Anne Lamott

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Anne Lamott im Dezember 2013

Anne Lamott (* 10. April 1954 in San Francisco) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie engagiert sich politisch, tritt als Vortragsrednerin auf und unterrichtet Kreatives Schreiben. Ihre Sachbücher sind weitgehend autobiographisch geprägt und behandeln Themen wie Alkoholismus, das Leben als Alleinerziehende, Depression und Christentum.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne Lamott wurde 1954 als Tochter des Schriftstellers Kenneth Lamott in San Francisco geboren. Sie wuchs in Marin County im Norden der Stadt auf.[2] Ihren Highschool-Abschluss legte sie an der Drew School ab und studierte anschließend am Goucher College. Dort schrieb sie für die Schulzeitung, brach ihr Studium aber nach zwei Jahren ab.[2]

1980 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Hard Laughter. Sie widmete das Buch ihrem Vater, der an einem Gehirntumor erkrankt war.

Die Geburt ihres Sohnes Sam[3] 1989 und die Zeit als alleinerziehende Mutter verarbeitete Anne Lamott in ihrem Buch Operating Instructions. Dem folgte später das Buch Some Assembly Required, das unter dem Eindruck Großmutter geworden zu sein entstand.[4][5]

Indem sie ihre Lebensschwierigkeiten und das eigene Scheitern thematisiert, bietet sie den Lesenden die Möglichkeit die eigenen Erfahrungen damit zu vergleichen. Dadurch wird ihr auch der »Ehrentitel« The People’s Author zugedacht.[6]

Über ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit hinaus ist Anne Lamott als Lehrerin für Kreatives Schreiben tätig. Sie unterrichtet an der Universität von Kalifornien in Davis und in Kursen überall in den Vereinigten Staaten. Ihr Lehrbuch Bird by Bird wurde auch ins Deutsche übersetzt.

Politisch engagiert sich Lamott im linken Spektrum und setzt sich für Frauenrechte, Gleichberechtigung von LGBT und Umweltpolitik ein.

1999 veröffentlichte Freida Lee Mock eine biographische Dokumentation mit dem Titel Bird by Bird with Annie: A Film Portrait of Writer Anne Lamott.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane

Sachbücher

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pegge Bochynski: Anne Lamott. In: Jay Parini (Hrsg.): American Writers. A Collection of Literary Biographies, Supplement XX, Mary Antin to Phillis Wheatley. Charles Scribner’s Sons, Detroit 2010, S. 131–146.
  • Jane Vandenburgh: Architecture of the Novel. A Writer’s Handbook. Anne Lamott (Vorwort). Counterpoint, Berkeley, CA 2010, ISBN 1-58243-597-9.
  • Karen Bouris: Anne Lamott. Life as a black-belt codependent. In: Spirituality & Health. 2013; 15,6, S. 48–53 (Interview).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PBS: Interview mit Anne Lamott. (Memento vom 16. April 2010 im Internet Archive)
  2. a b Anne Lamott. About Entertainment, 3. April 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  3. Anne Lamott: My son, the stranger. (Memento vom 13. Mai 2008 im Internet Archive) – Salon.com.
  4. Anne Lamott’s directions for grandparents. Some Assembly Required. cnn.com, 6. April 2012, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  5. New York Times Bestseller Anne Lamott and Son Sam Record New Novel at Live Oak Studio in Berkeley. PRWeb, 26. Januar 2012, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  6. a b Anne Lamott in der California Hall of Fame. California Museum, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  7. Guggenheim Fellowship für Anne Lamott. John Simon Guggenheim Foundation, abgerufen am 20. Dezember 2017.