Anne Zohra Berrached

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Anne Zohra Berrached auf der Berlinale 2016.

Anne Zohra Berrached (* 31. Juli 1982 in Erfurt) ist eine deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin.

Leben und Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines aus Algerien stammenden Gastarbeiter ist in der DDR geboren und aufgewachsen. Sie besuchte die Realschule, die Fachoberschule und absolvierte ein Studium der Sozialpädagogik. Danach war sie zwei Jahre als Theaterpädagogin in London tätig, ehe sie ein halbes Jahr in Kamerun und ein weiteres halbes Jahr in Spanien lebte.[1]

Nach dem Auslandsaufenthalt zog Anne Zohra Berrached nach Berlin, wo sie durch Zufall mit dem Film in Berührung kam – Berrached hatte Kinder für einen Abschlussfilm der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam betreut und die Arbeit des Regisseurs beobachtet.[1] Daraufhin inszenierte sie mit Hilfe eines Kameramanns und eines Cutters[2] einen ersten eigenen Kurzfilm – Der Pausenclown (2009), über einen libanesischen Nachbarn. Der Film wurde später im WDR ausgestrahlt. 2009 begann Anne Zohra Berrached ein Filmstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, nachdem man sie in Potsdam abgelehnt hatte.[1]

Mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm, Zwei Mütter, gewann sie 2013 den Preis der Perspektive Deutsches Kino der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Im Februar 2016 feierte ihr zweiter Spielfilm 24 Wochen als einziger deutscher Beitrag im Wettbewerb der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Uraufführung und erhielt den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater: Bester Film im Wettbewerb. Kurz danach erhielt sie den Regiepreis des Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern. "Anne Zohra Berracheds Regie zeichnet sich durch großen Mut, Sensibilität und Genauigkeit im Umgang mit einem oft tabuisierten Thema, eine sehr differenzierte Figurenzeichnung bei allen Rollen, einem genauen Rhythmus (…) in der Montage. (…) größte Achtung für die Gewissensfragen ihrer Figuren und lässt bei aller Zartheit den Zuschauer mit einer unerbittlichen Genauigkeit an den Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen teilnehmen." (aus der Begründung Filmfest Mecklenburg-Vorpommern)

Ihr Hochschulabschlussfilm 24 Wochen wurde beim Deutschen Filmpreis 2017 vier mal nominiert und schließlich mit der Lola in Silber ausgezeichnet.

Berrached lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: E. + U. (Kurzfilm) – Regie
  • 2012: Heilige und Hure (Dokumentarfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2012: Hunde wie wir (Mittellanger Film) – Regie
  • 2013: Die rechte Hand (Mittellanger Film) – Regie
  • 2013: Zwei Mütter – Regie, Drehbuch
  • 2016: 24 Wochen – Regie, Drehbuch
  • 2017: Millennials – als Darstellerin
  • 2017: Tatort: Der Fall Holdt

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: ProSiebenSat1 Prime Time Preis, Drehbuchaward – Mars Venus Venus Mars
  • 2013: 63. Berlinale, Regiepreis der Sektion "Dialogue en Perspective" der Berlinale Perspektive Deutsches Kino – Zwei Mütter
  • 2013: Bester Dokfilm, Fetisch Film Festival – Heilige&Hure
  • 2013: First Steps No Fear Award – Zwei Mütter
  • 2013: Studio Hamburg Nachwuchspreis: Nominierung – Zwei Mütter
  • 2014: Caligari Förderpreis – 24 Wochen
  • 2016: Bester Film im Wettbewerb, 66. Berlinale, GUILDE Filmpreis – 24 Wochen
  • 2016: Bestes Drehbuch, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern – 24 Wochen
  • 2016: Bestes Szenenbild, Neisse Filmfest – 24 Wochen
  • 2016: Publikumspreis, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern – 24 Wochen
  • 2016: Beste Regie, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern – 24 Wochen
  • 2016: Beste Regie, 27. Filmfest Emden Norderney – 24 Wochen
  • 2016: Studio Hamburg Nachwuchspreis, Beste Regie – 24 Wochen[3]
  • 2016: Studio Hamburg Nachwuchspreis, Beste Produktion – 24 Wochen[4]
  • 2016: Preis der Saarland Medien GmbH des Günter Rohrbach Filmpreises für 24 Wochen
  • 2017: Deutscher Filmpreis 2017 Lola in Silber für 24 Wochen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Schuberth-Roth, Thomas: Von Liebe und trister Zweisamkeit. In: Frankenpost, 26. Oktober 2012, S. 18.
  2. Interview mit „Zwei Mütter“-Regisseurin Anne Zohra Berrached bei regenbogenfamilien-nrw.de, 16. Mai 2013 (abgerufen am 24. Januar 2016).
  3. Studio Hamburg Nachwuchspreis: Studio Hamburg Gruppe: Studio Hamburg Nachwuchspreis 2016 – die Gewinner, 2. Juni 2016
  4. Studio Hamburg Nachwuchspreis: Studio Hamburg Gruppe: Studio Hamburg Nachwuchspreis 2016 – die Gewinner, 2. Juni 2016