in dem von Jörg Pilawa moderierten Vorabendquiz Paarduell, das vom Ersten täglich (außer an Wochenenden und an Feiertagen) ausgesendet wird, jeweils gegen ein anderes, teils prominentes Paar an.[4]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesthuysen ist mit Frank Plasberg verheiratet. Im Januar 2011 bekam das Paar einen Sohn.[5][6]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anne Gesthuysen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Alexander Krei: "Moma": Anne Gesthuysen will wieder ausschlafen bei DWDL.de, 18. Dezember 2014
  2. Maren Keller: Familienroman „Wir sind doch Schwestern“: Tratschig und trocken Spiegel Online vom 26. November 2012, abgerufen am 20. Juni 2014
  3. Auf den Spuren der Großtanten. lokalo.de vom 29. Mai 2014, abgerufen am 20. Juni 2014
  4. Promi-Paare als Herausforderer - Paarduell. DasErste, abgerufen am 29. Februar 2016.
  5. Moderatorenpaar erwartet Nachwuchs Spiegel Online vom 9. September 2010, abgerufen am 1. Dezember 2010
  6. Echo Online dpa: Moderatoren Plasberg und Gesthuysen haben geheiratet