Anne Treisman

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Anne Treisman (* 2. September 1935 in Wakefield, Yorkshire, England) ist eine britisch-amerikanische Kognitionspsychologin.

Treisman studierte an der Universität Cambridge und an der Universität Oxford, wo sie 1962 den Doktorgrad erlangte.

Sie ist Professorin für Psychologie an der Princeton University.

Ihre Hauptarbeitsgebiete sind Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. Bekannt geworden ist Treisman durch die Entwicklung der Merkmalsintegrationstheorie im Jahr 1980. Für 2011 wurde ihr die National Medal of Science zugesprochen.

Treisman ist mit Daniel Kahneman verheiratet und hat vier Kinder.

Das Filter- und das Abschwächungsmodell der Wahrnehmung[Bearbeiten]

Treisman ist insbesondere durch ihre Arbeiten zur selektiven Wahrnehmung bekannt geworden. Dabei modifizierte sie die Filtertheorie der Aufmerksamkeit Donald Broadbents, um sie den empirischen Daten anzupassen. Broadbent hatte erklärt, dass die menschliche Informationsverarbeitungskapazität so begrenzt sei, dass immer nur Information von einem Kanal verarbeitet werden könne. Wenn also auf dem linken Ohr gerade ein Input verarbeitet wird, dann kann nach Broadbent auf dem rechten Ohr kein anderer Input beachtet werden.

Diesen Behauptungen stand jedoch die experimentell bestätigte Beobachtung entgegen, dass Personen etwa das Rufen ihres Namens auch auf dem Ohr hören können, auf das nicht ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist (vgl. Cocktailparty-Effekt). Treisman postulierte daher einen Mechanismus, der eine Vorabprüfung der Informationen durchführt. Das Ohr, auf das nicht die Aufmerksamkeit gerichtet ist, ist nach Treisman nicht taub, sondern lediglich abgeschwächt aufnahmebereit.

Wichtige Aufsätze[Bearbeiten]

  • Treisman, A. & Gelade, G. (1980): A feature integration theory of attention. Cognitive Psychology 12, 97-136.
  • Treisman, A. (1991): Search, similarity and the integration of features between and within dimensions. Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance 27, 652-676.

Weblinks[Bearbeiten]