Annelie Thorndike

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Annelie Thorndike, geb. Kunigk (* 17. April 1925 in Klützow, Landkreis Pyritz, Provinz Pommern; † 26. Dezember 2012 in Wolgast, Landkreis Vorpommern-Greifswald) war eine der wichtigsten Dokumentaristinnen der DDR.

Leben[Bearbeiten]

Mit Filmen wie „Du und mancher Kamerad“ (1955), „Unternehmen Teutonenschwert“ (1958) und vor allem dem zweiteiligen DokumentarfilmDas russische Wunder“ (1963) wurde Annelie Thorndike national wie international bekannt. Bei allen drei Filmen arbeitete sie sowohl mit Paul Dessau als Komponisten als auch mit ihrem 1952 geheirateten Ehemann Andrew Thorndike zusammen, der ebenfalls zu den wichtigsten Dokumentarfilmregisseuren der DEFA gehörte.

Annelie Thorndike wurde 1963 als Abgeordnete in die Volkskammer gewählt. Ab 1967 war sie Vorstands- und ab 1980 Präsidiumsmitglied des von Andrew Thorndike gegründeten Verbands der Film- und Fernsehschaffenden der DDR. Von 1973 bis 1989 war sie Präsidentin des „Komitees der Internationalen Leipziger Woche für Dokumentar- und Kurzfilm“, das für die Ausrichtung der Leipziger Dokfilmwoche verantwortlich zeigte.

Sie lebte mit ihrem Mann lange Zeit in Potsdam-Babelsberg. Nach der Wende zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Sie lebte zuletzt in Bansin auf der Ostsee-Insel Usedom.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1952: Blaue Wimpel im Sommerwind (pädagogische Beratung)
  • 1952: Die Prüfung (pädagogische Beratung, Co-Drehbuch)
  • 1954: Die sieben vom Rhein (Co-Drehbuch, Co-Regie)
  • 1956: Du und mancher Kamerad (Co-Drehbuch, Co-Regie)
  • 1957: Der Fall Hartmann und andere (Co-Drehbuch, Co-Regie)
  • 1958: Unternehmen Teutonenschwert (Co-Drehbuch, Co-Regie)
  • 1963: Das Russische Wunder 1/2 (Co-Drehbuch, Co-Regie)
  • 1969: Du bist min (CO-Drehbuch, Szenarium)
  • 1971: Mein ganzes Leben lang (Co-Regie, Buch)
  • 1972: Start (Co-Regie, Buch)
  • 1977: Die alte neue Welt (Text/Buch)
  • 1985: Aufbruch (Drehbuch, Text)
  • 1987: Alle Ideen beginnen als Traum (Drehbuch, Text)

Bücher[Bearbeiten]

  • Jeder Tag war schön. Erlebnisse, Träume, Geständnisse notiert zwischen Antwerpen und Bombay. VEB Hinstorff Verlag, Rostock 1966
  • Mit Klaus Huhn: Der Massenmörder blieb ohne Strafe. edition ost, Berlin 2008, ISBN 978-3-360-02005-5. (Spotless-Reihe, 211)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]