Anne Hathaway

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Anne Hathaway, 2017

Anne Jacqueline Hathaway [ˈhæθəweɪ] (* 12. November 1982 in New York) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter einer Bühnenschauspielerin und eines Richters wurde in Brooklyn[1][2] geboren und wuchs in New Jersey auf. Hathaways Großvater mütterlicherseits, Joe McCauley, war ein bekannter Radiosprecher.[3] Ihre Mutter Kate hat irische Vorfahren, während ihr Vater, Gerald, irisch-, französisch-, englisch- und deutschstämmig ist.[4] Der Nachname Hathaway hat allerdings englischen Ursprung.[5] Sie wurde nach der Ehefrau von William Shakespeare benannt.[6] Hathaway besuchte das Vassar College und wechselte dann zur Gallatin School of Individualized Study, einer Einrichtung der New York University.[2] Bereits während ihrer Ausbildung gewann sie mehrere Preise.

Das erste Mal stand sie für die Fernsehserie Sechs unter einem Dach vor der Kamera. Weltweit bekannt wurde sie 2001 durch den Film Plötzlich Prinzessin, in dem sie an der Seite von Julie Andrews zu sehen ist. In der Komödie stellt sie ein unscheinbares US-amerikanisches Mädchen dar, das erfährt, in Wirklichkeit Prinzessin und Thronerbin in einem europäischen Zwergstaat zu sein. Dem 37 Mio. US-Dollar teuren ersten Teil, der allein über 108 Mio. US-Dollar in Nordamerika einspielte, folgte drei Jahre später die ebenso erfolgreiche Fortsetzung Plötzlich Prinzessin 2.

Im Jahr 2005 besetzte Ang Lee Hathaway für sein mehrfach Oscar-prämiertes Drama Brokeback Mountain. Sie spielt dort Lureen Twist, die Frau von Jack Twist (dargestellt von Jake Gyllenhaal). 2006 folgte die Komödie Der Teufel trägt Prada, in der sie das Schauspielensemble um Meryl Streep, Emily Blunt, Simon Baker, Stanley Tucci und Adrian Grenier anführte. 2007 folgte der Film Geliebte Jane, in dem sie die junge Jane Austen verkörperte und an der Seite von James McAvoy, Julie Walters, James Cromwell und Maggie Smith auftrat. Im Jahr darauf begeisterte sie die Kritiker mit der Hauptrolle in Jonathan Demmes Rachels Hochzeit. Für den Part einer labilen Ex-Drogenabhängigen, die ihre Entziehungsklinik für einige Tage verlässt, um an der Hochzeit ihrer Schwester teilnehmen zu können, erhielt Hathaway unter anderem den Preis des National Board of Review und Nominierungen für den Golden Globe sowie für den Oscar. Außerdem spielte sie 2007/2008 an der Seite von Steve Carell, Dwayne Johnson und Alan Arkin in dem Film Get Smart als Agentin 99 mit.

Neben einer Musical-Einlage mit dem damaligen Moderator Hugh Jackman bei der Eröffnungszeremonie der 81. Oscarverleihung moderierte sie am 27. Februar 2011 gemeinsam mit ihrem Schauspielkollegen James Franco die 83. Oscarverleihung. Mit 28 Jahren war sie die jüngste Moderatorin in der Geschichte der Preisverleihung.[7]

Im Januar 2011 gab Warner Bros. bekannt, dass sich Hathaway beim Casting für die Rolle der Selina Kyle alias Catwoman in dem Film The Dark Knight Rises durchsetzen konnte.[8] 2012 folgte der Part als Fantine in der Verfilmung des Musicals Les Miserables. Für diese Rolle nahm sie elf Kilogramm ab und ließ sich in einer Filmszene die Haare abschneiden. Für ihre Darbietung gewann sie 2013 u. a. einen Oscar und einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin.[9]

Sie erhielt am 9. Mai 2019 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.[10]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hathaway hatte vier Jahre lang eine Beziehung mit dem italienischen Geschäftsmann Raffaello Follieri, Mitte 2008 trennte sich das Paar.

Seit Ende 2008 ist Hathaway mit dem Schauspieler Adam Shulman liiert, am 29. September 2012 fand die Hochzeit des Paares statt.[11] Der gemeinsame Sohn wurde im März 2016 geboren.[12]

Nachdem sie von der Homosexualität ihres Bruders erfahren hatte, distanzierte sie sich innerlich von der römisch-katholischen Kirche, später wechselte sie samt ihrer Familie zur Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika.[13] Hathaway bezeichnete sich 2010 als „nicht-konfessionelle Christin“ („non-denominational Christian“).[14][15]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronstimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2008 wird sie – mit Ausnahme der Rio-Filme – von Marie Bierstedt synchronisiert. Davor war es überwiegend Shandra Schadt.[16]

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne Hathaway bei der Hasty Pudding Woman of the Year Parade 2010 in Cambridge, Minnesota.

Oscars

British Academy Film Awards

Emmy-Awards

Golden Globe Awards

Critics’ Choice Movie Awards

National Board of Review Awards

ShoWest Convention

  • 2008: Weiblicher Star des Jahres

Satellite Awards

Anne Hathaway beim Deauville American Film Festival (2007)

Weitere Auszeichnungen

  • 2008: Austin Film Critics Association Award als Beste Darstellerin für Rachels Hochzeit[19]
  • 2008: Chicago Film Critics Association Award als Beste Darstellerin für Rachels Hochzeit[20]
  • 2008: Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award als Beste Darstellerin für Rachels Hochzeit
  • 2008: Prism Award für die beste Performance in einem Spielfilm für Rachels Hochzeit[21]
  • 2008: Southeastern Film Critics Association Award als Beste Darstellerin für Rachels Hochzeit[22]
  • 2009: Teen Choice Award – Choice Movie Actress Comedy für Bride Wars
  • 2009: Palm Springs International Film Festival – Desert Palm Achievement Award[23]
  • 2012: Boston Online Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Detroit Film Critics Society als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Las Vegas Film Critics Society Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: New York Film Critics Online als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Washington D.C. Area Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Austin Film Critics Association als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Florida Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Indiana Film Journalists Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Kansas City Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Los Angeles Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: New York Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Phoenix Film Critics Society Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Southeastern Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in: Les Misérables
  • 2012: Toronto Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in: Les Misérables
  • 2019: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame[24]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anne Hathaway – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anne Hathaway. moviefone.com, abgerufen am 19. März 2015.
  2. a b Anne Hathaway. thebiographychannel.de, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 19. März 2015.
  3. The Broadcast Pioneers of Philadelphia. Abgerufen am 29. Juli 2018.
  4. No plain Jane | The Courier-Mail. In: archive.is. 2. Juli 2012 (No plain Jane – The Courier-Mail (Memento vom 2. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) [abgerufen am 29. Juli 2018]).
  5. No plain Jane | The Courier-Mail. In: archive.is. 2. Juli 2012 (No plain Jane – The Courier-Mail (Memento vom 2. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) [abgerufen am 29. Juli 2018]).
  6. Catherine Elsworth: Anne Hathaway: in pique condition. 19. Juli 2008, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 29. Juli 2018]).
  7. Vgl. Tim Masters: Oscars 2011: The King’s Speech seeks crown bei bbc.co.uk, 27. Februar 2011 (aufgerufen am 27. Februar 2011)
  8. Anne Hathaway wird Catwoman: Die Prinzessin zeigt Krallen. Spiegel Online, 20. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011.
  9. Für „Les Misérables“: Anne Hathaway hungerte sich ins Delirium. Auf: mopo.de, 22. November 2012
  10. Jenelle Riley: Anne Hathaway on Her Walk of Fame Star, ‘The Hustle’ and the ‘Gender Tax’. In: Variety. 9. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019.
  11. „Er hat meinen Plan total ruiniert“: Anne Hathaway unter der Haube. ntv, 30. September 2012, abgerufen am 3. März 2013.
  12. Anne Hathaway hat einen Sohn zur Welt gebracht, Bericht in der BILD-Zeitung vom 8. April 2016
  13. Anne Hathaway left Catholicism after brother came out. 5. Februar 2010, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  14. Elaine Lipworth: The Rise of Queen Anne. Sunday Telegraph Magazine 'Stella', 19. Dezember 2010.
  15. Anne Hathaway Quits Catholic Church
  16. Anne Hathaway. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 1. Juli 2018.
  17. Betty White lands 5th Emmy. 22. August 2010, abgerufen am 5. Mai 2011 (englisch).
  18. The 14th Critics’ Choice Movie Awards Nominees. BFCA, archiviert vom Original am 7. November 2010; abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  19. Austin Film Critics Association: 2008 Award. Archiviert vom Original am 22. Februar 2012; abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  20. Chicago Film Critics Awards – 2008–2010. CFCA, archiviert vom Original am 3. Januar 2009; abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  21. Dan French: Shatner, Hathaway win Prism awards. Digital Spy, 24. April 2009, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  22. 2008 SEFCA Best Films of the Year. Archiviert vom Original am 24. Dezember 2010; abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  23. Info auf imdb.com
  24. Anne Hathaway | Hollywood Walk of Fame. Abgerufen am 16. Mai 2019 (amerikanisches Englisch).