Annekatrin Klepsch

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Annekatrin Klepsch (2013)

Annekatrin Klepsch (* 30. Juli 1977 in Dresden) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke) und studierte Theater- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Beigeordnete im Geschäftsbereich Kultur und Tourismus und 2. Bürgermeisterin in der Landeshauptstadt Dresden.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klepsch legte 1996 das Abitur am Gymnasium Dresden-Cotta ab. Es folgte ein Auslandsaufenthalt im Kibbuz Nirim, Israel. Sie studierte von 1996 bis 2001 an der Universität Leipzig und in Wien Theater- und Kulturwissenschaft und Soziologie. Von 2001 bis 2002 war sie in der Chefredaktion der Jugendzeitschrift SPIESSER tätig. Im Jahr 2002 arbeitete sie als Dramaturgieassistentin bei den Salzburger Festspielen und am Berliner Ensemble. Von 2003 bis zu ihrem Eintritt in den Sächsischen Landtag hatte sie die Projektleitung und von 2007 bis 2009 die Geschäftsführung beim Jugendverein „Roter Baum e.V. Dresden“ inne. Im selben Zeitraum (2007–2010) absolvierte sie ein berufsbegleitendes Master-Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie. Sie lebt in Dresden und hat drei Kinder.[2] Zum Jahreswechsel 2021–2022 stand Klepsch als Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden im Raum.[3] Auf einem Stadtparteitag haben sich Stadtvorstand der Linken, die Beigeordneten Annekatrin Klepsch und Kris Kaufmann sowie die Fraktion auf André Schollbach als Oberbürgermeisterkandidat der Linke geeinigt.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klepsch übernahm 2002 ihren ersten politischen Posten als Ortsbeirätin von Dresden-Pieschen und war von 2004 bis 2009 auch Mitglied im Ortsbeirat (seit 2018: Stadtbezirksrat) Dresden-Neustadt. Sie ist seit 2003 Mitglied der PDS, seit 2007 der Partei Die Linke. Von 2005 bis 2009 war Annekatrin Klepsch Mitglied des Landesvorstands PDS/Die Linke Sachsen.

Im September 2009 zog sie über die Landesliste in den Landtag von Sachsen ein. Dort war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kunst und Medien und Sprecherin für Jugendpolitik und Soziokultur. Zusätzlich leitete sie den Arbeitskreis III der Fraktion (Bildung, Wissenschaft, Kultur).

Im Landtag war Klepsch Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft, Kultur und Medien, Mitglied des Landesjugendhilfeausschusses, Stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Schule & Sport, Soziales & Verbraucherschutz, Haushalt & Finanzen sowie Mitglied des Sächsischen Kultursenats und des Kuratoriums der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

2009 wurde Klepsch bei der Dresdner Stadtratswahl für den Wahlkreis 12 zur Stadträtin gewählt. Sie saß für die Fraktion Die Linke im Kulturausschuss und war kulturpolitische Sprecherin. Von 2011 bis Juli 2015 führte sie den Stadtverband Die Linke Dresden als zweite Vorsitzende.

Für die Kommunalwahl 2014 kandidierte Annekatrin Klepsch auf Platz 1 für den Wahlkreis 5 (Loschwitz, Bühlau, Pillnitz) für den Dresdner Stadtrat.[5] Zur Landtagswahl in Sachsen 2014 wurde sie auf Platz 2 der Landesliste der Linken gewählt.[6] Dem Landtag gehörte sie bis zum 31. Oktober 2015 an, bis sie vorzeitig ihr Landtagsmandat aufgab, um als Beigeordnete für Kultur- und Tourismus zu arbeiten. In der neuen Funktion als Beigeordnete ist Klepsch zuständig für den Geschäftsbereich 4 der Stadt Dresden, Kultur und Tourismus. Damit ist sie verantwortlich für das Kultur- und Denkmalschutzamt, die Museen der Stadt Dresden, das Stadtarchiv Dresden und die Städtischen Bibliotheken. Teil des Geschäftsbereich sind auch die Dresdner Philharmonie, die Staatsoperette Dresden, das Theater Junge Generation, Dresdner Kreuzchor, das Heinrich-Schütz Konservatorium, die Dresdner Musikfestspiele, Europäisches Zentrum der Künste Hellerau und Societaetstheater Dresden.

Als Bürgermeisterin bereitete Klepsch die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt mit vor.[7] Nach einer Entscheidung der Jury für die Bewerbung wurde bekanntgegeben, dass nur Chemnitz als sächsische Stadt auf die sogenannte „Shortlist“ kommt.[8] In ihre Amtszeit fallen die Wiedereröffnung des Dresdner Kulturpalast und des Kulturkraftwerk Mitte, als Spielstätte für die Staatsoperette Dresden und das Theater Junge Generation. Ein weiteres Projekt ist die Umwandlung des Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden in einen städtischen Eigenbetrieb und die Abkehr vom Modell des gemeinnützigen Vereins. Dadurch erhält die Musikschule und ihre Musiklehrer mehr finanzielle Sicherheit.[9]

Tag des offenen Denkmals 2017 in Dresden: Eröffnung im Foyer des Kulturpalast

Mandate als Beigeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Sonstige Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Annekatrin Klepsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dresden: Geschäftsbereich Kultur und Tourismus. Abgerufen am 29. Januar 2022.
  2. Dresden: Geschäftsbereich Kultur und Tourismus. Abgerufen am 28. Oktober 2018.
  3. GENIOS - Genios - Dokumente. Abgerufen am 29. Januar 2022.
  4. GENIOS - Genios - Dokumente. Abgerufen am 29. Januar 2022.
  5. LINKE für den Stadtrat 2014 (Memento vom 6. April 2014 im Webarchiv archive.today)
  6. Landesliste der LINKEN Sachsen (Memento des Originals vom 19. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dielinke-sachsen.de, 5. April 2014, abgerufen am 6. April 2014.
  7. Kulturbürgermeister Ralf Lunau wird Gastprofessor in Berlin – Menschen in Dresden. In: Menschen in Dresden. Abgerufen am 25. Oktober 2015 (deutsch).
  8. Chemnitz bleibt im Rennen um Kulturhauptstadt-Titel – Dresden veranstaltet Trost-Trinken. mdr.de, abgerufen am 13. September 2020.
  9. Anton Launer: Schütz-Konservatorium wird städtisch. In: Neustadt-Geflüster. 29. September 2017, abgerufen am 13. September 2020 (deutsch).
  10. Dresden: Geschäftsbereich Kultur und Tourismus. Abgerufen am 29. Januar 2022.
  11. Gremien – Frauenkirche Dresden. Abgerufen am 29. Januar 2022.